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Ausgabe Nr. 30/2026 vom 22.07.2026, Fotos: APA-Images, all-mauritius, Constantin Film, hgm-presse
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Penélope Cruz, 52:
Amors Pfeil traf erst beim zweiten Mal
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Sexfilmchen „Lust auf Fleisch“.
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Im neuen Film „The Invite“ mit Olivia Wilde.
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Ihr Haus in Los Angeles.
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Film-Traumpaar Cruz und Bardem.
Penélope Cruz, 52:
Amors Pfeil traf erst beim zweiten Mal
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Sie hat ihre Karriere mit einem Sexfilmchen begonnen, wurde jedoch nicht nur auf ihre Schönheit reduziert. Die Spanierin Penélope Cruz, 52, glänzt in unterschiedlichen Rollen. Auch als Komödiantin, wie sie demnächst im Kino unter Beweis stellt.
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Schönheit, Fleiß und ein bisschen Glück, das sind die Zutaten, die nötig sind, um sich in der Traumfabrik Hollywood durchzusetzen. Die Frage ist nur, wieviel es von welcher Zutat braucht und wie sie richtig portioniert wird, damit daraus eine Bilderbuch-Karriere entsteht. Die Spanierin Penélope Cruz hat die richtige Mischung gefunden und wurde erfolgreich.

Eigentlich war ihr Elternhaus mit der Mutter Encarna als Friseurin und dem Papa Eduardo als Automechaniker, nicht auf Rampenlicht ausgerichtet. Aber die Tochter war schon als kleines Mädchen Stammgast in der Videothek ihrer Heimat in einem Vorort Madrids und tauchte stundenlang in andere Welten ein. Als sie dann noch neun Jahre Ballettunterricht nahm, brachte ihr das jene Disziplin ein, die für ihr Ziel unabdingbar war – vor allem, seit sie den Film „Fessle mich!“ ihres Regie-Idols Pedro Almodóvar, 76, gesehen hat. Damals fasste sie den Entschluss: „Ich werde Schauspielerin.“

Heute ist sie 52 Jahre alt und während Kolleginnen in ihrem Alter über zu wenig Rollenangebote klagen, kann sich Cruz seit jeher vor Angeboten kaum retten. Derzeit bewirbt sie gleich mehrere Projekte, den Thriller „Day Drinker“ mit ihrem Freund Johnny Depp, 63, und „La Boca Negra“, ein spanisches Drama, das auch sie beinahe in eine Krise gestürzt hätte. Denn sie bekam während der Dreharbeiten einen Anruf ihres Arztes mit einer Hiobsbotschaft.

„Ich setzte gerade meine Perücke auf, als er mir sagte, dass ich offenbar ein Hirnaneurysma, also eine krankhafte Ausweitung eines Blutgefäßes, hätte. Ich dachte, ich würde sterben.“ Trotz der Schocknachricht spielte Vollprofi Cruz weiter und wurde mit einem „Happy End“ belohnt. Die Diagnose stellte sich als Fehlalarm heraus, der es ihr ermöglichte, ihr Pensum weiterhin zu erfüllen.

Ab 30. Juli ist sie nun in unseren Kinos als Sexualtherapeutin Pina in „The Invite“ zu sehen, die sich gemeinsam mit ihrem Ehemann eines Abends einem anderen Paar annähert.
Sexuell? Das wird sich zeigen. Die Kritiken sind jedenfalls vielversprechend und loben das komödiantische Talent von Cruz. Das ist deshalb bemerkenswert, weil der Darstellerin etwas gelungen ist, was vielen schönen Schauspielerinnen verwehrt bleibt. Die werden in Schubladen gesteckt und als Sexsymbol
abgestempelt.

