Hundert Jahre Kruger-Nationalpark: Eine sichere Heimat für Afrikas wilde Tiere
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Der Kruger-Nationalpark ist das berühmteste Wildtierreservat auf dem schwarzen Kontinent. Zum 100jährigen Jubiläum prägt der Spagat zwischen Naturschutz und Tourismus das Bild.
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Ende des 19. Jahrhunderts nahmen die Wildtierbestände im Nordosten Südafrikas in alarmierendem Tempo ab. Die Großwildjagd war ein beliebter Sport, Elfenbein, Felle und Fleisch begehrte Güter.
Als diese Krise schließlich den damaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik, Paul Kruger (1825–1904), erreichte, setzte er sich vehement für die Errichtung eines Schutzgebietes in dieser Region ein. Zusammen
mit anderen Mitstreitern gründete er im Jahr 1898 unweit der Grenzen zu Simbabwe und Mosambik das ursprüngliche „Sabie“-Reservat. Am 31. Mai 1926 entstand daraus unter der Führung des ersten Parkwächters James Stevenson-Hamilton († 1957) der weltberühmte Kruger-Nationalpark.
Bis heute hat sich an den Grenzen dieses beliebten Ausflugszieles nichts geändert. Seine Dimension ist mit rund 20.000 Quadratkilometern – etwa ein Viertel unseres Staatsgebietes – nach wie vor beeindruckend. 350 Kilometer sind es von der Nord- zur Südgrenze, gut 50 Kilometer in der Breite. Kein Wunder, dass sich bei solchen Ausmaßen eine spektakuläre Tier- und Pflanzenwelt erhalten und entwickeln konnte. Riesige Herden von Elefanten, Büffeln, Zebras, Gnus und Antilopen stehen derzeit einer beträchtlichen Anzahl von Raubtieren wie Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen gegenüber.
Laut Schätzungen der Parkverwaltung tummeln sich insgesamt rund 150 Säugetierarten, 500 Vogelarten, 120 Reptilien-, 35 Amphibien- sowie knapp 50 Süßwasserfisch-Arten in diesem Garten Eden. Die ungeheure Populationsdichte hat jedoch auch ihre Schattenseiten. Da viele Tierarten durch die verbesserten Lebensbedingungen mit Hilfe von künstlich angelegten Wasserlöchern nun kaum noch Feinde haben und auch nicht mehr gejagt werden dürfen, vermehren sich die Bestände im Park rasant.
„Die ehemals stark bedrohten Elefanten sind mit bis zu 30.000 Exemplaren nun wieder so zahlreich, dass sie schon zu einer Belastung des Ökosystems werden“, weiß der Nationalpark-Sprecher Ike Phaahla. Auf ihrer Suche nach Nahrung – bis zu 250 Kilo
am Tag – können diese Tiere sogar ganze Landstriche verwüsten. „Sie fressen Bäume und Sträucher kahl, entwurzeln sie und vernichten auf diese Weise den Lebensraum anderer Tiere und Pflanzen“, klagt der Fachmann. Aber auch die Touristen haben
sich in dieser Bilderbuchlandschaft rasant „vermehrt“. In den Anfangsjahren besuchte mit dem Auto nur eine Handvoll Gäste den Nationalpark. Heutzutage passieren jedes Jahr knapp zwei Millionen Besucher die insgesamt neun Eingangstore.
Hauptsächlich, um auf dem mehr als 2.000 Kilometer langen Straßennetz einen Blick auf die „Big five“ zu erhaschen. „Dieser Begriff stammt noch aus der Zeit der Großwildjäger und umfasst Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – da diese fünf Arten einst am schwersten zu Fuß zu jagen waren“, erklärt Ike Phaahla.
Heute stehen diese majestätischen Tiere unter Schutz und das Hauptaugenmerk liegt auf einer respektvollen Beobachtung. Im frühen und kühlen Morgengrauen, wenn die ersten Fahrzeuge zur Fotosafari aufbrechen, sind die Anweisungen der Nationalparkwächter unmissverständlich:
„Keinesfalls aussteigen, nicht die Beine aus dem Wagen halten. Das mögen die Wildtiere gar nicht, und manche werden dann richtig böse.“
Erst im Jänner vergangenen Jahres wurde ein 59jähriger Tourist neben seinem Auto totgetrampelt. Er hatte versucht, zwei seiner Enkelkinder im Alter von fünf und elf Jahren in Sicherheit zu bringen, die von einem Elefanten angegriffen wurden, als sie Fotos von ihm machen wollten.
