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Ausgabe Nr. 30/2026 vom 22.07.2026, Fotos: zvg, pixabay
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„Unsere Eltern planen bereits gemeinsam unsere Hochzeit“

Katharina Samel, 29, Physiotherapeutin,
und Stefan Bodner, 30, Elektrotechniker
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„Meine Eltern meinten, er sei respektlos“

Leonie Auer, 19, Studentin
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„Mama sprach sogar vom Heiraten“

Matthias Kern, 20, Fitnesstrainer
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„Beim Thema Fußball brach das Eis bei Papa“

Lena Schöfman, 19,
angehende Kindergartenpädagogin
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„Mama warf meine Freundin hinaus“

Adrian Portner, 18, Installateur-Lehrling
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„Meine Eltern fanden an ihm nur Fehler“

Sophie Paul, 21, Bürokauffrau
Wenn Eltern die erste Liebe prüfen
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Der erste Freund oder die erste Freundin bringt nicht nur Herzklopfen, sondern zuweilen auch Unruhe in die Familie. Hier erzählen junge Menschen, wie ihre Eltern auf das erste Treffen mit ihrer großen Liebe reagierten und welche Folgen das für ihre Beziehung hatte.
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„Unsere Eltern planen bereitsgemeinsam unsere Hochzeit“
Katharina Samel, 29, Physiotherapeutin, und
Stefan Bodner, 30, Elektrotechniker


Als wir zusammenkamen, war ich 17, Stefan war 18. Er war für mich die erste große Liebe. Das war ich für ihn ebenso“, erzählt Katharina Samel. „Als Stefan das erste Mal bei mir übernachtete, legte meine Mutter in der Früh noch ein Gedeck auf den Tisch und sagte: ‚Wer so lange bleibt, gehört auch zum Frühstück dazu.‘“

Seine Eltern nahmen die 29jährige genauso herzlich auf. „Bei unserem ersten Urlaub mit meiner Familie behandelte meine Mutter Katharina schon nach zwei Tagen wie eine Tochter und lieh ihr für ein Abendessen sogar ihr Lieblingskleid“, erinnert sich Stefan Bodner. „Nun heiraten wir im nächsten Jahr. Unsere Eltern
planen bereits gemeinsam das Fest.“


„Meine Eltern meinten, er sei respektlos“
Leonie Auer, 19, Studentin


Vor Kurzem habe ich mit meinem 24jährigen Freund Schluss gemacht. Wir waren erst vier Monate zusammen, aber er benahm sich bei uns schon wie ein Familienmitglied. Er ging ungefragt zum Kühlschrank, rülpste am Tisch, übernachtete ständig bei uns und ließ sogar seine schmutzige Wäsche neben der Waschmaschine liegen.

Meine Eltern sagten lange nichts, weil sie sich nicht in meine Beziehung einmischen wollten. Ich merkte aber an ihren Blicken, wie unangenehm ihnen sein Verhalten war. Einmal stellte meine Mutter seine Socken wortlos vor die Haustür, und mein Vater fragte mich später vorsichtig, ob ich wirklich glücklich sei. Als ich schließlich Schluss machte, waren beide sichtlich erleichtert. Meine Mutter nahm mich in den Arm und sagte nur: ,Wir wollten, dass du selbst erkennst, wie respektlos er ist.‘“


„Mama sprach sogar vom Heiraten“
Matthias Kern, 20, Fitnesstrainer


Schon nach wenigen Wochen hatte ich das Gefühl, dass meine erste Freundin für meine Mutter zur Familie gehörte. Wir kamen mit 17 Jahren zusammen, und plötzlich sprach Mama davon, wie schön eine Hochzeit im Garten wäre und welche Namen zu unseren Kindern passen könnten.

Einmal legte sie beim Abendessen sogar ein Hochzeitsmagazin auf den Tisch und sagte lachend: ,Damit ihr schon einmal Ideen sammeln könnt.‘ Für mich war das peinlich, meine Freundin fühlte sich zunehmend unter Druck gesetzt. Irgendwann wurde ihr alles zu viel und sie machte Schluss. Die Beziehung hielt sieben Monate. Ich habe wieder eine Freundin, habe sie aber Mama noch nicht vorgestellt.“


„Beim Thema Fußball brach das Eis bei Papa“
Lena Schöfman, 19, angehende Kindergartenpädagogin


Meinen ersten Freund hatte ich mit 16 Jahren. Als ich ihn zum ersten Mal mit nach Hause brachte, stellte meine Mutter sofort Kuchen auf den Tisch und fragte ihn nach Schule, Familie und Hobbys. Mein Vater war reservierter, saß mit verschränkten Armen gegenüber und wollte genau wissen, wie wir uns kennengelernt haben und ob wir wohl an Verhütung denken. Das Ganze war mir richtig peinlich.

Zwei Wochen später half mein Freund ihm, im Garten einen Zaun auszubessern. Danach saßen die beiden auf der Terrasse und redeten über Fußball. Da brach das Eis bei Papa. Von da an durfte er jederzeit zu uns kommen. Die Beziehung hielt knapp eineinhalb Jahre.“

„Mama warf meine Freundin hinaus“
Adrian Portner, 18, Installateur-Lehrling


Meine Mutter war von meiner ersten Freundin überhaupt nicht begeistert. Wir waren beide 17, als wir zusammenkamen, und ich half damals auch an manchen Wochenenden im Betrieb meiner Eltern mit.

Einmal kam meine Freundin vorbei und brachte mir einen Kaffee. Wir redeten noch keine fünf Minuten, da stellte sich meine Mutter vor sie und sagte: ,Er ist zum Arbeiten hier und nicht zum Vergnügen.‘ Dann zeigte sie ihr die Tür und warf sie hinaus. Mir war das furchtbar unangenehm, aber ich traute mich nicht, meiner Mutter zu widersprechen. Von da an trafen wir uns nur noch bei ihr zu Hause. Die Beziehung hielt noch acht Monate.“


„Meine Eltern fanden an ihm nur Fehler“
Sophie Paul, 21, Bürokauffrau


Kaum hatte ich meinen ersten Freund daheim vorgestellt, fanden meine Eltern an ihm nur Fehler. Ich war damals 17 Jahre alt. Meine Mutter meinte, er sei unhöflich, weil er beim ersten Besuch zu wenig gesprochen hat. Mein Vater hielt ihn für faul, weil er noch nicht genau wusste, welchen Beruf er später einmal ausüben wollte. Selbst als er mir zum Geburtstag Blumen brachte, hieß es nur, er wolle sich einschmeicheln.

Vor jedem Treffen musste ich mir neue Warnungen anhören, bis ich selbst ständig an unserer Beziehung zweifelte. Nach zehn Monaten trennten wir uns, obwohl es zwischen uns eigentlich gut gelaufen ist. Seitdem habe ich keine Lust mehr auf eine feste Beziehung. Und wenn ich mich wieder verliebe, stelle ich ihn meinen Eltern erst vor, wenn ich eine eigene Wohnung habe.“
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