„Gott, du kannst ein Arsch sein!“: Liebesfahrt in den Himmel
Kaum, dass sie die Schule geschafft hat, erfährt eine 16jährige, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Trotzdem will sie, wie ihre Klasse, nach Frankreich reisen. Wenn auch auf eine spezielle Art, die ihr hilft, die Liebe ihres kurzen Lebens kennenzulernen.
Nach ihrem Schulabschluss ist Steffi (Sinje Irslinger, 25) voller Tatendrang und freut sich auf ihre Ausbildung zur Polizistin. Vorher steht aber noch eine Klassenfahrt in die französische Hauptstadt Paris auf dem Programm, wo sie eine romantische Nacht mit ihrem Freund Fabi (Jonas Holdenrieder, 22) plant.

Doch bei einer Routineuntersuchung vor der Abfahrt werden Auffälligkeiten in Steffis Blutbild entdeckt.

Wenig später steht fest: Es ist Krebs. Unheilbar. Eva (Heike Makatsch, 50) und Frank (Til Schweiger, 58), die Eltern der jungen Frau, sind verzweifelt. Sie hoffen auf die Kunst der Ärzte und wollen die Reise ihrer Tochter verhindern. Vergeblich. Steffi lernt den aus einer Zirkusfamilie stammenden Motorradakrobaten Steve (Max Hubacher, 29) kennen, der sich auf der Flucht vor seinem autoritären Vater (Jürgen Vogel, 53) befindet. Als er ihr anbietet, sie nach Paris zu fahren, zögert sie nicht.

Mit einem gestohlenen Auto und ohne Geld machen sich die beiden auf den Weg. Die Eltern wollen Steffi zur Besinnung bringen und nehmen die Verfolgung auf, während sie und Steve einander immer näherkommen. Angekommen in der „Stadt der Liebe“, weiß die Schwerkranke jedenfalls, was sie wirklich will – in der Zeit, die ihr noch bleibt …

„Diese Geschichte ist eine einzige Liebeserklärung an das Leben“, meint Sinje Irslinger. „Am meisten daran hat mich berührt, dass sie auf einer wahren Begebenheit beruht. Eine 16jährige, die 296 Tage nach ihrer Krebsdiagnose starb, ließ sich kurz vor ihrem Tod ,Gott, du kannst ein Arsch sein!‘ tätowieren. Und der Vater dieser echten Stefanie schrieb über das Schicksal seiner Tochter ein Buch. Das habe ich selbstverständlich vor den Dreharbeiten gelesen.“

Til Schweiger war schon vom Titel begeistert: „Er ist provokant, und das finde ich bei einem solchen Thema großartig. Obwohl ich selbst wenig Bezug dazu habe, weil ich eher zu den Ungläubigen gehöre. Ich glaube zwar, dass etwas Geistiges in Form von Energie existiert. Und ich habe Menschen verloren, die ich nach wie vor stark um mich herum spüre. Die sind irgendwie da.
Aber an den lieben Gott und den Himmel glaube ich leider nicht. Allerdings, und das gebe ich zu, würde ich gerne daran glauben. Bisher ohne Erfolg. Doch ich arbeite daran.“

„Gott, du kannst ein Arsch sein!“
Donnerstag, 20.1., 20.15 Uhr, RTL