Selbst Nashorn-Wilderer sind im Nationalpark schon von Dickhäutern getötet und anschließend von Löwen aufgefressen worden. Hwie
Als diese Krise schließlich den damaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik, Paul Kruger (1825–1904), erreichte, setzte er sich vehement für die Errichtung eines Schutzgebietes in dieser Region ein. Zusammen
mit anderen Mitstreitern gründete er im Jahr 1898 unweit der Grenzen zu Simbabwe und Mosambik das ursprüngliche „Sabie“-Reservat. Am 31. Mai 1926 entstand daraus unter der Führung des ersten Parkwächters James Stevenson-Hamilton († 1957) der weltberühmte Kruger-Nationalpark.
Bis heute hat sich an den Grenzen dieses beliebten Ausflugszieles nichts geändert. Seine Dimension ist mit rund 20.000 Quadratkilometern – etwa ein Viertel unseres Staatsgebietes – nach wie vor beeindruckend. 350 Kilometer sind es von der Nord- zur Südgrenze, gut 50 Kilometer in der Breite. Kein Wunder, dass sich bei solchen Ausmaßen eine spektakuläre Tier- und Pflanzenwelt erhalten und entwickeln konnte. Riesige Herden von Elefanten, Büffeln, Zebras, Gnus und Antilopen stehen derzeit einer beträchtlichen Anzahl von Raubtieren wie Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen gegenüber.
Laut Schätzungen der Parkverwaltung tummeln sich insgesamt rund 150 Säugetierarten, 500 Vogelarten, 120 Reptilien-, 35 Amphibien- sowie knapp 50 Süßwasserfisch-Arten in diesem Garten Eden. Die ungeheure Populationsdichte hat jedoch auch ihre Schattenseiten. Da viele Tierarten durch die verbesserten Lebensbedingungen mit Hilfe von künstlich angelegten Wasserlöchern nun kaum noch Feinde haben und auch nicht mehr gejagt werden dürfen, vermehren sich die Bestände im Park rasant.
„Die ehemals stark bedrohten Elefanten sind mit bis zu 30.000 Exemplaren nun wieder so zahlreich, dass sie schon zu einer Belastung des Ökosystems werden“, weiß der Nationalpark-Sprecher Ike Phaahla. Auf ihrer Suche nach Nahrung – bis zu 250 Kilo
am Tag – können diese Tiere sogar ganze Landstriche verwüsten. „Sie fressen Bäume und Sträucher kahl, entwurzeln sie und vernichten auf diese Weise den Lebensraum anderer Tiere und Pflanzen“, klagt der Fachmann. Aber auch die Touristen haben
sich in dieser Bilderbuchlandschaft rasant „vermehrt“. In den Anfangsjahren besuchte mit dem Auto nur eine Handvoll Gäste den Nationalpark. Heutzutage passieren jedes Jahr knapp zwei Millionen Besucher die insgesamt neun Eingangstore.
Hauptsächlich, um auf dem mehr als 2.000 Kilometer langen Straßennetz einen Blick auf die „Big five“ zu erhaschen. „Dieser Begriff stammt noch aus der Zeit der Großwildjäger und umfasst Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – da diese fünf Arten einst am schwersten zu Fuß zu jagen waren“, erklärt Ike Phaahla.
Heute stehen diese majestätischen Tiere unter Schutz und das Hauptaugenmerk liegt auf einer respektvollen Beobachtung. Im frühen und kühlen Morgengrauen, wenn die ersten Fahrzeuge zur Fotosafari aufbrechen, sind die Anweisungen der Nationalparkwächter unmissverständlich:
„Keinesfalls aussteigen, nicht die Beine aus dem Wagen halten. Das mögen die Wildtiere gar nicht, und manche werden dann richtig böse.“
Erst im Jänner vergangenen Jahres wurde ein 59jähriger Tourist neben seinem Auto totgetrampelt. Er hatte versucht, zwei seiner Enkelkinder im Alter von fünf und elf Jahren in Sicherheit zu bringen, die von einem Elefanten angegriffen wurden, als sie Fotos von ihm machen wollten.
Selbst Nashorn-Wilderer sind im Nationalpark schon von Dickhäutern getötet und anschließend von Löwen aufgefressen worden. Hwie
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