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Ausgabe Nr. 29/2026 vom 15.07.2026, Fotos: zvg, pixabay
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„Ich flüchte in meinen Kühlraum“
Herbert Glantschnig, 55, Fleischermeister
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„Mein Weinkeller ist angenehm kühl“
Franz Mönch, 71, Pensionist
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„Ich genieße den Luxuspool“
Vanessa Bierbaum, 24, Studentin
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„Ich flüchte nach Island“
Didi Pohl, 35, Tontechniker
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„Ich habe ein Mini-Freibad am Balkon“
Sandra Jost, 42, Bürokauffrau
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„Ich stelle mich in den Gebirgsbach“
Maria Pinter, 51, Kindergartenpädagogin
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Not macht erfinderisch. Wenn wir schon die Hitze nicht abstellen können, lässt sich doch immer wieder etwas dagegen tun. Da kann ein klarer Gebirgsbach ebenso Abkühlung bringen wie ein Weinkeller oder eine kleine Plastikwanne, gefüllt mit Eiswürfeln.
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„Ich flüchte in meinen Kühlraum“
Herbert Glantschnig, 55, Fleischermeister


Wenn draußen die Hitze auf den Asphalt drückt, flüchte ich in meinen Kühlraum. Dort hat es angenehme vier Grad – für mich ist das im Sommer fast wie ein Kurzurlaub.
Andere fahren an den See, ich gehe ein paar Schritte
nach hinten zu meinen Fleischstücken. Nach zehn Minuten bin ich wieder ein anderer Mensch.

Natürlich kann ich nicht den halben Tag dort stehen, schließlich wartet die Arbeit. Aber zwischendurch gönne ich mir immer wieder eine kleine Abkühlung.

Meine Kollegen lachen schon und sagen: ,Der Herbert geht wieder in seinen Kühlschrank in Übergröße.‘ Wenn draußen 35 Grad herrschen, verschwinde ich vier bis
fünf Mal am Tag für jeweils zehn Minuten im Kühlraum. Danach gehe ich wieder voller Frische an die Arbeit.“


„Mein Weinkeller ist angenehm kühl“
Franz Mönch, 71, Pensionist


In meinem Weinkeller bleibt es selbst an den heißesten Tagen angenehm kühl – bei etwa 15 Grad. Für mich ist
das der beste Platz im ganzen Haus.

Ich kontrolliere dann natürlich gewissenhaft, ob die
Flaschen noch richtig liegen. Das kann schon einmal
eine Stunde dauern. Meist nehme ich mir am späten
Nachmittag ein Glas gut gekühlten Weißwein mit
und setze mich einfach zwischen die Regale.

Meine Frau behauptet, ich würde die Hitze nur als Ausrede benützen, um länger im Keller zu bleiben. Ganz unrecht hat sie wahrscheinlich nicht. Andere schalten die Klimaanlage ein, ich gehe ein Stockwerk tiefer. Dort ist es ruhig, kühl, und der Wein ist auch gleich zur Hand.“


„Ich genieße den Luxuspool“
Vanessa Bierbaum, 24, Studentin


Wenn die Hitze in der Stadt kaum noch auszuhalten ist, fahre ich zu meiner Freundin. Deren Eltern haben einen Luxuspool im Garten – und ich gebe ehrlich zu: Im
Sommer bin ich dort verdächtig oft zu Besuch. Sobald ich ins Wasser springe, ist die Hitze vergessen. Meist bleibe ich gleich ein paar Stunden, schwimme ein paar Längen und lasse mich danach einfach am Beckenrand treiben.

Meine Freundin meint, ich würde sie nur wegen des Pools besuchen. Das stimmt natürlich nicht – aber bei 35 Grad ist so ein Schwimmbad ein überzeugendes Argument.“


„Ich flüchte nach Island“
Didi Pohl, 35, Tontechniker


Bei der Affenhitze in unserem Land packe ich meinen Rucksack und flüchte nach Island. Dort brauche ich keine Klimaanlage – Regenjacke und Wasserfall reichen völlig. Während daheim alle nach Schatten suchen, stehe ich bei zehn Grad im Nieselregen und freue mich wie ein Kind.

Am liebsten fahre ich zu abgelegenen Wasserfällen,
wo mir die Gischt direkt ins Gesicht weht.
Nach einer halben Stunde bin ich komplett durchnässt,
aber wenigstens schwitze ich nicht.

Meine Freunde erklären mich jedes Jahr für verrückt,
weil ich ausgerechnet im Sommer in den Norden fliege. Für mich ist das die beste Abkühlung überhaupt.
Andere fahren ans Meer – ich fahre dorthin, wo ich
im Juli noch eine Jacke brauche.“


„Ich habe ein Mini-Freibad am Balkon“
Sandra Jost, 42, Bürokauffrau


Wenn sich meine Wohnung wie ein Backofen anfühlt, ziehe ich auf den Balkon und mache mir mein eigenes Mini-Freibad. Eine Plastikwanne, kaltes Wasser und eine ordentliche Ladung Eiswürfel – mehr brauche ich nicht.

Die ersten Sekunden sind jedes Mal brutal, da könnte ich laut aufschreien. Aber sobald die Füße taub werden, ist die Hitze plötzlich nur noch halb so schlimm. Meist sitze ich am Nachmittag zwei oder drei Mal für etwa zehn
Minuten draußen am Balkon. Dazu genieße ich ein kaltes Getränk, dann fühle ich mich fast wie im Wellnesshotel.

Meine Nachbarn schauen zwar manchmal etwas
verwundert herüber, aber bei 35 Grad ist mir das egal.
Ich genieße mein Bad in den Eiswürfeln.“


„Ich stelle mich in den Gebirgsbach“
Maria Pinter, 51, Kindergartenpädagogin


Ein Gebirgsbach im Kärntner Maltatal ist mein absoluter Geheimtipp bei dieser Hitze. Das Wasser ist zwar so kalt, dass ich beim ersten Schritt jedes Mal kurz die Luft
anhalte. Danach ist es aber herrlich angenehm. Meist setze ich mich auf einen Stein, kremple die Hose auf und bleibe mit den Füßen eine gute Viertelstunde im Wasser. Nach dieser Abkühlung fühle ich mich wie neu geboren.

Für mich gibt es im Sommer nichts Schöneres: Wandern in den Bergen, eine herrliche Aussicht, frische Luft und kaltes Wasser um die Wadeln – und das alles ohne Eintritt.“
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