Magie auf der Bühne
Mit „Harry Potter und das verwunschene Kind“ kommt ein wahrhaft magisches Theaterstück nach Hamburg. In der deutschen Hansestadt wird das achte Abenteuer des Zauberers Harry Potter erzählt, der vom Kärntner Markus Schöttl gespielt wird. Im Mittelpunkt steht Potters Sohn Albus, der das Zauberinternat „Hogwarts“ besucht und eine Katastrophe auslöst.
Fliegende Besen, sprechende Hüte und Zauberstäbe, die Feuer speien. Mit solch magischen Spielereien fasziniert das Stück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ in der deutschen Stadt Hamburg. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Buch der Autorin Joanne K. Rowling und ist die Fortsetzung der siebenteiligen Potter-Saga.

Zuerst war die Vorstellung rund um den Zauberer Harry Potter in London (England) zu sehen. Nun wird sie erstmals auf Deutsch im „Mehr! Theater am Großmarkt“ in der Hansestadt gezeigt.

Das Theater an der Elbe wurde dafür umgebaut. Gut 42 Millionen Euro wurden investiert, um den Zauber entstehen zu lassen. Wer das Gebäude betritt, befindet sich im Potter-Universum. Auf dem Teppich ist das Symbol der Zauberschule „Hogwarts“ verwebt. Bronzene Wandleuchten erhellen in Form von magischen Tierwesen die Räume. Die denkmalgeschützten Stahlbögen der Dachkonstruktion erinnern an den Bahnhof „King‘s Cross“.

Dort nimmt auch das Theaterstück, an dem 35 Schauspieler mitwirken, seinen Anfang. Neunzehn Jahre sind vergangen, seit die Freunde Harry, Ron und Hermine die Welt vor dem furchtbaren Zauberer „Lord Voldemort“ gerettet haben. Sie haben mittlerweile selbst Kinder und bringen sie zum Bahnhof, wo der Zug die Kleinen in die Schule nach „Hogwarts“ bringen soll. Harry Potter verabschiedet sich von seinem Sohn Albus, zu dem er ein gestörtes Verhältnis hat. „Albus leidet darunter, der Sohn des berühmten Harry Potter zu sein. Im Zug freundet er sich ausgerechnet mit Scorpius Malfoy an. Dessen Vater ist Draco Malfoy, einst Erzfeind von Harry Potter“, erzählt Markus Schöttl. Der 42jährige Kärntner spielt Harry Potter.

Im Zauberinternat angekommen, möchten die beiden Burschen beweisen, dass sie talentierte Magier sind. Albus und sein Freund Scorpius unternehmen eine Zeitreise mit einem verbotenen Zeitumkehrer, verändern damit die Vergangenheit und lösen ein Chaos aus, in das sie auch ihre Eltern verwickeln.

Die Abenteuergeschichte ist mit Tanzeinlagen, Kampfszenen und verblüffenden Zaubertricks gespickt. „Alles, was im Film animiert ist, passiert bei uns live auf der Bühne. Die Magie entsteht direkt vor den Augen des Publikums“, erzählt Maik Klokow, der als Produzent für die Umsetzung des Theaterstückes verantwortlich ist.

Insgesamt 1.650 Menschen können dem Spektakel frönen. Es lohnt sich, ein wenig „Sitzfleisch“ mitzubringen. Denn die Aufführung besteht aus zwei Teilen, die jeweils zwei Stunden und 30 Minuten dauern. „Das Theaterstück kann entweder komplett an einem Tag gesehen werden. Zwischen den einzelnen Teilen gibt es dann eine zweistündige Pause. Oder die Besucher entscheiden sich, die Teile an zwei aufeinanderfolgenden Abenden zu genießen“, erklärt Klokow.

Karten für einen der beiden Teile sind ab 49,95 Euro zu haben. Die Karte für das ganze Stück ist zu einem Preis ab 99,90 Euro zu erstehen. „Jeden Freitag werden 40 Karten um 40 Euro verlost“, gibt Klokow einen Tipp. Der Besuch ist mit der Vorstellung aber nicht vorbei. Zum Theater gehören auch ein Souvenirgeschäft und ein Restaurant, in dem sich alles um die Welt der Magie dreht.

Karten gibt es unter der Internetadresse
www.harry-potter-theater.de oder der Telefonnummer 0049 180 6 /934 934. widlak