Ausgabe Nr. 35/2026 vom 26.08.2026, Fotos: Tiroler Zugspitz Arena/Zotz Lea, zvg, Tiroler Zugspitzbahn/Franz Oss
Zeitreise auf den Berg
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Die Tiroler Zugspitzbahn ist 100 Jahre alt. In nur zehn Minuten bringt sie die Besucher von
Ehrwald (T) auf die Zugspitze, wo sich neben der schönen Aussicht auch ein Museum befindet.
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Es war ein Wettstreit unter Nachbarn, den schließlich die Tiroler gewannen. Das Ziel der Begierde war die Zugspitze.
Der 2.962 Meter hohe Berg markiert die Grenze zwischen Tirol und Bayern in Deutschland. Im Süden liegt der Zugspitze das Tiroler Dorf Ehrwald zu Füßen. Im Norden ist es die deutsche Stadt Garmisch-Partenkirchen.
Beide Seiten wollten eine Seilbahn auf den Berg bauen. Im Juli 1926 wurde in der Gemeinde Ehrwald nach nur zweijähriger Bauzeit die erste Seilbahn in Betrieb genommen. Sie endete 160 Meter unterhalb des Gipfels der Zugspitze.
„Die Zugspitzbahn war die erste Seilbahn Tirols und nach der Rax-Seilbahn in Niederösterreich die zweite Personenseilbahn unseres Landes“, erzählt Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn anlässlich des 100jährigen Jubiläums.
Die Bauarbeiten waren ein technisches und finanzielles Wagnis. Schließlich musste schweres Material zu Fuß über viele hundert Höhenmeter nach oben transportiert werden. Als treibende Kraft hinter dem Projekt galt Hermann Stern. Er koordinierte Verhandlungen, organisierte Kapital und überzeugte Entscheidungsträger von der wirtschaftlichen Bedeutung der Bahn. Die Region Außerfern befand sich nach dem Ersten Weltkrieg in einer schwierigen Situation. Stern erkannte, dass eine Seilbahn den Tourismus ankurbeln kann.
Anfangs gondelten nur zwei Kabinen nach oben, in die jeweils 19 Passagiere passten. „Die Fahrt dauerte damals 18 Minuten“, sagt Dengg. Heute überwindet die Bahn, die mittlerweile bis zum Gipfel reicht, 1.725
Höhenmeter in nur zehn Minuten. Zwei Panorama-Kabinen mit großen Fenstern transportieren jeweils 100 Personen auf den Berg. Oben angelangt, genießen die Gäste den Ausblick auf 400 Berggipfel. „An klaren Tagen reicht die Sichtweite bis nach Deutschland, Italien und die Schweiz. Ins Blickfeld rücken der Münchner Fernsehturm und markante Gipfel wie der 3.798 Meter hohe Großglockner, die 3.768 Meter hohe Wildspitze in Tirol und der 4.048 Meter hohe Piz Bernina in der Schweiz“, sagt der Tiroler.
Direkt an der Bergstation gibt ein neu gestaltetes Erlebnismuseum Einblick in den Bau der Seilbahn. Interaktive Stationen, historische Originalaufnahmen und eine Kabine aus dem Jahr 1978 gehören zu den Ausstellungsobjekten. Eine Glasfront bietet den Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Ein Glasboden ermöglicht zudem den Blick in die Tiefe. Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist ein Kaleidoskop, das die Gäste betreten können. „Es lässt alpine Impressionen, Licht und Spiegelungen in einer überdimensionalen Kugel zu einer unendlichen Bilderwelt verschwimmen.“ In der benachbarten Schneekristall-Welt erfahren die Besucher außerdem anschaulich wie eine Schneeflocke aussieht.
Wer auf die Zugspitze fährt, will meist auch zum Gipfelkreuz. Es befindet sich auf der deutschen Seite auf dem Ostgipfel. Auf einer Aussichtsterrasse können die Gäste von unserer Seite auf die der deutschen Nachbarn spazieren. Das Gipfelkreuz wurde im vergangenen Jahr restauriert. Das fast sechs Meter hohe und 300 Kilo schwere Kreuz glänzt dank seiner Beschichtung mit Blattgold im Sonnenlicht. Ein derart pompöses Kreuz hat seinen Grund, ist doch die Zugspitze der höchste Berg
Deutschlands.
Von der Bergstation zum Gipfelkreuz sind es zwar nur 50 Meter, doch der Pfad ist für ungeübte Wanderer tückisch. Aus diesem Grund wurde ein zweites Gipfelkreuz in der Bergstation aufgestellt, damit jeder Gast ein Erinnerungsfoto machen kann.
Ursprünglich war der Westgipfel auf der Tiroler Seite um zwei Meter höher als der Ostgipfel, auf dem heute das Kreuz steht. Im Jahr 1938 wurde er für eine geplante Flugleitstelle der Wehrmacht gesprengt, die jedoch nie gebaut wurde.
Nach den Eindrücken können sich die Urlauber im Panorama-Restaurant stärken. Die Gaststätte wird sogar bei zwei speziellen Ausflügen angesteuert. Bei den Sonnenaufgangs-Fahrten (€ 105,– p.P.) ab 5.50 Uhr gelangen die Besucher als Erste auf den Berg und genießen im Lokal ein Frühstück. Bei den Fondue-Abenden (€ 115,– p.P.) stehen frittierte Fleischstücke und der Blick auf die untergehende Sonne im Mittelpunkt.
Die Zugspitze lässt sich zwar auch zu Fuß erklimmen, allerdings ist dafür alpine Erfahrung notwendig. Josef Naus war im Jahr 1820 der Erste, dem dieses Kunststück gelang.