Eigentlich sah es am Anfang ihrer Karriere genau danach aus. Cruz, am 28. April 1974 in Alcobendas, am nordöstlichen Stadtrand der spanischen Hauptstadt Madrid geboren, war 18 Jahre alt, als sie in „Lust auf Fleisch“ die junge Silvia spielte, die zwischen zwei Männern steht, Nacktaufnahmen inklusive. Einer ihrer Filmpartner war der 22jährige Javier Bardem. Er stammt ebenfalls aus Spanien und ist heute mit ihr verheiratet. Aber damals funkte es nicht. „Die Anziehung war zwar da“, sagte er in einem Interview, „aber es passierte nichts. Wir hatten damals nicht denselben Lebensweg.“ Der von Cruz führte nach Amerika. Hollywood eroberte sie zwar nicht im Sturm, aber mit Plan und Köpfchen. Auf dem Weg dorthin machte sie mit 18 Jahren in New York Zwischenstation und lernte Tag und Nacht Englisch, „um für jede Rolle bereit zu sein“.

Dazu besuchte sie das renommierte „Lee Strasberg Theatre & Film Institute“. Bis heute arbeitet sie mit einem Schauspiellehrer zusammen.

Dieser Extraaufenthalt war der Baustein, der sie bis an die Spitze gebracht hat. Ihr Lieblings-Regisseur Almodóvar hatte sie damals schon ins Auge gefasst, nachdem er die 18jährige im Film „Belle Epoque“ gesehen hatte, der 1994 mit dem „Oscar“ als „Bester internationaler Film“ ausgezeichnet wurde. Als er sie schließlich zu sich bestellte, wurde für Cruz ein Traum wahr.

„Ich bin drei Mal um den Häuserblock gegangen, weil ich so aufgeregt war.“ 1998 besetzte er sie schließlich in dem Drama „Live Flesh“ zum ersten Mal – noch mit einer kleinen Rolle. Ein Jahr später machte er sie mit der Hauptrolle in „Alles über meine Mutter“ zu seiner Muse, die sie bis heute geblieben ist.

Das Glück der Tüchtigen, das Cruz immer hold war, wollte es, dass auch diese Produktion mit dem Oscar als „Bester internationaler Film“ ausgezeichnet wurde. Dazu kam, dass in den 1990er Jahren die hispanische Bevölkerung in den USA rasant anwuchs und Filmstudios und Fernsehsender einen riesigen Markt entdeckten. Cruz, die zwar Europäerin war, aber Spanisch sprach, profitierte davon ähnlich wie Ricky Martin, Jennifer Lopez, Marc Anthony oder auch Shakira.

Tom Cruise engagierte seine Beinahe-Namensvetterin, die ein Jahr zuvor schon mit Johnny Depp in „Blow“ zu sehen war, 2001 für den Gassenhauer „Vanilla Sky“. Kleine, feine Produktionen, die nicht das breite Publikum ansprachen, aber einen „Oscar“ wert waren, drehte sie ebenso.

Zum Beispiel im Jahr 2008 als sie in Woody Allens „Vicky Cristina Barcelona“ die leicht verrückte Ex-Frau von Javier Bardem, 57, spielte. Was beim ersten Mal noch nicht passierte, geschah nun, Amors Pfeil traf die beiden, 16 Jahre nach ihrem ersten Kennenlernen.

Zwei Jahre später fand auf den Bahamas, angeblich auf dem Anwesen von Johnny Depp, die Hochzeit statt.

Dann ging es Schlag auf Schlag, im Jahr 2011 wurde Sohn Leo geboren, 2013 Tochter Luna, die in Madrid zur Welt kam.

Das unaufgeregte Paar wollte so normal wie möglich leben und kehrte Los Angeles (USA), wo es noch immer ein Haus besitzt, den Rücken. „Wir sind unter unseren Landsleuten. Sie erkennen uns, lassen uns aber in Ruhe.“ Die Familie lebt in Valdelagua, einer noblen Wohngegend nördlich von Madrid und nur wenige Kilometer von Cruz‘ Geburtsort entfernt. Von dort reist das Schauspielerpaar an die Drehorte dieser Welt. In Los Angeles wurde das Paar unter anderem Anfang Juli gesehen. Beide saßen leger gekleidet auf der Tribüne des Stadions in Inglewood, um die spanische Nationalmannschaft bei ihrem WM-Spiel gegen unser Team anzufeuern.

Es hat geholfen, die Spanier haben mit 3:0 überezugend gewonnen. Die beiden sind privat und beruflich ein Traumpaar. „Ich lerne aber in der Ehe immer noch dazu“, sagt sie. Im nächsten Jahr sind beide im Thriller „Bunker“ zu sehen. reiter
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