Ausgabe Nr. 37/2026 vom 09.09.2026, Fotos: Werner Schneider, HillClimbFans, Nicola Bionda
Steirischer „Rallye-Opa“
Rupert Schwaiger:
Auch mit 78 Jahren nur Vollgas
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Auch mit 78 Jahren nur Vollgas
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Mehr als 64 Jahre ist es her, dass Rupert Schwaiger erstmals einen Renn-Boliden bestieg. Mit 78 Jahren zeigt der Steirer den Konkurrenten noch, wo der Bartl den Most holt.
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Nur selten, wenn er in seinem gelb-grünen Porsche 911 3,5 BI-Turbo mit 240 km/h über heimische Bergstraßen brettert und die Kurven eng werden, erwägt Rupert Schwaiger, 78, zu bremsen.
„Dann wird mir manchmal doch etwas mulmig“, gibt er zu. „Aber da muss ich durch und darf trotzdem nicht vom Gas gehen.“
Lässt er im Boliden den Motor aufheulen, dann macht Schwaiger freilich das, was ihm an jugendlicher Spritzigkeit fehlt, durch unglaubliche Routine wett. Mehr als 64 Jahre Rennsport sowie rund 400 Bewerbe liegen hinter ihm und immer noch zeigt er beim Spiel mit Kupplung, Bremse und Kurventraktion der jüngeren Konkurrenz regelmäßig die Grenzen auf.
„Ich konnte heuer in St. Andrä-Höch wieder eine Rallye gewinnen und liege auch in der Klasse 1 der heimischen Staatsmeisterschaft in Führung“, freut sich der rasende Pensionist. Kommende Woche startet er beim Bergrallye-Cup in Marktl bei Straden (Stmk.), danach könnte er beim letzten Berg-Staatsmeisterschaftslauf in St. Agatha (OÖ) seinen zwölften heimischen Meistertitel fixieren. Auch 21 Gesamtsiege im Bergrallye-Cup gelangen ihm bereits.
„Ich habe so viele Trophäen und Rennen gewonnen, dass ich schon den Überblick verloren habe“, verrät er lachend.
Begonnen hat Schwaiger seine sportliche Karriere 1962 als junger Mann, unmittelbar nach seiner Führerscheinprüfung, bei klassischen Rallyes. „Anfangs saß meine unerschrockene Frau Maria noch als Beifahrerin bei mir im Auto, die mich später jahrzehntelang zu den Rennen begleitete“, erinnert er sich, der später in den 80er Jahren den Bergrallyesport für sich entdeckte.
„Ich habe meinen ersten Rallye-Porsche 1982 um 40.000 Schilling gebraucht gekauft. Um das Geld kriegt man heute nur zwei Garnituren Reifen“, sagt der Fahrer schmunzelnd, der heute auch privat einen Porsche pilotiert und der Marke treu geblieben ist.
Viele Rallye-Experten rätseln, wie es der Steirer schafft, immer noch an der Spitze mitzurasen.
„Ich bin gesund, soweit es eben für mein Alter möglich ist“, glaubt Schwaiger, der im steirischen Ort Koglhof lebt und durch viel Arbeit im Grünen in Bewegung bleibt. „Unser Garten ist mein ganzer Stolz und überall mit verschiedenen Blumen und Sträuchern bepflanzt“, berichtet er.
„Meine Frau sucht aus, was gepflanzt wird, und ich setze alles ein, erledige aber auch viel Holzarbeit.“ Abseits dessen hält er sich durch Radfahren und Schwimmen fit, denn nur wenn bei der ärztlichen Untersuchung alle Werte passen, erhält er die Lizenz zum Rallyefahren. Günstig ist, dass die kurzen Fahrzeiten im Bergrallyesport auch älteren Semestern noch das Mitfahren ermöglicht, denn das System sieht vor, dass die Fahrer nacheinander eine bis zu acht Kilometer umfassende Rennstrecke gegen die Uhr bewältigen, was nur wenige Minuten dauert.
Überdies wird Schwaiger von Sohn Michael, 52, perfekt unterstützt, der die PS-Leidenschaft des Vaters teilt und den Renn-Porsche herrichtet.
„Ich bin seit meinem achten Lebensjahr mit meinem Vater auf Rennstrecken unterwegs“, erzählt der 52jährige, der aber selbst nie aufs Gas steigen wollte. „Mich interessiert mehr die technische Seite des Sports“, betont Michael Schwaiger, der hauptberuflich eine Porsche-Werkstatt leitet und fast seine ganze Freizeit fürs Herumschrauben am väterlichen Boliden opfert.
