Soll die Maskenpflicht überall fallen?
Noch gilt die Maskenpflicht im gesamten Handel. Ab 22. Juli soll der „Mund-Nasen-Schutz“ (MNS) aber in den meisten Geschäften fallen, hat die Regierung angekündigt. In den Geschäften des täglichen Bedarfes wie Supermärkten müssen wir ihn aber wie in den „Öffis“ weiter tragen. SPÖ-Chefin und Epidemiologin Pamela Rendi-Wagner hat diese Vorsichtsmaßnahme schon vor Wochen eingemahnt. FPÖ-Obmann Herbert Kickl will ein völliges Aus für die Maskenpflicht.
JA:
Herbert Kickl,
FPÖ-Obmann

„Die absurde Maskenpflicht war von Anfang an nicht argumentierbar. Es gibt nämlich keinerlei Evidenz, dass sie etwas zur Eindämmung der Pandemie beigetragen hat. Zu Beginn der Krise haben manche Experten sogar ausdrücklich davor gewarnt. Vor allem der Maskenzwang in den Schulen war eine Schikane unseren Kindern und Jugendlichen gegenüber, von denen viele durch die Masken und die Zwangstests traumatisiert wurden. Besonders interessant dabei ist, dass die FFP2-Masken nur im ÖVP-regierten Österreich und im CSU-regierten Bayern verpflichtend waren, während in anderen Ländern ein Mund-Nasen-Schutz genügte. So mancher Unternehmer im Dunstkreis der schwarz-grünen Regierung hat sich hier wohl eine goldene Nase verdient, wie auch der ,kleine Untersuchungsausschuss‘ im Parlament bestätigt hat. Die Maske ist in Wahrheit ein Symbol der Unfreiheit und des autoritären Denkens von Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner türkisen ÖVP. Daher muss der Maskenzwang sofort beendet werden. Wer weiter eine Maske tragen will, kann dies natürlich tun. Aber freie und mündige Bürger müssen selbst entscheiden können, was sie für angemessen halten.“

NEIN:
Pamela Rendi-Wagner,
SPÖ-Chefin

„Freibad, Konzertbesuch oder Familiengrillerei, das Wetter ist schön und alle wollen raus. Und ganz ehrlich, einen ruhigen Sommer haben wir uns auch mehr als verdient. Die Österreicher haben in der Pandemie vieles geleistet und auf vieles verzichtet. Das Impfprogramm schreitet voran – Grund, optimistisch zu sein. Immer mehr Menschen sind gegen eine schwere Covid-Erkrankung geschützt, aber noch nicht alle. Darum ist es wichtig, dass wir ein paar Regeln weiter aufrechterhalten, die uns alle schützen. Ganz besonders jedoch diejenigen, die noch nicht oder nicht vollständig geimpft sind: unsere Kinder und Enkelkinder, aber auch ältere Risikopersonen, die noch nicht geimpft sind. Ich bin dafür, dass wir an belebten Orten wie im Supermarkt, Autobus oder in der U-Bahn weiterhin Masken tragen. Jetzt ist es wichtig, so viele Menschen wie möglich von der Impfung zu überzeugen. Und die Impfung zu den Menschen zu bringen. Dann werden wir Corona und die Virus-Mutationen besiegen. Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Machen wir nicht dieselben Fehler wie im vorigen Sommer. Dann können wir gemeinsam diesen Sommer genießen. Das hat sich Österreich verdient.“