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Ausgabe Nr. 43/2026 vom 21.10.2026, Fotos: GEPA, Imago, APA-Images, Facebook
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Hat sich nach Verletzungen nach oben gekämpft.
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Die Familie steht hinter ihm.
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Schneller Aufschläger und guter Rückschläger.
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Mit Hund und Freundin.
Tennis-Ass Alexander Zverev, 29, besteigt den Ranglisten-Thron: „Omas Goldketterl trage ich als Talisman sogar beim Schlafen“
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Er servierte im Schatten von Novak Djokovic, 39, und spielte die dritte Geige hinter Carlos Alcaraz, 23, und Jannik Sinner, 25.

Doch heuer gewann Alexander Zverev, 29, zwei der größten Turniere. Jetzt soll der Deutsche in Wien antreten.
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Drei goldene Ketterln baumeln seit Alexander Zverevs, 29, Kindheit um seinen Hals, vorm Rückschlag saugt er sie gerne in den Mund ein und lutscht daran. „Andere haben Tätowierungen, ich trage diese Ketten samt Widder-Anhänger als Zeichen der Verbundenheit mit meiner Mutter Irina, meinem Bruder Mischa und meiner Oma Natalia“, verrät er. Es gibt sogar eine Ordnung, wie die Kettchen auf der Brust liegen müssen. „Wenn die nicht stimmt, kann ich abends nicht einschlafen.“

Zverev trug die Ketterln beim US-Open-Erfolg heuer ebenso wie beim French-Open-Triumph, seinem ersten Grand-Slam-Sieg im 41. Anlauf. Nun ist fix, dass der Hamburger (D) demnächst in der Weltrangliste als zweiter Deutscher nach Boris Becker, 58, zur Nummer eins der Tenniswelt aufsteigen wird. Selbst dann, wenn er beim Erste-Bank-Open in der Wiener Stadthalle (26.10.–1.11.) antreten sollte und nicht gewinnt. Dass er dies nur aufgrund von Verletzungen Jannik Sinners, 25, und Carlos Alcaraz‘, 23, schaffte, will Bruder Mischa, 39, nicht gelten lassen. „Die anderen waren nicht fit, als es darauf ankam“, sagt er. „Alexander schon, obwohl er älter ist.“

Vom Vater Alexander sen., 66, trainiert, vom Bruder gemanagt, von Oma Natalia, 78, regelmäßig angefeuert, kann sich der Athlet auf seinen russisch-stämmigen „Zverev-Clan“ verlassen. Auch wenn die „Familien-Gehirnwäsche“ oft kritisiert wurde, die mit Schuld daran ist, dass prominente Trainer des Athleten wie Ivan Lendl, 66, oder Sergi Bruguera, 55, rasch wieder das Weite suchten.

Auf dem Tennisplatz hat „Sascha“, wie er gerufen wird, die höchste Quote an ersten Aufschlägen. Sein Temposchnitt von 204 km/h ebnet oft den Weg zum Sieg, sein endloses Aufpäppeln der Bälle frustriert die Gegner dabei. Ob absichtlich, ist schwer zu sagen, denn Zverevs Persönlichkeit ist zwiespältig, seine mitunter rüpelhafte Art problematisch.

„Es gibt viele Menschen, die mich hassen“, glaubt er zu wissen. „Das ist okay so, nicht jeder muss mich lieben.“ Doch die Vorwürfe von zwei Ex-Partnerinnen, eine ist die Mutter seiner unehelichen Tochter Mayla, 5, wegen häuslicher Gewalt belasten seinen Ruf bis heute, auch wenn es weder Beweise noch Verurteilungen gab.

Das Tennis-Ass hätte gewürgt und geschlagen, geistig und körperlich Gewalt ausgeübt, hieß es. Doch es gibt auch noch die andere, weiche, liebevolle Seite des Tennishelden, der auf seine zwei Dackel „Mischka“ und „Bubi“ geradezu fixiert ist. „Sie dürfen bei mir alles, sogar im Bett schlafen und meine Hauspatschen zerfetzen“, gibt er zu. Auch für Oma Natalia würde er jedes Opfer bringen. „Als Großvater starb, haben wir sie gleich von Russland zu uns geholt“, erzählt er.

Zverevs Stoffwechsel funktioniert für einen Sportler ungewöhnlich. „Ich habe wenig Appetit, muss mich zum Essen zwingen und komme oft ein paar Kilo leichter vom Urlaub zurück“, gibt er zu. Vielleicht liegt dies auch an seiner Diabetes-Typ-1-Erkrankung, die er öffentlich machte. „Ich leide seit meinem vierten Lebensjahr an dieser Krankheit und will beweisen, dass man es damit ganz nach oben schaffen kann“, versichert der Deutsche, der auch eine Stiftung ins Leben rief, die erkrankte Kinder und Jugendliche unterstützt.

Privat ist er seit fünf Jahren mit der Schauspielerin Sophia Thomalla, 37, liiert, die gern humorig über seinen „Ordnungswahn“ berichtet. „Alexander ist unfassbar sauber, bei ihm muss von den Schuhen bis zur Zahnpasta immer alles gerade stehen“, berichtet sie lachend.
wk
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