„Wenn mein Sohn nicht alles dafür herrichten würde, dass ich nur mehr einsteigen und Gas geben muss, hätte ich den Rallyesport schon vor zehn Jahren an den Nagel gehängt“, gibt der Vater zu. W. Kreuziger
„Dann wird mir manchmal doch etwas mulmig“, gibt er zu. „Aber da muss ich durch und darf trotzdem nicht vom Gas gehen.“
Lässt er im Boliden den Motor aufheulen, dann macht Schwaiger freilich das, was ihm an jugendlicher Spritzigkeit fehlt, durch unglaubliche Routine wett. Mehr als 64 Jahre Rennsport sowie rund 400 Bewerbe liegen hinter ihm und immer noch zeigt er beim Spiel mit Kupplung, Bremse und Kurventraktion der jüngeren Konkurrenz regelmäßig die Grenzen auf.
„Ich konnte heuer in St. Andrä-Höch wieder eine Rallye gewinnen und liege auch in der Klasse 1 der heimischen Staatsmeisterschaft in Führung“, freut sich der rasende Pensionist. Kommende Woche startet er beim Bergrallye-Cup in Marktl bei Straden (Stmk.), danach könnte er beim letzten Berg-Staatsmeisterschaftslauf in St. Agatha (OÖ) seinen zwölften heimischen Meistertitel fixieren. Auch 21 Gesamtsiege im Bergrallye-Cup gelangen ihm bereits.
„Ich habe so viele Trophäen und Rennen gewonnen, dass ich schon den Überblick verloren habe“, verrät er lachend.
Begonnen hat Schwaiger seine sportliche Karriere 1962 als junger Mann, unmittelbar nach seiner Führerscheinprüfung, bei klassischen Rallyes. „Anfangs saß meine unerschrockene Frau Maria noch als Beifahrerin bei mir im Auto, die mich später jahrzehntelang zu den Rennen begleitete“, erinnert er sich, der später in den 80er Jahren den Bergrallyesport für sich entdeckte.
„Ich habe meinen ersten Rallye-Porsche 1982 um 40.000 Schilling gebraucht gekauft. Um das Geld kriegt man heute nur zwei Garnituren Reifen“, sagt der Fahrer schmunzelnd, der heute auch privat einen Porsche pilotiert und der Marke treu geblieben ist.
Viele Rallye-Experten rätseln, wie es der Steirer schafft, immer noch an der Spitze mitzurasen.
„Ich bin gesund, soweit es eben für mein Alter möglich ist“, glaubt Schwaiger, der im steirischen Ort Koglhof lebt und durch viel Arbeit im Grünen in Bewegung bleibt. „Unser Garten ist mein ganzer Stolz und überall mit verschiedenen Blumen und Sträuchern bepflanzt“, berichtet er.
„Meine Frau sucht aus, was gepflanzt wird, und ich setze alles ein, erledige aber auch viel Holzarbeit.“ Abseits dessen hält er sich durch Radfahren und Schwimmen fit, denn nur wenn bei der ärztlichen Untersuchung alle Werte passen, erhält er die Lizenz zum Rallyefahren. Günstig ist, dass die kurzen Fahrzeiten im Bergrallyesport auch älteren Semestern noch das Mitfahren ermöglicht, denn das System sieht vor, dass die Fahrer nacheinander eine bis zu acht Kilometer umfassende Rennstrecke gegen die Uhr bewältigen, was nur wenige Minuten dauert.
Überdies wird Schwaiger von Sohn Michael, 52, perfekt unterstützt, der die PS-Leidenschaft des Vaters teilt und den Renn-Porsche herrichtet.
„Ich bin seit meinem achten Lebensjahr mit meinem Vater auf Rennstrecken unterwegs“, erzählt der 52jährige, der aber selbst nie aufs Gas steigen wollte. „Mich interessiert mehr die technische Seite des Sports“, betont Michael Schwaiger, der hauptberuflich eine Porsche-Werkstatt leitet und fast seine ganze Freizeit fürs Herumschrauben am väterlichen Boliden opfert.
„Wenn mein Sohn nicht alles dafür herrichten würde, dass ich nur mehr einsteigen und Gas geben muss, hätte ich den Rallyesport schon vor zehn Jahren an den Nagel gehängt“, gibt der Vater zu. W. Kreuziger
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