Im Sport regiert immer mehr das Geld: Seid umschlungen, Millionen
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Das Motto in der Sportwelt scheint zunehmend „teurer, lukrativer und habgieriger“ zu lauten. Das Geld ist der treibende Motor.
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Dort, wo das runde Leder rollt, klingeln seit Jahren die Kassen, doch der als „Mr. Habgier“ in die Geschichte eingehende FIFA-Präsident Gianni Infantino, 56, sprengte zuletzt nochmals alle Grenzen.
Kostete die billigste Eintrittskarte zum Finale der Weltmeisterschaft im Jahr 2022 noch rund € 540,–, steigerte er es heuer in Amerika auf € 1.800,– und ließ die gesamten WM-Einnahmen von fünf auf acht Milliarden Euro ansteigen. Bei der diesjährigen WM wurden sogar Trinkpausen eingeführt, um Werbung zeigen zu können, und die Halbzeit des Finales wurde von 15 auf 30 Minuten verlängert, was alleine zwei Milliarden Euro einbrachte.
Damit nicht genug, Infantino will die Zahl der Teilnehmer noch einmal erhöhen, nachdem er dies bereits für heuer auf 48 Teams durchgesetzt hatte. Die WM 2030 soll sogar mit 64 Mannschaften durchgeführt werden, zudem plante er, ein Fünftel der WM-Rechte an private Investoren zu verhökern, um ein Körberlgeld von 3,7 Milliarden Euro zu erhalten.
„Infantino ist eine Katastrophe, er hat jeden Bezug zur Realität verloren“, klagt der ehemalige deutsche Europameister Markus Babbel, 54. „Wie kann sich jemand für Geld nur so prostituieren?“
Im Klubfußball läuft es allerdings kaum anders, soeben wurde der englische Klub Manchester City der Tatsache überführt, seit 2009 systematisch gegen jene Finanzregeln verstoßen zu haben, die für Fairness sorgen sollen. Mit Schein-Sponsorverträgen bezahlte der Klub-Besitzer, Scheich Mansour bin Zayid Al Nahyan, 55, Kickern und Betreuern horrende Gehälter, nun steht sogar ein Zwangsabstieg im Raum.
Dabei steht der Fußball in seiner Gigantomanie nicht alleine da. Es gibt Olympische Winterspiele in Peking (China) oder Sotschi (Russland) und Formel-1-Rennen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), denn gespielt und gekämpft wird dort, wo die Ölscheichs Millionen zahlen oder sich Länder fern aller Menschenrechte ein sauberes Image erkaufen.
Immer mehr Turniere und Rennen sollen noch mehr Zuschauer und Fernseh-Sendezeit garantieren. Obwohl die Formel-1-WM mit 24 Rennwochenenden schon am Limit ist, möchte der Organisator Stefano Domenicali, 61, die Samstags-Sprintrennen 2027 auf zehn erhöhen, was in Summe 34 Rennen bedeuten wird.
Der Schi-Weltverband FIS wiederum plant, ab 2030 die WM jährlich statt wie bisher alle zwei Jahre durchzuführen, was auf großen Widerstand stößt. „Das würde diesen wichtigen Bewerb total entwerten“, glaubt der Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen, 25.
Obwohl unter den Athleten Tennis als lukrativster Sport überhaupt gilt, wo bereits eine verlorene erste Runde in Wimbledon € 93.000,– bringt, drohen Top-Athletinnen wie Aryna Sabalenka, 28, mit Boykott, wenn sie künftig nicht noch mehr Geld bekommen.
Und selbst im Springreiten wurde zuletzt mit der „Premier Jumping League“ des US-Milliardärs Frank McCourt jr., 73, eine Turnierserie angekündigt, die mit 90 Millionen Euro Preisgeld pro Jahr alles bisherige verdreifacht. „Da sind aber noch viele Details der Abwicklung unklar“, ist unser bester Springreiter Max Kühner, 52, skeptisch. Denn dass manche Millionenprojekte nur Sternschnuppen sind, die verglühen, zeigt die von Saudi-Arabien mit viereinhalb Milliarden Euro finanzierte Golf-Liga „LIV“, die seit 2021 die Super-Asse der Szene ködert und nun vor der Insolvenz steht.
