Tante rettet das Leben ihres einjährigen Neffen
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Der kleine Crew Dearth aus Cleveland (USA) war nicht einmal ein Jahr alt, als bei ihm ein bösartiger Lebertumor diagnostiziert wurde. Die einzige Überlebenschance des Buben war ein neues Organ, denn der Krebs hatte bereits im Körper gestreut. Seine Tante hat ihm das Leben gerettet. Taylor Dearth, 34, spendete ihrem Neffen einen Teil ihrer Leber.
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Der kleine Crew lag reglos auf dem riesigen Spitalsbett. Schläuche zogen sich über die weiße Decke, Monitore piepsten leise im Halbdunkel des Zimmers. Über Cleveland (Ohio, USA) ging gerade die Sonne auf, doch seine Mutter Nicole Dearth sah sie nicht. Schon seit Stunden saß die 33jährige neben ihrem Sohn und beobachtete jede Bewegung seines Brustkorbes.
Immer wieder strich sie ihm über den Kopf, immer wieder
fragte sie sich, „wird mein Baby überleben?“
Crew war ein fröhlicher, kleiner Bub, elf Monate alt, neugierig und ständig in Bewegung. Dearth hielt sein tränendes Auge und die verstopfte Nase für einen
harmlosen Infekt, „eine Erkältung, nichts Schlimmes“. Doch dann begann der Bub ununterbrochen zu weinen. Sein Bauch schwoll immer stärker an und seine Augen wurden rot und glasig,
„irgendetwas stimmte ganz und gar nicht“. Der Hausarzt in ihrer Heimatstadt vermutete zunächst eine Ohrenentzündung und verschrieb Antibiotika. Doch zu Hause verschlechterte sich Crews Zustand dramatisch. Dearth, von Beruf Krankenschwester, spürte sofort, dass sie keine Zeit mehr verlieren durfte.
Gemeinsam mit ihrem Mann Chad raste sie in das eineinhalb Stunden entfernte Kinderspital nach Cleveland. Dort änderte sich das Leben der Familie binnen weniger Minuten.
Nach den Untersuchungen betraten die Ärzte mit ernsten Mienen das Zimmer.
„Es war wie ein Todesurteil“, erinnert sie sich an die niederschmetternde Nachricht. „Was ich für einen Schnupfen hielt, entpuppte sich als lebensbedrohliche Erkrankung.“
Bei ihrem Sohn wurde ein seltener, bösartiger Lebertumor diagnostiziert. „Der Krebs hatte bereits begonnen, sich im Körper auszubreiten. Und damit begann unser Albtraum“, erinnert sich die Mutter.
Von einem Tag auf den anderen brach das Leben der Familie zusammen. Noch im Spital wurde mit den aggressiven Chemotherapien begonnen. Nicole und Chad Dearth kündigten ihre Arbeit, mieteten ein kleines Zimmer in der Nähe des Spitales und lebten fortan in der Ungewissheit – zwischen Kantinen-Kaffee und schlaflosen Nächten.
Die zwei älteren Kinder kamen vorübergehend bei den Großeltern unter. „Es fühlte sich an, als hätten wir unser
altes Leben einfach zurücklassen müssen“, erzählt der Vater.
Die Chemotherapie schlug an, der Tumor schrumpfte. Zum ersten Mal schöpfte die Familie Hoffnung. Doch der Bub brauchte mehrere Bluttransfusionen. Manchmal schrie er stundenlang vor Schmerzen. Die Mutter erinnert sich an Nächte, in denen sie durchgehend weinend an seinem Bett saß. „Wir hofften und litten mit ihm“, sagt sie. Dann ereilte die Familie der nächste Schicksalsschlag.
Die Ärzte erklärten den Eltern, dass der Tumor zwar kleiner geworden sei, aber an einer fatalen Stelle lag. Er hatte sich um lebenswichtige Blutgefäße gewickelt. Eine vollständige Entfernung würde die Leber zerstören.
Nur eine neue Leber konnte das Kind retten, alles hing von einem passenden Spenderorgan ab. Crew Dearth wurde auf die Warteliste gesetzt, doch die Zeit arbeitete gegen ihn. Die Eltern ließen sich testen, doch beide kamen nicht als Spender infrage, ebenso wenig wie andere Verwandte und Freunde.