Tagesgäste können zudem mit der Luftseilbahn dem Zugspitzplatt auf der deutschen Seite einen Besuch abstatten. Dort erwartet sie ein Gletscherrundweg rund um das Eisfeld. widlak
Der 2.962 Meter hohe Berg markiert die Grenze zwischen Tirol und Bayern in Deutschland. Im Süden liegt der Zugspitze das Tiroler Dorf Ehrwald zu Füßen. Im Norden ist es die deutsche Stadt Garmisch-Partenkirchen.
Beide Seiten wollten eine Seilbahn auf den Berg bauen. Im Juli 1926 wurde in der Gemeinde Ehrwald nach nur zweijähriger Bauzeit die erste Seilbahn in Betrieb genommen. Sie endete 160 Meter unterhalb des Gipfels der Zugspitze.
„Die Zugspitzbahn war die erste Seilbahn Tirols und nach der Rax-Seilbahn in Niederösterreich die zweite Personenseilbahn unseres Landes“, erzählt Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn anlässlich des 100jährigen Jubiläums.
Die Bauarbeiten waren ein technisches und finanzielles Wagnis. Schließlich musste schweres Material zu Fuß über viele hundert Höhenmeter nach oben transportiert werden. Als treibende Kraft hinter dem Projekt galt Hermann Stern. Er koordinierte Verhandlungen, organisierte Kapital und überzeugte Entscheidungsträger von der wirtschaftlichen Bedeutung der Bahn. Die Region Außerfern befand sich nach dem Ersten Weltkrieg in einer schwierigen Situation. Stern erkannte, dass eine Seilbahn den Tourismus ankurbeln kann.
Anfangs gondelten nur zwei Kabinen nach oben, in die jeweils 19 Passagiere passten. „Die Fahrt dauerte damals 18 Minuten“, sagt Dengg. Heute überwindet die Bahn, die mittlerweile bis zum Gipfel reicht, 1.725
Höhenmeter in nur zehn Minuten. Zwei Panorama-Kabinen mit großen Fenstern transportieren jeweils 100 Personen auf den Berg. Oben angelangt, genießen die Gäste den Ausblick auf 400 Berggipfel. „An klaren Tagen reicht die Sichtweite bis nach Deutschland, Italien und die Schweiz. Ins Blickfeld rücken der Münchner Fernsehturm und markante Gipfel wie der 3.798 Meter hohe Großglockner, die 3.768 Meter hohe Wildspitze in Tirol und der 4.048 Meter hohe Piz Bernina in der Schweiz“, sagt der Tiroler.
Direkt an der Bergstation gibt ein neu gestaltetes Erlebnismuseum Einblick in den Bau der Seilbahn. Interaktive Stationen, historische Originalaufnahmen und eine Kabine aus dem Jahr 1978 gehören zu den Ausstellungsobjekten. Eine Glasfront bietet den Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Ein Glasboden ermöglicht zudem den Blick in die Tiefe. Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist ein Kaleidoskop, das die Gäste betreten können. „Es lässt alpine Impressionen, Licht und Spiegelungen in einer überdimensionalen Kugel zu einer unendlichen Bilderwelt verschwimmen.“ In der benachbarten Schneekristall-Welt erfahren die Besucher außerdem anschaulich wie eine Schneeflocke aussieht.
Wer auf die Zugspitze fährt, will meist auch zum Gipfelkreuz. Es befindet sich auf der deutschen Seite auf dem Ostgipfel. Auf einer Aussichtsterrasse können die Gäste von unserer Seite auf die der deutschen Nachbarn spazieren. Das Gipfelkreuz wurde im vergangenen Jahr restauriert. Das fast sechs Meter hohe und 300 Kilo schwere Kreuz glänzt dank seiner Beschichtung mit Blattgold im Sonnenlicht. Ein derart pompöses Kreuz hat seinen Grund, ist doch die Zugspitze der höchste Berg
Deutschlands.
Von der Bergstation zum Gipfelkreuz sind es zwar nur 50 Meter, doch der Pfad ist für ungeübte Wanderer tückisch. Aus diesem Grund wurde ein zweites Gipfelkreuz in der Bergstation aufgestellt, damit jeder Gast ein Erinnerungsfoto machen kann.
Ursprünglich war der Westgipfel auf der Tiroler Seite um zwei Meter höher als der Ostgipfel, auf dem heute das Kreuz steht. Im Jahr 1938 wurde er für eine geplante Flugleitstelle der Wehrmacht gesprengt, die jedoch nie gebaut wurde.
Nach den Eindrücken können sich die Urlauber im Panorama-Restaurant stärken. Die Gaststätte wird sogar bei zwei speziellen Ausflügen angesteuert. Bei den Sonnenaufgangs-Fahrten (€ 105,– p.P.) ab 5.50 Uhr gelangen die Besucher als Erste auf den Berg und genießen im Lokal ein Frühstück. Bei den Fondue-Abenden (€ 115,– p.P.) stehen frittierte Fleischstücke und der Blick auf die untergehende Sonne im Mittelpunkt.
Die Zugspitze lässt sich zwar auch zu Fuß erklimmen, allerdings ist dafür alpine Erfahrung notwendig. Josef Naus war im Jahr 1820 der Erste, dem dieses Kunststück gelang.
Tagesgäste können zudem mit der Luftseilbahn dem Zugspitzplatt auf der deutschen Seite einen Besuch abstatten. Dort erwartet sie ein Gletscherrundweg rund um das Eisfeld. widlak
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