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Ausgabe Nr. 33/2026 vom 12.08.2026, Fotos: Universal Music
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Shania Twain, 60.
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Das neue Album ist abwechslungsreich,
und der Sohn wirkte mit.
Shania Twain: Eine Reise in die Kindheit voller Armut
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Es gibt sie noch, die Geschichten, die gut ausgehen. Der kanadische Country-Liebling Shania Twain, 60, ist nach harten Jahren wieder obenauf und arbeitet auf dem neuen Album „Little Miss Twain“ (bereits im Handel) die eigene Jugend auf.
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Sie hat hundert Millionen Tonträger verkauft, nennt fünf „Grammys“, also die höchste Auszeichnung der Musikbranche, ihr Eigen und lebt wahlweise am Genfer See in der Schweiz oder auf den Bahamas.

Die am 28. August 1965 geborene Künstlerin schaffte diesen Erfolg unter anderem mit Country-Pop-Alben wie „The Woman In Me“ und „Come On Over“ mitsamt Liedern von „That Don‘t Impress Me Much“ über „Man! I Feel Like A Woman“ bis hin zu „You‘re Still The One“.

Doch ehe sie reich und zu so etwas wie die Taylor Swift ihrer Zeit wurde, sei sie so arm gewesen, erzählte Twain kürzlich, dass sie als Schulbrotbelag manches Mal mit Senf habe vorliebnehmen müssen.

Auf ihrem neuen, erst siebenten, Album „Little Miss Twain“ reist die 60jährige inhaltlich zurück in diese Kindheit, in der alles begann.

Sie war acht Jahre alt, als sie anfing, in den Bars ihres Heimatstädtchens Timmins in der Provinz Ontario (Kanada) zu singen. Aus Kinderschutzgründen durfte sie allerdings erst nach Mitternacht auftreten, wenn kein Alkohol mehr ausgeschenkt, sondern nur noch ausgetrunken wurde. Sie sang die Hits von Künstlerinnen wie Dolly Parton, während ihre Mutter sie darin bestärkt habe, „die nächste Tanya Tucker“ zu werden, wie sie im Titellied „Little Miss Twain“, so ihr damaliger Spitzname, erzählt.

Die sieben Jahre ältere Tanya Tucker war eine der großen Country-Sängerinnen der Siebziger und Achtziger, und sie ist auf „Little Miss Twain“ mit von der Partie. Der Popularitätsdurchbruch der als Eilleen Edwards geborenen Twain ließ dann freilich noch bis tief in ihre Zwanziger auf sich warten.

Das lag vor allem daran, dass ihre Mutter und ihr Stiefvater bei einem Autounfall starben, als sie 22 Jahre alt war und sie sich danach um die jüngeren Geschwister kümmern musste. Dass der Stiefvater Jerry Twain ein Schläger war, der auch vor sexuellen Übergriffen auf die Tochter nicht Halt machte, erwähnte sie zwar in einem Interview, dieses düstere Kapitel ihres Lebens ließ Shania Twain jedoch auf ihrem rückblickenden Album unbehandelt.

Lieber berichtet sie in „Fades Blue Jeans“, einem rockigen Lied mit dem Spezialgast Josh Homme von der Band „Queens Of The Stone Age“, von einem Exfreund mit herrlich erotischem Beinkleid oder erinnert sich im schönen „Northern Town“ an ihre geliebte Mutter zurück, die, so wie sie selbst, immer wieder zum Opfer des brutalen Stiefvaters wurde.

„Er schlug meine Mutter bewusstlos und drückte ihren Kopf in die Toilette. Es gab viele Momente, in denen mir klar wurde, dass ich mich auf keinen Fall auf eine gewalttätige Beziehung einlassen würde“, erklärte die Künstlerin, die jedoch nicht von einem Ehedrama verschont blieb.

Ihr Ex-Mann, der Produzent Robert „Mutt“ Lange, betrog sie mit ihrer besten Freundin. Heute ist Shania Twain mit Frédéric Thibaud, dem damaligen Gatten der einst besten Freundin glücklich verheiratet.

Auch ihre jahrelangen gesundheitlichen Probleme, darunter eine Borreliose-Erkrankung sowie den zwischenzeitlichen Verlust der – heute tieferen und raueren – Stimme hat sie überwunden.

Dass ihr Sohn Eja D‘Angelo Lange, 24, das Lied „Right Time“ mitgeschrieben hat sowie in weiteren Liedern im Hintergrund singt, „erfüllt mich mit Stolz und Liebe“.
steffen rüth
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