Für die Zuschauer bedeutet dies, dass Karten kaum noch leistbar sind und für Fernseh-Schmankerl teuer bezahlt werden muss. Für die bereits mit 41 Jahren verstorbene Basketball-Legende Kobe Bryant stand aber auch die „Seele“ der Athleten auf dem Spiel. „Wenn nur noch das Geld regiert, verlieren die Sportler den Respekt vorm Sport und letztlich vor sich selbst“, glaubte er.
Kostete die billigste Eintrittskarte zum Finale der Weltmeisterschaft im Jahr 2022 noch rund € 540,–, steigerte er es heuer in Amerika auf € 1.800,– und ließ die gesamten WM-Einnahmen von fünf auf acht Milliarden Euro ansteigen. Bei der diesjährigen WM wurden sogar Trinkpausen eingeführt, um Werbung zeigen zu können, und die Halbzeit des Finales wurde von 15 auf 30 Minuten verlängert, was alleine zwei Milliarden Euro einbrachte.
Damit nicht genug, Infantino will die Zahl der Teilnehmer noch einmal erhöhen, nachdem er dies bereits für heuer auf 48 Teams durchgesetzt hatte. Die WM 2030 soll sogar mit 64 Mannschaften durchgeführt werden, zudem plante er, ein Fünftel der WM-Rechte an private Investoren zu verhökern, um ein Körberlgeld von 3,7 Milliarden Euro zu erhalten.
„Infantino ist eine Katastrophe, er hat jeden Bezug zur Realität verloren“, klagt der ehemalige deutsche Europameister Markus Babbel, 54. „Wie kann sich jemand für Geld nur so prostituieren?“
Im Klubfußball läuft es allerdings kaum anders, soeben wurde der englische Klub Manchester City der Tatsache überführt, seit 2009 systematisch gegen jene Finanzregeln verstoßen zu haben, die für Fairness sorgen sollen. Mit Schein-Sponsorverträgen bezahlte der Klub-Besitzer, Scheich Mansour bin Zayid Al Nahyan, 55, Kickern und Betreuern horrende Gehälter, nun steht sogar ein Zwangsabstieg im Raum.
Dabei steht der Fußball in seiner Gigantomanie nicht alleine da. Es gibt Olympische Winterspiele in Peking (China) oder Sotschi (Russland) und Formel-1-Rennen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), denn gespielt und gekämpft wird dort, wo die Ölscheichs Millionen zahlen oder sich Länder fern aller Menschenrechte ein sauberes Image erkaufen.
Immer mehr Turniere und Rennen sollen noch mehr Zuschauer und Fernseh-Sendezeit garantieren. Obwohl die Formel-1-WM mit 24 Rennwochenenden schon am Limit ist, möchte der Organisator Stefano Domenicali, 61, die Samstags-Sprintrennen 2027 auf zehn erhöhen, was in Summe 34 Rennen bedeuten wird.
Der Schi-Weltverband FIS wiederum plant, ab 2030 die WM jährlich statt wie bisher alle zwei Jahre durchzuführen, was auf großen Widerstand stößt. „Das würde diesen wichtigen Bewerb total entwerten“, glaubt der Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen, 25.
Obwohl unter den Athleten Tennis als lukrativster Sport überhaupt gilt, wo bereits eine verlorene erste Runde in Wimbledon € 93.000,– bringt, drohen Top-Athletinnen wie Aryna Sabalenka, 28, mit Boykott, wenn sie künftig nicht noch mehr Geld bekommen.
Und selbst im Springreiten wurde zuletzt mit der „Premier Jumping League“ des US-Milliardärs Frank McCourt jr., 73, eine Turnierserie angekündigt, die mit 90 Millionen Euro Preisgeld pro Jahr alles bisherige verdreifacht. „Da sind aber noch viele Details der Abwicklung unklar“, ist unser bester Springreiter Max Kühner, 52, skeptisch. Denn dass manche Millionenprojekte nur Sternschnuppen sind, die verglühen, zeigt die von Saudi-Arabien mit viereinhalb Milliarden Euro finanzierte Golf-Liga „LIV“, die seit 2021 die Super-Asse der Szene ködert und nun vor der Insolvenz steht.
Für die Zuschauer bedeutet dies, dass Karten kaum noch leistbar sind und für Fernseh-Schmankerl teuer bezahlt werden muss. Für die bereits mit 41 Jahren verstorbene Basketball-Legende Kobe Bryant stand aber auch die „Seele“ der Athleten auf dem Spiel. „Wenn nur noch das Geld regiert, verlieren die Sportler den Respekt vorm Sport und letztlich vor sich selbst“, glaubte er.
Kreuziger
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