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Ausgabe Nr. 38/2026 vom 16.09.2026, Fotos: GEPA pictures, APA-Images (2), facebook, instagram
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Bezzecchi hat stets den
Zauberwürfel bei Rennen dabei.
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Marc Márquez mit Freundin Gemma Pinto.
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Jorge Martin hält viel von Mentaltraining.
MotoGP – Titeldreikampf in Spielberg (Steiermark):
Sturzkönig, Gehirnwellenlenker
und Würfel-Meister
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Die MotoGP-WM verspricht am Wochenende in Spielberg (Stmk., 18.-20.9.) spannendere Duelle denn je. Die drei Piloten Jorge Martin, 28, Marc Márquez, 33, und Marco Bezzecchi, 27, kämpfen um den Sieg.
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Wenn die schnellsten Feuerstuhl-Piloten der Welt in diesem Jahr erstmals statt im August im September nach Spielberg (Stmk.) kommen, liegt bereits eine kuriose Saison hinter ihnen.

„Mehr denn je führen heuer Verletzungen und Aussetzer in der WM die Regie“, glaubt der Schweizer Experte und Ex-Fahrer Tom Lüthi, 40, nach bisher sieben verschiedenen Saisonsiegern sowie etlichen Höhenflügen und Krisen diverser Helden.

Erstaunlicherweise ist mit Jorge Martin, 28, immer noch jener Pilot punktegleich mit Marc Márquez in Führung, der in 14 Rennen nur einen einzigen Sieg erringen konnte, der aber durch seine Konstanz und drei Sprint-Erfolge den Anschluss hält. „Ich glaube trotzdem nicht, dass ich heuer Favorit auf den Titel bin und sehe bei meiner Leistung noch reichlich Luft nach oben“, schränkt er ein.

Bemerkenswert ist das Mentaltraining, mit dem der Spanier in die Rennen geht. „Ich steuere mein Adrenalin und meine Gehirnwellen durch Musikstücke, die ich in präzisen Abfolgen über Kopfhörer wahrnehme“, erklärt er. Um mentale Verspannungen gleichermaßen wie steife Muskeln zu verhindern, hört er in einer ärztlich überwachten Reihenfolge in strikten Minuten-Intervallen zuerst ruhige Musik, um die Herzfrequenz zu senken, danach Bass-dominierte Rhythmen und dicht vorm Rennen harte Hip-Hop-Musik, um das Adrenalin wieder anzukurbeln.

Punktegleich mit ihm führt der siebenfache MotoGP-Weltmeister Marc Márquez, 33, der nach einem schwachen Saisonbeginn fünf der vergangenen sieben Rennen gewann und für viele der erklärte Titel-Favorit ist. Mit seinem achten Titel würde der Spanier Giacomo Agostinis, 84, ewigen Rekord einstellen. Allerdings verschwieg der „Sturzkönig“, der trotz seiner Millionenverdienste auf Luxus und Steuerparadiese verzichtet, zuletzt große gesundheitliche Probleme.

Seit einem Sturz in Indonesien drücken Schrauben und Knochensplitter seiner verletzten rechten Schulter auf entscheidende Nerven der Armkontrolle. „Marc fährt heuer sozusagen nur mit eineinhalb Armen, sein rechter Bizeps hat nur noch die Hälfte der Kraft seines linken“, verrät sein Arzt Dr. Samuel Antuña.

Der Ducati-Pilot veröffentlichte zudem ein Foto, das den enormen Muskelschwund am rechten Oberarm zeigt.

Überraschend hat gleich zu Saisonbeginn Marco Bezzecchi, 27, die ersten drei Rennen gewonnen und später in Italien noch einen Sieg nachgelegt. Ein Schlüsselbeinbruch am Sachsenring (Deutschland), ein Ausfall in Ungarn und eine Disqualifikation in Tschechien nach einem Streit mit einem Ordner hatten seinen Durchmarsch jedoch jäh beendet. Bezzecchi hat nach eigenen Angaben stets „Rubiks Zauberwürfel“ bei den Rennen dabei, den er in Rekordzeit lösen kann. „Der Würfel hilft mir, Stress abzubauen, durchblutet meine Finger und ist eine intellektuelle Herausforderung“, erklärt er diese Leidenschaft. Sogar seinen Hund, einen Pitbull, hat er nach dem Würfel „Rubik“ benannt. Er besitzt ein von einem Künstler aus hunderten Würfeln gestaltetes Porträt von sich selbst und die Zauberwürfel sind auch schon auf seinem Helm abgebildet.

In Spielberg hat der Italiener im Vorjahr zwar die Pole-Position erobert, trotzdem gilt der steirische Kurs als klassische Ducati-Strecke, die für den rekonvaleszenten Piloten schwer zu knacken sein wird, der in der WM derzeit 33 Punkte Rückstand auf Márquez und Martin aufweist. W. Kreuziger
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