Peter Maffay, 77, und
Johannes Oerding, 44:
Mit Zuversicht im Country-Stil
Johannes Oerding, 44:
Mit Zuversicht im Country-Stil
Sie sind Freunde und Kollegen, gemeinsam haben Peter Maffay, 77, und Johannes Oerding, 44, nun das Album „Nashville“ produziert. Sie spielen keinen reinen Country, sondern ließen auch Blues, Pop und Rock einfließen. Der WOCHE-Reporter Steffen Rüth hat mit den beiden gesprochen.
Hallo Herr Maffay, hallo Herr Oerding.
Es ist Montagvormittag, 11.30 Uhr.
Ist das eine gute Zeit, zu der sie beide schon wach, aber noch nicht wieder müde sind?
Peter Maffay (lacht): Wir haben in der Tat unterschiedliche Rhythmen. Ich stehe immer spätestens um sechs Uhr auf, wochentags sowieso, weil die Kleine in die Schule muss. Sechs Uhr bedeutet, dass ich mich um sie kümmern kann, dass wir zusammen frühstücken, dass ich noch schnell zum Supermarkt kann – die machen um sieben auf – falls im Kühlschrank etwas fehlt. Das ist unsere Zeit. Und wenn dann samstags Zeit wäre, länger zu schlafen, schlägt trotzdem meine innere Uhr, und ich folge ihr. Dann fahre ich zum Beispiel gern Fahrrad. Das ist dann meine persönliche Zeit, in die mir keiner reinredet.
Herr Oerding, bei Ihnen ist es wichtig, dass der Supermarkt abends bis Mitternacht geöffnet ist, nicht wahr?
Johannes Oerding: Und vor allem am Sonntag auch der im Hauptbahnhof. Es ist aber keineswegs so, dass Peter
abends um 19 Uhr einnickt, der sitzt trotzdem mit mir bis zwei Uhr im Studio.
Sie beide sind seit Jahren befreundet, haben oft
zusammengearbeitet und mit „Nashville“ jetzt ein Album zusammen gemacht. Wann haben Sie gespürt: Da ist
eine Seelenverwandtschaft?
Oerding: Im Grundsätzlichen ist es die Leidenschaft fürs Musikmachen, die wir teilen. Auf der anderen Seite gibt es auch die Unterschiede der Generation und vielleicht der Sichtweisen. Die Affinität zur Country-Musik hat
uns zunächst dazu gebracht, ein, zwei, drei Lieder zu schreiben. Dann hatte Peter noch einmal zwei, ich auch noch einmal zwei, dann hatten wir fünf, dann zehn – und haben gesagt: Jetzt können wir auch ein Album machen.
Herr Maffay, Sie wirken ausgesprochen agil …
Maffay: Mein Alter hat im Augenblick einfach keine wirkliche Bedeutung. Irgendwann wird das wohl anders sein, aber im Moment, Gott sei Dank, spüre ich das nicht so. Ich habe Beziehungen und Freundschaften mit vielen jüngeren Menschen. Allein in unserer Band spielt schon die nächste Generation mit. Ich habe viel zu tun mit jungen Menschen – die nehmen mich mit, sie motivieren. Das ist bereichernd. Dann vergesse ich ein bisschen die 77 Jahre.
Auf dem neuen Album geht es in Liedern wie „Ein Leben lang ist nicht lang“ oder „Dir gehört die Welt“ vor allem um positive Gefühle, um Dankbarkeit und Zuversicht. Waren das Themen, die Sie beschäftigt haben?
Maffay: Zuversicht, Energie, eine hoffnungsvolle Lebenseinstellung – es gibt genug Menschen, die so etwas gut gebrauchen können, und wir selbst brauchen das manchmal auch. Die Musik ist eigentlich ein Medizinschrank: Du gehst rein, und dann fühlst du dich besser.
Herr Maffay, Sie haben eigentlich schon Ihr Abschieds-Konzert gegeben und nun gehen Sie mit Herrn Oerding im Frühling wieder auf Tour …
Maffay: Wer Johannes kennt, weiß, wie schnell er jemanden mit seiner Energie und Begeisterung anzünden kann. Das ist mir deshalb nicht schwergefallen.
