Gönnen Sie Ihren Pflanzen jetzt Hygiene
Wenn Sie sich seit Wochen darüber ärgern, dass die Blätter von Bäumen und Sträuchern von Pilzkrankheiten befallen sind oder von Schädlingen angefressen wurden, dann ist jetzt die Zeit gekommen, etwas dagegen zu tun.
Im Herbst wird erst richtig sichtbar, was im Sommer befallen wurde. Beginnen wir bei rostigen Blättern an Gehölzen. Pilzkrankheiten sind insofern lästig, weil sie die Schönheit der Pflanzen beeinträchtigen. Meist überdauern das die Pflanzen recht gut und treiben im Frühling wieder aus. Allerdings sehen die Blätter nach dem Befall schrecklich aus. Beginnen Sie darum jetzt schon mit dem Entfernen der kranken Teile. Bei Rosen, zum Beispiel, sollten Sie nun die kranken Blätter abzupfen. Ein leichter Rückschnitt im Herbst ist dabei erlaubt und erspart ein wenig Arbeit. Am besten entblättern Sie vollständig die geschädigten Rosen noch vor dem Winter.

Nach dem Laubfall die Pflanze abspülen
In den Blättern überwintern meist die Pilzsporen, die im Frühling, bei Wärme und Feuchtigkeit, von neuem die Pflanze infizieren.
Wenn Ihre Hortensien von den Napfschildläusen befallen sind, macht es ebenso Sinn, jetzt was zu tun. Spülen Sie die Pflanzen nach dem Laubfall mit einem Austriebs-Spritzmittel gut ab. Es bewirkt das Absterben von überwinternden Larven. Das Laub sollten Sie sicherheitshalber auch gleich entsorgen.

Einer der lästigsten Schädlinge der jüngeren Zeit ist der Gefurchte Dickmaulrüssler. Nicht nur, dass der Käfer die Blätter vom Rand her anfrisst, seine Larven fressen an den Wurzeln. Häufig sind immergrüne Gehölze wie Rhododendren, Kirschlorbeer und Efeu befallen. Bei diesen Pflanzen ist das besonders unangenehm, weil sie ihr Laub lange behalten und der Schaden so auch lange sichtbar bleibt. Den Käfer finden Sie nur nachts, denn tagsüber verkriecht er sich. Wenn Sie für ihn ein passendes Versteck errichten, in das er sich tagsüber zurückziehen kann, können Sie ihn leicht einsammeln. Füllen Sie dazu einen Blumentopf mit Holzwolle und stellen Sie ihn verkehrt herum zwischen die befallenen Pflanzen. An einer Seite etwas angehoben, sodass der Dickmaulrüssler auch hineinkriechen kann. Am Tag entnehmen Sie die Holzwolle und schon können Sie die Käfer einsammeln. Gleiches funktioniert auch mit einem geriffelten Holzbrett, das Sie mit der glatten Seite nach oben unter die Pflanze auf den Boden legen sollten. Auch dort verstecken sich die Käfer tagsüber und sind leicht einzusammeln.

Der Fadenwurm wird zum Parasiten
Nachhaltig können Sie diesen Schädling mit sogenannten Nematoden, das sind Fadenwürmer, behandeln. Die bekommen Sie in Pulverform und müssen sie in Wasser auflösen. Gießen Sie dann die Brühe direkt in den Wurzelbereich der befallenen Pflanzen. Machen Sie das noch im September, denn da ist der Boden noch nicht zu kalt und die feinen Fadenwürmer parasitieren die Dickmaulrüssler-Larven und töten sie ab.
Im kommenden Frühjahr sollten Sie die Behandlung wiederholen, der Befall kann dann jedoch nur noch gering sein.