„Wir waren verzweifelt und wussten nicht mehr, was wir tun sollten.“
Eines Tages, zeitig in der Früh, klingelte das Telefon. Am anderen Ende war Taylor Dearth, Chads Schwester. Da die Mutter bis dahin nur gelegentlichen Kontakt mit der Schwägerin hatte, kam der Anruf überraschend.
Taylor Dearth, 34, Mutter von drei Mädchen, hatte von der Krebserkrankung ihres Neffen erfahren. Als sie ihre jüngste Tochter weckte, dachte sie an Crew und wusste, was zu tun war. „Sollte ich infrage kommen, dann werde ich ihm einen Teil meiner Leber schenken“, beschloss sie.
Nicole Dearth war sprachlos. „Mit so einem Angebot hätte ich niemals gerechnet.“ Für ihre Schwägerin fühlte sich die Entscheidung selbstverständlich an. „Es war, als wäre ich genau dafür bestimmt“, sagt sie. „Etwas Sinnvolles für einen anderen Menschen zu tun, das macht mich glücklich.“
Die Tests bestätigten, dass Taylor Dearth geeignet war. Am 30. Juni 2025 wurden die Tante und ihr Neffe gleichzeitig in den Operationssaal der Klinik in Cleveland gebracht.
Dearth erinnert sich heute noch an den besonderen Moment kurz vor der Narkose. „Crew lag völlig ruhig da“, erzählt sie lächelnd. „Er streckte sich auf dem Operationstisch aus wie ein kleiner Erwachsener, während ich am ganzen Körper gezittert habe.“
Die Operation verlief erfolgreich. Die Spenderin durfte bereits nach fünf Tagen in die Arme ihrer Familie zurückkehren, Crew hingegen musste weiterhin im Spital bleiben. Im kleinen Körper befanden sich nach wie vor hartnäckige Krebszellen. Es folgten Monate intensiver Behandlungen und kräfteraubender Therapien. Dann geschah das Wunder, auf das alle gehofft hatten. Die Ärzte erklärten den Buben für krebsfrei.
An seinem letzten Tag im Spital erlebte der kleine Kämpfer eine besondere Tradition. Im Hauptgang des Gebäudes hängt die große Tapferkeitsglocke. Die durfte Crew läuten, als kraftvolles Symbol dafür, dass er die Krankheit besiegt hat.
Der Bub griff nach der Läuteschnur, und der Glockenklang hallte durch alle Flure. Die Eltern vergossen Tränen der Erleichterung, und das Pflegepersonal applaudierte laut.
„Auch heute noch höre ich dieses Läuten und sehe das stolze Lächeln meines kleinen Neffen“, erinnert sich Taylor Dearth, die ihm ein neues Leben geschenkt hat.
Immer wieder strich sie ihm über den Kopf, immer wieder
fragte sie sich, „wird mein Baby überleben?“
Crew war ein fröhlicher, kleiner Bub, elf Monate alt, neugierig und ständig in Bewegung. Dearth hielt sein tränendes Auge und die verstopfte Nase für einen
harmlosen Infekt, „eine Erkältung, nichts Schlimmes“. Doch dann begann der Bub ununterbrochen zu weinen. Sein Bauch schwoll immer stärker an und seine Augen wurden rot und glasig,
„irgendetwas stimmte ganz und gar nicht“. Der Hausarzt in ihrer Heimatstadt vermutete zunächst eine Ohrenentzündung und verschrieb Antibiotika. Doch zu Hause verschlechterte sich Crews Zustand dramatisch. Dearth, von Beruf Krankenschwester, spürte sofort, dass sie keine Zeit mehr verlieren durfte.
Gemeinsam mit ihrem Mann Chad raste sie in das eineinhalb Stunden entfernte Kinderspital nach Cleveland. Dort änderte sich das Leben der Familie binnen weniger Minuten.
Nach den Untersuchungen betraten die Ärzte mit ernsten Mienen das Zimmer.
„Es war wie ein Todesurteil“, erinnert sie sich an die niederschmetternde Nachricht. „Was ich für einen Schnupfen hielt, entpuppte sich als lebensbedrohliche Erkrankung.“
Bei ihrem Sohn wurde ein seltener, bösartiger Lebertumor diagnostiziert. „Der Krebs hatte bereits begonnen, sich im Körper auszubreiten. Und damit begann unser Albtraum“, erinnert sich die Mutter.