Oerding: Peter ist ähnlich wie ich schnell entflammbar. Aber die Menschen lieben Peter, die flippen förmlich aus, und Peter liebt sie. Warum sollte man ihn da von seinem Publikum fernhalten?
Es ist Montagvormittag, 11.30 Uhr.
Ist das eine gute Zeit, zu der sie beide schon wach, aber noch nicht wieder müde sind?
Peter Maffay (lacht): Wir haben in der Tat unterschiedliche Rhythmen. Ich stehe immer spätestens um sechs Uhr auf, wochentags sowieso, weil die Kleine in die Schule muss. Sechs Uhr bedeutet, dass ich mich um sie kümmern kann, dass wir zusammen frühstücken, dass ich noch schnell zum Supermarkt kann – die machen um sieben auf – falls im Kühlschrank etwas fehlt. Das ist unsere Zeit. Und wenn dann samstags Zeit wäre, länger zu schlafen, schlägt trotzdem meine innere Uhr, und ich folge ihr. Dann fahre ich zum Beispiel gern Fahrrad. Das ist dann meine persönliche Zeit, in die mir keiner reinredet.
Herr Oerding, bei Ihnen ist es wichtig, dass der Supermarkt abends bis Mitternacht geöffnet ist, nicht wahr?
Johannes Oerding: Und vor allem am Sonntag auch der im Hauptbahnhof. Es ist aber keineswegs so, dass Peter
abends um 19 Uhr einnickt, der sitzt trotzdem mit mir bis zwei Uhr im Studio.
Sie beide sind seit Jahren befreundet, haben oft
zusammengearbeitet und mit „Nashville“ jetzt ein Album zusammen gemacht. Wann haben Sie gespürt: Da ist
eine Seelenverwandtschaft?
Oerding: Im Grundsätzlichen ist es die Leidenschaft fürs Musikmachen, die wir teilen. Auf der anderen Seite gibt es auch die Unterschiede der Generation und vielleicht der Sichtweisen. Die Affinität zur Country-Musik hat
uns zunächst dazu gebracht, ein, zwei, drei Lieder zu schreiben. Dann hatte Peter noch einmal zwei, ich auch noch einmal zwei, dann hatten wir fünf, dann zehn – und haben gesagt: Jetzt können wir auch ein Album machen.
Herr Maffay, Sie wirken ausgesprochen agil …
Maffay: Mein Alter hat im Augenblick einfach keine wirkliche Bedeutung. Irgendwann wird das wohl anders sein, aber im Moment, Gott sei Dank, spüre ich das nicht so. Ich habe Beziehungen und Freundschaften mit vielen jüngeren Menschen. Allein in unserer Band spielt schon die nächste Generation mit. Ich habe viel zu tun mit jungen Menschen – die nehmen mich mit, sie motivieren. Das ist bereichernd. Dann vergesse ich ein bisschen die 77 Jahre.
Auf dem neuen Album geht es in Liedern wie „Ein Leben lang ist nicht lang“ oder „Dir gehört die Welt“ vor allem um positive Gefühle, um Dankbarkeit und Zuversicht. Waren das Themen, die Sie beschäftigt haben?
Maffay: Zuversicht, Energie, eine hoffnungsvolle Lebenseinstellung – es gibt genug Menschen, die so etwas gut gebrauchen können, und wir selbst brauchen das manchmal auch. Die Musik ist eigentlich ein Medizinschrank: Du gehst rein, und dann fühlst du dich besser.
Herr Maffay, Sie haben eigentlich schon Ihr Abschieds-Konzert gegeben und nun gehen Sie mit Herrn Oerding im Frühling wieder auf Tour …
Maffay: Wer Johannes kennt, weiß, wie schnell er jemanden mit seiner Energie und Begeisterung anzünden kann. Das ist mir deshalb nicht schwergefallen.
Oerding: Peter ist ähnlich wie ich schnell entflammbar. Aber die Menschen lieben Peter, die flippen förmlich aus, und Peter liebt sie. Warum sollte man ihn da von seinem Publikum fernhalten?








