„And Just Like That …“: Es geht wieder rund in der Stadt
Jetzt gibt es sie endlich, die von vielen jahrelang geforderte Fortsetzung der Kultserie „Sex and the City“. Sie beginnt dramatisch.
„Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsäch-lich passieren würde“, jubelte Sarah Jessica Parker. Der Freuden-ausbruch ereilte die 57jährige, als nach langem Hin und Her endlich feststand, dass „Sex and the City“ eine Fortsetzung erhalten würde. 18 Jahre nach dem Ende der Kultserie und zwölf Jahre nach zwei darauf beruhenden Kinofilmen geht‘s unter dem Titel „And Just Like That …“ wieder zur Sache.

Veränderungen bei der Besetzung und die Handlung der ersten von zehn neuen Folgen hätten allerdings „Drei Frauen und ein Todesfall“ als passenderen Titel erscheinen lassen. So ist Kim Cattrall, 66, auf eigenen Wunsch als Samantha nicht mehr dabei. Es wird zwar über sie gesprochen und mit ihr telefoniert, aber ins Bild kommt sie nicht. Sarah Jessica Parker als Carrie wiederum trifft ein harter Schicksalsschlag. Nach dem Training auf seinem Heim-Fahrrad versagt das Herz ihres geliebten Mannes „Mr. Big“ (Chris Noth, 67), und er stirbt in den Armen seiner Frau. Es mag makaber klingen, aber sein Tod beschert der Geschichte die wahrscheinlich bestmögliche Ausgangsposition – Carrie ist jetzt wieder Single.

In den USA gab es nach der Ausstrahlung Empörung seitens des Publikums. Der Tenor lautete: Als Carrie den Sterbenden fand, hätte sie sofort eine Notrufnummer wählen und dann bei „Mr. Big“ mit Wiederbelebungs-maßnahmen beginnen müssen. „Niemand weiß hundertprozentig, wie sie oder er in einem solchen Fall, der einem keine Zeit zum Überlegen lässt, reagieren würde“, meint Sarah Jessica Parker. „Nachher sind ja bekanntermaßen immer alle klüger.“

Wie in alten Zeiten stehen Cynthia Nixon, 56, als Miranda und Kristin Davis, 57, als Charlotte ihrer Freundin selbstverständlich hilfreich zur Seite. Obwohl das Leben beider ohnehin von Stress geprägt ist. Charlotte muss das Familienleben mit ihren aufmüpfigen Teenager-Kindern meistern, während Miranda ihren Beruf an den Nagel gehängt und noch einmal ein Studium begonnen hat.

Dass Chris Noth durch sein „Ableben“ nicht mehr zur Mannschaft gehört, löst bei seinen Serien-Kolleginnen kein Bedauern mehr aus. Wenige Tage nachdem „And Just Like That …“ in den USA auf Sendung ging, meldete sich eine Schauspielerin und erhob gegen den Darsteller Missbrauchs-Vorwürfe. Inzwischen wird er schon in vier Fällen sexueller Übergriffe bezichtigt. „Ich habe ein Nein immer respektiert“, wehrt sich „Mr. Big“. Seine Serienkolleginnen unterstützen dennoch die Frauen. Möglicherweise aus eigener Erfahrung.