Von einem Tag auf den anderen brach das Leben der Familie zusammen. Noch im Spital wurde mit den aggressiven Chemotherapien begonnen. Nicole und Chad Dearth kündigten ihre Arbeit, mieteten ein kleines Zimmer in der Nähe des Spitales und lebten fortan in der Ungewissheit – zwischen Kantinen-Kaffee und schlaflosen Nächten.
Die zwei älteren Kinder kamen vorübergehend bei den Großeltern unter. „Es fühlte sich an, als hätten wir unser
altes Leben einfach zurücklassen müssen“, erzählt der Vater.
Die Chemotherapie schlug an, der Tumor schrumpfte. Zum ersten Mal schöpfte die Familie Hoffnung. Doch der Bub brauchte mehrere Bluttransfusionen. Manchmal schrie er stundenlang vor Schmerzen. Die Mutter erinnert sich an Nächte, in denen sie durchgehend weinend an seinem Bett saß. „Wir hofften und litten mit ihm“, sagt sie. Dann ereilte die Familie der nächste Schicksalsschlag.
Die Ärzte erklärten den Eltern, dass der Tumor zwar kleiner geworden sei, aber an einer fatalen Stelle lag. Er hatte sich um lebenswichtige Blutgefäße gewickelt. Eine vollständige Entfernung würde die Leber zerstören.
Nur eine neue Leber konnte das Kind retten, alles hing von einem passenden Spenderorgan ab. Crew Dearth wurde auf die Warteliste gesetzt, doch die Zeit arbeitete gegen ihn. Die Eltern ließen sich testen, doch beide kamen nicht als Spender infrage, ebenso wenig wie andere Verwandte und Freunde.
„Wir waren verzweifelt und wussten nicht mehr, was wir tun sollten.“
Eines Tages, zeitig in der Früh, klingelte das Telefon. Am anderen Ende war Taylor Dearth, Chads Schwester. Da die Mutter bis dahin nur gelegentlichen Kontakt mit der Schwägerin hatte, kam der Anruf überraschend.
Taylor Dearth, 34, Mutter von drei Mädchen, hatte von der Krebserkrankung ihres Neffen erfahren. Als sie ihre jüngste Tochter weckte, dachte sie an Crew und wusste, was zu tun war. „Sollte ich infrage kommen, dann werde ich ihm einen Teil meiner Leber schenken“, beschloss sie.
Nicole Dearth war sprachlos. „Mit so einem Angebot hätte ich niemals gerechnet.“ Für ihre Schwägerin fühlte sich die Entscheidung selbstverständlich an. „Es war, als wäre ich genau dafür bestimmt“, sagt sie. „Etwas Sinnvolles für einen anderen Menschen zu tun, das macht mich glücklich.“
Die Tests bestätigten, dass Taylor Dearth geeignet war. Am 30. Juni 2025 wurden die Tante und ihr Neffe gleichzeitig in den Operationssaal der Klinik in Cleveland gebracht.
Dearth erinnert sich heute noch an den besonderen Moment kurz vor der Narkose. „Crew lag völlig ruhig da“, erzählt sie lächelnd. „Er streckte sich auf dem Operationstisch aus wie ein kleiner Erwachsener, während ich am ganzen Körper gezittert habe.“
Die Operation verlief erfolgreich. Die Spenderin durfte bereits nach fünf Tagen in die Arme ihrer Familie zurückkehren, Crew hingegen musste weiterhin im Spital bleiben. Im kleinen Körper befanden sich nach wie vor hartnäckige Krebszellen. Es folgten Monate intensiver Behandlungen und kräfteraubender Therapien. Dann geschah das Wunder, auf das alle gehofft hatten. Die Ärzte erklärten den Buben für krebsfrei.
An seinem letzten Tag im Spital erlebte der kleine Kämpfer eine besondere Tradition. Im Hauptgang des Gebäudes hängt die große Tapferkeitsglocke. Die durfte Crew läuten, als kraftvolles Symbol dafür, dass er die Krankheit besiegt hat.
Der Bub griff nach der Läuteschnur, und der Glockenklang hallte durch alle Flure. Die Eltern vergossen Tränen der Erleichterung, und das Pflegepersonal applaudierte laut.
„Auch heute noch höre ich dieses Läuten und sehe das stolze Lächeln meines kleinen Neffen“, erinnert sich Taylor Dearth, die ihm ein neues Leben geschenkt hat.
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