Helfen Sie mit, Pauls Leben zu retten
Erst drei Jahre alt ist der kleine Paul aus Oberösterreich. Seit fast zwei Jahren muss er gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner kämpfen. Dank einer Stammzellenspende schien er im vergangenen Jahr die Leukämie besiegt zu haben. Doch im Dezember trat die heim-tückische Krankheit neuerlich auf. Nun braucht er wieder einen Spender.
Er hatte keinen Appetit mehr, wollte kein Eis essen, nicht einmal im Wasser plantschen. Unser sonst so aufgeweckter Bub wirkte lustlos und kränklich“, erinnert sich Vater Ralph. Gemeinsam mit seiner Frau Chrisi und dem damals zwei Jahre alten Paul wollte sich die Familie im Juli 2020 erholsame Wochen in Kroatien gönnen.
„Aber weil es Paul so schlecht ging, reisten wir schon nach vier Tagen ab“, berichtet Ralph. Dass es die ersten Anzeichen einer lebensbedrohenden Krankheit waren, die den Urlaubsabbruch bedingten, konnten die Eltern damals nicht wissen.

Die auch der Kinderarzt nicht erkannte, den die Familie, wieder zurück in der Heimat, aufsuchte. „Er führte den schlechten Allgemeinzustand Pauls aufs Zahnen zurück“, erzählt der Vater. Der Zufall führte Regie, als am 8. August auf der Geburtstagsfeier seines gleichaltrigen Cousins Frederik Paul von einem Verwandten gesehen wurde, der Arzt ist. „Er schickte uns ins Spital nach Steyr (OÖ), um von ihm ein Blutbild zu machen.“
Der Befund zog den Eltern den Boden unter den Füßen weg. Ihr kleiner Sohn hatte Leukämie, Blutkrebs. „Als wir mit der Diagnose konfrontiert wurden, wussten wir nicht, wie uns geschah“, erinnert sich der 35 Jahre alte Familienvater.

Ein Abstrich in der Mundhühle reicht zur Typisierung
Paul kam ins Spital nach Linz, wo der Kampf gegen den Krebs sofort begann. Das bedeutete sechs Wochen stationären Aufenthalt mit Chemotherapie. Der Schockzustand währte bei den Eltern nur kurz. „Wir stellten alles hintan, um unseren Sohn zu unterstützen.“
Jeden Tag war zumindest ein Elternteil beim kleinen Patienten, weil Mutter Chrisi Familienhospiz-Karenz in Anspruch nehmen konnte und Ralph von seinem Dienstgeber die Möglichkeit erhielt, sich die Arbeit frei einzuteilen.

„Leider griff die Behandlung nicht und so musste im Oktober 2020 eine Hochrisiko-Therapie beginnen“, erinnert sich der Vater. Als sich im November zeigte, dass auch der intensivierte chemische Kampf gegen die Krankheit den Krebs nicht besiegen konnte, blieb als letzte Möglichkeit eine Stammzellentransplantation.
Dazu werden von einem passenden Spender gesunde Stammzellen aus der Blutbahn entnommen und dem Patienten verabreicht. Doch in der Datenbank, in der typisierte Spender registriert sind, gab es keinen für Paul passenden. Also schaltete sich der Verein „Geben für Leben“ ein, der es sich seit mehr als 20 Jahren zur Aufgabe gemacht hat, Stammzellenspender zu finden.

„Es ist so einfach“, sagt Susanne Marosch vom Vereinsvorstand. „Das Typisierungsset kann auf unserer Internetseite kostenlos bestellt werden. Es ist nicht mehr als ein einfacher Abstrich in der Mundhöhle zu machen.“ Die Suche nach einem geeigneten Spender für Paul begann im Dezember. Die Welle der Hilfsbereitschaft war überwältigend. Allein im Heimatort der Familie ließen sich etwa 1.500 Personen typisieren.
Das Warten hatte im März 2021 ein Ende. Im St. Anna Kinderspital in Wien wurde Paul auf die Transplantation vorbereitet. Dazu musste sein Immunsystem hinuntergefahren werden. Zwei Wochen davor und fünf Wochen danach befand sich der kleine Bub in einer Sterileinheit, wo ihm selbst seine Eltern nur in Schutzkleidung mit Maske und Kopfbedeckung begegnen durften. Dann kam Paul nach Hause und es begann sein langsamer Weg zurück ins Leben.

Strenge Auflagen bezüglich der Ernährung, keine Pflanzen in der Wohnung, Sonnenverbot und kein Kontakt zu familienfremden Personen sollten sein geschwächtes Immunsystem schützen. Im November 2021 schien das Schlimmste überstanden zu sein. „Seine Blutwerte waren in Ordnung, das Immunsystem stabil. Er durfte sogar wieder in den Kindergarten“, berichtet der Vater.

Die Erleichterung sollte nur einen Monat währen. Im Dezember kehrte die Krankheit zurück. „Der Rückfall war für uns schlimmer als die Erstdiagnose“, sagt Ralph. Nun war der Blutkrebs mit den bekannten Chemotherapien nicht mehr in den Griff zu bekommen. „Unser Sohn nimmt nun an einer Studie mit einem neuartigen Medikament teil. Im Mai soll wieder eine Stammzellentransplantation erfolgen. Dann braucht er einen neuen Spender. Paul ist tapfer, hat aber kaum noch Kraft, bekommt fallweise Sauerstoff und wird über Infusionen ernährt“, beschreibt der Vater den Zustand seines Sohnes.

Der, obwohl er um sein Leben kämpft, noch an andere denkt. Vor allem an seinen Cousin. „Können wir dem Frederik auch so einen Pyjama wie meinen kaufen?“, erinnert sich Ralph an einen Satz seines Sohnes, der ihn schlucken lässt. „Damit er sich an mich erinnert.“
Jeder, der sich als Stammzellenspender registrieren lässt, kann dabei mithelfen, dass Paul den Pyjama Frederik selbst überreichen kann. Sie finden Informationen im Internet unter www.gebenfuerleben.at. Geldspenden helfen dem Verein, seine wertvolle Arbeit zu finanzieren.

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