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Ausgabe Nr. 29/2026 vom 15.07.2026, Fotos: APA-Images
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Schauspielerin Ronja Forcher, 30, hat 15 Kilo abgenommen: „Ich will gesund alt werden“
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Früher stand Essen für Trost und Belohnung.
Schauspielerin
Ronja Forcher, 30, hat
15 Kilo abgenommen:
„Ich will gesund alt werden“
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​Sie ist um 15 Kilo leichter, aber vor allem zufriedener. Ronja Forcher, 30, war ein Kind, als sie die Rolle der Lilli Gruber in der beliebten Fernseh-Serie „Der Bergdoktor“ übernahm. Mit der Arbeit kamen die Kilos, die sie nun wieder verloren hat – ohne Abnehmspritze. Und das, obwohl es nicht ihr Ziel war. Der Grund für ihre Veränderung geht viel tiefer.
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Frau Forcher, Sie haben über einen längeren Zeitraum 15 Kilo verloren. Warum haben Sie nicht auf die Abnehmspritze gesetzt?

Es war gar nicht mein Ziel, abzunehmen. Deswegen war auch diese Spritze nie mein Weg. Es ging mir darum, den Fokus in meinem Leben ein wenig zu verändern. Ich vertraue als Mensch immer ein bisschen den Wellen des Lebens. Manchmal begleitet uns ein Thema jahrelang, dann lässt es uns wieder los und es kommt ein neues Thema. In meinen 20ern habe ich mich sehr auf meine Karriere konzentriert und extrem viel gearbeitet. Vor etwa eineinhalb Jahren hatte ich dann das Gefühl, es wäre Zeit für einen neuen Fokus, und zwar auf die Gesundheit und gesund alt zu werden.

Wie haben Sie es geschafft, 15 Kilo abzunehmen?

Ich werde jetzt natürlich oft auf meine äußerliche Veränderung angesprochen. Aber viel größer ist für mich die Veränderung im Inneren. Genau deshalb war es nie mein Ziel, Kilos zu verlieren. Tatsächlich habe ich mich immer gern gemocht, auch die Version von vor zwei Jahren. Abnehmen war mehr eine Begleiterscheinung, nachdem ich nach und nach viele kleine Dinge verändert habe.

Was können wir uns darunter vorstellen?

Zum Beispiel könnte sich jemand vornehmen, jeden Tag in der Früh ein Glas Wasser zu trinken. Dann macht man das ein paar Wochen und hat es plötzlich intus. Danach nehme ich mir den nächsten Punkt vor. In meinem Fall war mir das aber gar nicht so bewusst. Ich bezeichne mich immer als faulen Menschen, da ich nicht übermäßig diszipliniert bin. Um dranzubleiben, muss mir etwas Freude und Spaß bereiten, sonst schaffe ich es nicht. Vor eineinhalb Jahren war ich mit meiner Mama zum ersten Mal zum Fasten im Spreewald (D) und habe gemerkt, dass das Essen für mich immer abwechselnd für Trost, Unterstützung und Belohnung steht. Vor allem in Zeiten, in denen ich extrem viel gearbeitet habe und dauernd unterwegs war. Das Essen war immer mehr als
Nahrung, aufgeladen mit Emotionen. Beim Fasten habe ich verstanden, dass ich mir diese Gefühle unabhängig davon in mein Leben holen kann. Das war der erste Impuls.

Ab dann kam immer mehr Veränderung hinzu?

Dann war ich im Thema drin, habe viel darüber gelesen und Dinge ausprobiert. Hängengeblieben ist das, was mir guttut. In 18 Monaten habe ich eine kleine Sammlung guter Dinge angelegt, die jetzt zu meinem Alltag gehören. Mittlerweile ist es so, dass ich unruhig werde, wenn ich gewisse Sachen nicht esse, nicht jeden Tag Bewegung mache oder vier Mal in der Woche in die Sauna gehe. Wer diese Transformation einmal gemacht hat, kann gar nicht mehr verstehen, dass es eine Zeit gab, in der das nicht Teil des Lebens war.

War das „Zeit lassen“ der Schlüssel zum Erfolg?

