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Wie ein junges Leben klingt
Seit dem Jahr 2014 begeistert ein junger Mann namens Thorsteinn Einarsson, 23, mit seiner außergewöhnlichen Stimme das Publikum. Der gebürtige Isländer hat in Salzburg und Wien eine zweite Heimat gefunden und mit Hits wie „Leya“ oder „Kryptonite“ ein Millionenpublikum erreicht. Am Freitag, 24. Mai, erscheint sein neues Album „INGI“. Die WOCHE hat den jungen Künstler, der einmal Koch werden wollte, zum Gespräch in den Büroräumen seines Managements Label4 in Kirchham (OÖ) getroffen.
Herr Einarsson, was hat Sie als Isländer zu uns nach Österreich geführt?
Ich war fünf Jahre alt, als ich nach Österreich gekommen bin. Mein Vater, er ist Opernsänger, hat damals am Mozarteum einen Studienplatz bekommen und wir sind von Island nach Salzburg gezogen. Leider haben sich meine Eltern, als ich acht Jahre alt war, scheiden lassen und ich bin mit meiner Mutter wieder retour nach Island. Dann, mit 14 Jahren, holte mich mein Vater zu sich nach Wien. Er hatte ein fixes Engagement an der Wiener Volksoper als Bassbariton. Nachdem das Engagement abgelaufen war, zogen wir wieder nach Salzburg.

Das erste Mal öffentlich wahrgenommen wurden Sie im Jahr 2016 in der Sendung „Die große Chance“. Wie kam es zu dieser Teilnahme?
Ich war Kochlehrling und mein bester Freund Maxi hat mitbekommen, dass ich gerne singe. In unserer Koch-Wohngemeinschaft in Liefering, einem Stadtteil von Salzburg, hat er mich einfach angemeldet. Das Vorsingen fand in Linz beim ORF statt. Ich habe „Ain‘t No Sunshine“ von Bill Withers gesungen und hatte auch schon ein eigenes Lied in der Tasche. Gott sei Dank hat es gefallen und ich kam in die Show, in der ich im Finale den vierten Platz belegte.

Haben Sie musikalische Vorbilder?
Ja, Freddie Mercury, den einstigen Frontman und Sänger von „Queen“. Sein Lied „Bohemian Rhapsody“ ist die größte Nummer für mich, die je geschrieben wurde.

Was machen Sie privat gern?
Also neben der Musik, an der mich wirklich alles interessiert, bin ich ein großer Kino-Anhänger und liebe Comicbücher mit Superhelden wie „The Dark Knight“. Schon als Kind habe ich gerne Kostüme von Superhelden angezogen und mich in deren Welt hineingeträumt.

Gibt es für Sie privat auch ein „Wonder Woman“?
(lacht) Ja, ich bin glücklich vergeben. Meine Freundin ist aus Kärnten und studiert in Wien.

Sie bringen dieser Tage mit „INGI“ ein neues Album auf den Markt. Wie würden Sie den roten Faden, der sich durch die Lieder zieht, beschreiben?
Das Album ist der Soundtrack meines jungen Lebens, den ich mit all den Menschen, die es interessiert, teilen möchte. Ich verarbeite vieles in meinen Liedern. Auch wer mir begegnet, kann sich später in einem Lied wiederfinden (lacht). Auf Oberflächlichkeit möchte ich verzichten.

Termine:
25.5. Langenlois (Open Air),
28.5. Wien (Palais Wertheim),
29.5. Graz (EKZ Shopping Nord),
1.6. Gmunden (Stadtplatz).