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Ausgabe Nr. 31/2026 vom 29.07.2026, Fotos: instagram, APA-Images
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Der 19jährige beim Verlassen der Siegerehrung in Belgien.
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Antonelli gratuliert Valtteri Bottas zum Geburtstag.
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Mama, Papa und Schwester bei einem Rennen.
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Am Weg zum Sieg in Belgien.
Kimi Antonelli, 19,
ist der „Till Eulenspiegel“
der Formel 1:
Siege, Spritzpistolen,
Torten im Gesicht
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Auf dem rauen Asphalt der PS-Königsklasse enteilt das „Wunderkind“ Kimi Antonelli, 19, seinen Rivalen mit einem revolutionären Kurvenstil und neuer Hochdrehzahltaktik. Abseits der Strecke ist der WM-Führende immer noch ein Kind, vor dessen Streichen niemand sicher ist.
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Wer kürzlich durch das Mercedes-Fahrerlager schritt, hätte sich beim Anblick von Kimi Antonelli, 19, mit geladener Spritzpistole eher in einem Jungschar-Lager als in einem Millionen-Rennstall gewähnt.

„Ich musste meinen Ingenieur Bono nass spritzen, weil er mir zuvor etwas in die Trinkwasserflasche gemixt hatte“, erklärte er kichernd den Streich. Zuvor war der Italiener mehrmals zu sehen, wie er jeweils mit einer ganzen Torte in der Hand durch die Box eilte, während die Mitarbeiter in Deckung gingen. „Die habe ich mehreren Teamkollegen, darunter Valtteri Bottas, aber auch meinem Vater zum Geburtstag ins Gesicht gedrückt, das war lustig“, bekennt sich der junge Mann, der vor 13 Monaten noch die Schulbank drückte, zu seinem kindlichen Humor.

Bei einem Filmdreh hatte er mit durchdrehenden Reifen absichtlich schwarze Flecken auf dem Garagenboden hinterlassen, die seine Mechaniker wegschrubben mussten und zudem seinem Fahrerkollegen George Russell, 28, schadenfroh dessen Zutrittspass für den Arbeitsplatz deaktiviert. „Wir haben bei Mercedes gerade eine herrliche Zeit“, amüsiert er sich prächtig.

Dasselbe können seine Gegner auf den Rennstrecken nicht behaupten, die dort gerade von ihm nach Strich und Faden vorgeführt werden. Mit sechs WM-Siegen heuer und einem dritten Platz in Ungarn vor ein paar Tagen geht der WM-Führende mit einem Erfolg in die Sommerpause, der ihn zum besten 19jährigen der Formel-1-Historie macht.

Noch nie gab es einen Fahrer, der in seinem Alter schon WM-Führender war, eine Pole-Position eroberte, sechs Rennsiege auf dem Konto hatte und fünf davon hintereinander feierte. „Kimi erkennt blitzschnell seine Chancen und hat den nötigen Killerinstinkt“, lobt ihn der Experte und Ex-Pilot Ralf Schumacher, 51.

„Seit er sich bei Mercedes als bester Pilot etabliert hat, bricht auch sein Kollege Russell unter dem Druck zusammen.“ Messdaten zeigen, dass der abergläubische Antonelli, der nur von links ins Auto einsteigt und im Rennen stets dieselben Handschuhe und Schuhe trägt, in den Kurven extrem spät bremst, aber diese Bremsung länger in die Kurve trägt als andere, was in Summe schneller ist. Unnachahmlich ist sein Drehzahl-Management, auf schnellen Runden hält er die Gänge länger im oberen Drehzahlbereich, was das Zusammenspiel von mechanischer Leistung und Elektromotor optimiert.

Privat hingegen hat der junge Mann mit denselben Problemen zu kämpfen wie alle anderen Teenager auch. „Ich bin erst Anfang des Jahres in eine eigene Wohnung in San Marino gezogen und habe noch keine Ahnung davon, wie das Waschen von Wäsche, Kochen oder Putzen geht“, gibt er zu, der auf die Hilfe seiner Mutter Veronica, 51, hofft.

„Sie hat mich auch zum gemeinsamen Kaufen von Gewand gezwungen“, klagt er. „Sie findet, ich müsse mich jetzt als Sportheld eleganter kleiden.“ Wenigstens in seinen neuen, eigenen vier Wänden darf er noch ein wenig Kind sein und spielt dort nach wie vor gerne mit ferngesteuerten Autos. Privat ist Kimi Antonelli derzeit Single und lenkt nach eigenen Angaben seinen privaten Mercedes geradezu übervorsichtig auf öffentlichen Straßen. „Ich hatte einmal einen kleinen Autounfall als Warnung“, verrät er. „Weil ich selbst keinen Alkohol trinke, fahre ich jetzt am Ende einer durchfeierten Nacht alle meine Freunde nach Hause.“
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