Sicher, aber dazu kommt noch etwas anderes. Ich glaube, es ist wichtig zu wissen, aus welcher Motivation man etwas macht. Bei einer Gewichtsabnahme geht es meist um Äußerliches, um Bewertung. Menschen gehen je nach Aussehen anders mit dir um. Mich begleitet der Spruch: „Du kannst dich nicht in eine Form hassen, die du dann schlussendlich lieben kannst.“ Abnehmen funktioniert meiner Meinung nach nicht mit Zwang oder Druck, sondern mit Freude und einem Sinn. Mein Warum war, dass ich gesund alt werden will. Dann kommt der Rest von ganz allein. Ich will auch noch mit 85, so wie meine Großmutti, den Jakobsweg gehen.

Was hat es mit Ihrer neuentdeckten Leidenschaft zur Sauna auf sich?

Ich liebe die Sauna. Ich bin keine Ärztin, aber die Sauna ist erwiesenermaßen der einzige Weg, um Mikroplastik und Schwermetalle aus dem Körper zu bringen. Es muss aber richtig gemacht werden. Es geht nicht darum, sich in einen möglichst heißen Raum zu setzen und fünf Minuten zu schwitzen. Es geht um die Zeit. Für mich ist Sauna auch meine Meditation. Mein Saunagang dauert immer 20 Minuten oder länger, weil erst dann diese positiven Effekte im Körper wirken. In dieser Zeit konzentriere ich mich nur auf die Hitze und darauf, das auszuhalten. Ich bin ganz für mich, schweige, bin nackt. Man ist nur so, wie man ist. Danach dusche ich mich kalt ab und ruhe mich genauso lange aus, wie ich in der Sauna war. Es fühlt sich dann an, als wäre mein Tisch gewischt: Tabula rasa.

Sauna und Sommer widersprechen sich auf den ersten Blick. Wie sind Sie darauf gekommen?

Es gibt da diesen Mann namens Brian Johnson aus den USA, der das Credo hat, möglichst lange gesund zu leben und alt zu werden. Er ist eine umstrittene Figur, weil sein ganzes Leben nur darauf ausgerichtet ist, Gesundheitsdaten zu sammeln. Trotzdem bewundere ich das, weil diese Daten der Wissenschaft zugutekommen. Er hat die Sauna auch immer empfohlen. Mittlerweile gehe ich fast jeden Abend in die Sauna. Ich habe zwar keine eigene, bin aber oft in Hotels.

Sind die Menschen eigentlich anders zu Ihnen, seitdem Sie abgenommen haben?

Zum Glück waren sie immer äußerst nett zu mir, weil ich auch nett zu den Menschen bin. Was mir aber auffällt und mich schon traurig macht, ist, wie interessant dieses Thema für die Gesellschaft ist. Jeder spricht mich darauf an, was ich bis zu einem gewissen Grad verstehen kann. Ich höre jetzt oft: „Oh, Sie haben so toll abgenommen, gratuliere.“ Da möchte ich mich eigentlich gar nicht bedanken, weil das ja nie mein Ziel war. Mein Körper ist eigentlich das Uninteressanteste an mir. Es stimmt, er hat sich verändert. Aber es ist viel wichtiger, dass man Spaß und Freude am Leben hat und es einem gut geht. Sollte ich je wieder zunehmen, würde ich mir wünschen, dass es kein Thema ist.

Sie drehen gerade die Jubiläums-Staffel 20 der Erfolgsserie „Der Bergdoktor“.
Wie geht es Ihnen nach so langer Zeit mit der Serie?


Ich habe eigentlich von Jahr zu Jahr mehr Freude daran, weil ich merke, was sie den Zuschauern bedeutet. Wir haben eine Familiensaga aufgebaut und sind Teil so vieler Menschen. Es macht mich glücklich und dankbar, dass ich dazu beitragen darf – und als einzig echte Tirolerin in diesem Chaos meine Heimat bewerben und gut vertreten darf. Hätte mir vor 20 Jahren jemand gesagt, dass wir so wachsen, in 14 Ländern ausgestrahlt werden und ein Millionenpublikum begeistern, hätte ich es nicht geglaubt.

Frau Forcher, Sie sind Schauspielerin, haben 2022 ein Musikalbum aufgenommen, 2025 ein Buch geschrieben und sind heuer 30 geworden. Was kommt noch?

Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass allein 2026 so viel für mich bereithält. Ich darf dieses Jahr noch ein ganz tolles, besonderes Projekt beginnen, darf aber noch nichts verraten. reiter
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