Erika Deutinger, 73:
„Wir Bankerl-Weiber wissen alles“
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Als „Mundl“-Tochter Hanni wurde sie vor einem halben Jahrhundert bekannt. Jetzt brilliert Erika Deutinger als Mama des von Thomas Stipsits gespielten Stinatzer Inspektors.
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Frau Deutinger, sind Sie sich eigentlich bewusst, dass Sie durch Ihre Rolle der „Mundl“-Tochter und die Jahreswechsel-Folge seit rund 50 Jahren heimische Silvester-Tradition sind?
Ja, es ist eine schrecklich lange Zeit, wenn es ausgesprochen wird. Vom Gefühl her ist es ganz nah und auch wieder weit weg.
Was bedeutet Ihnen das?
Ich bin dankbar, dass ich bei dieser wunderbaren Serie dabei war.
Werden Sie oft darauf angesprochen?
Nicht mehr so oft wie früher. Ich bin ja nun doch „etwas“ älter geworden, und nicht alle erkennen mich als „Hanni“. Das kann ich verstehen. Ich bin eher verwundert über die Menschen, die mich erkennen. Das finde ich herrlich.
Wieso wurden Sie Schauspielerin? Sind Sie familiär künstlerisch vorbelastet?
Nicht, dass ich wüsste. Aber ich hatte als Kind durchweinte Nächte, weil meine Eltern meinen Wunsch, Tänzerin zu werden, als absurd abtaten. Schauspielerin – das erschien mir anfangs selbst absurd. Doch nach einer „Begabtenprüfung“ an der „Hochschule für Musik und darstellende Kunst“ in Wien, die ich mit der Bewertung „absolut begabt“ hinter mich brachte, sah ich es anders. Die Matura hab‘ ich aber trotzdem gemacht.
Aktuell sehen wir Sie in „Eierkratz-Komplott“, der dritten Verfilmung eines der im burgenländischen Stinatz handelnden Krimireihe.
Sie spielen wieder die „Baba“, die Mutter des von Thomas Stipsits, 42, verkörperten Ermittlers. Haben Sie zu dieser Rolle gleich „Ja“ gesagt?
Oder war Ihre erste Reaktion: „Na, die Oide spiel‘ i net“?
Ich hab‘ mich irrsinnig über die Rolle gefreut, bin dankbar, dass ich sie spielen darf und freu‘ mich auf alle Dreharbeiten.
Ohne die „Baba“ und ihre „Bankerl-Genossinnen“ wär‘ ja der Inspektor oft aufgeschmissen, die drei liefern regelmäßig wichtige Hinweise …
Ja, wir Bankerl-Weiber wissen alles. Wir kennen ja die meisten Stinatzer recht gut.
Mussten Sie für die Krimis Burgenländisch lernen,
vielleicht sogar Stinatzerisch?
Na, und wie. Wie bei einer Fremdsprache. Wir drei Bankerl-Kolleginnen haben einander privat getroffen und Burgenländisch und auch ein bisserl Stinatzerisch gebüffelt. Ich bin ganz stolz darauf, dass mir beim letzten Dreh die Stinatzer gesagt haben, dass ich schon ganz echt klinge. Das war ein Ritterschlag.
Könnten Sie jetzt ein Osterei auch so schön verzieren wie die Kratzkünstlerin „Baba“?
Neeeiiin! Leider, aber die Damen kratzen ja schon jahrzehntelang. Unglaublich ist diese Fertigkeit. Wir drei „Weiber“ haben von der lieben Wilma Zieserl, der Ober-Eierkratzerin von Stinatz, privat einen Nachmittag lang gelernt, wie‘s gehen sollte. Wie die Eier und das Messer gehalten werden, damit‘s im Film nicht ganz blöd ausschaut.
Was arbeiten Sie außer in diesen Krimis? Oder fühlen Sie sich schon eher in Pension?
Ich mach‘ jede Menge Lesungen, hab‘ bis jetzt auch immer wieder Theater gespielt und werde in der neuen ORF-Serie „Pflegeleicht“ als Oma Helli zu sehen sein.
Was treiben Sie in der Freizeit?
Außer Arztbesuchen – ja, ja die Wehwehchen nehmen zu – Garteln, Wandern, Schifahren und Spazierengehen.
Sie sind mit dem Maler Itze Grünzweig verheiratet.
Wie funktioniert so eine künstlerische Verbindung?
Gibt‘s gegenseitige Kritik?
Wir sind wirklich schon lange zusammen, haben auch gemeinsam Theater gespielt – er ist ja auch Schauspieler, Musiker, Sänger, ein Universalkünstler halt. Wir sagen, was wir gut oder weniger gut finden. Das wird schon diskutiert, aber es fliegen nicht die Fetzen. M. Prack
Ja, es ist eine schrecklich lange Zeit, wenn es ausgesprochen wird. Vom Gefühl her ist es ganz nah und auch wieder weit weg.
Was bedeutet Ihnen das?
Ich bin dankbar, dass ich bei dieser wunderbaren Serie dabei war.
Werden Sie oft darauf angesprochen?
Nicht mehr so oft wie früher. Ich bin ja nun doch „etwas“ älter geworden, und nicht alle erkennen mich als „Hanni“. Das kann ich verstehen. Ich bin eher verwundert über die Menschen, die mich erkennen. Das finde ich herrlich.
Wieso wurden Sie Schauspielerin? Sind Sie familiär künstlerisch vorbelastet?
Nicht, dass ich wüsste. Aber ich hatte als Kind durchweinte Nächte, weil meine Eltern meinen Wunsch, Tänzerin zu werden, als absurd abtaten. Schauspielerin – das erschien mir anfangs selbst absurd. Doch nach einer „Begabtenprüfung“ an der „Hochschule für Musik und darstellende Kunst“ in Wien, die ich mit der Bewertung „absolut begabt“ hinter mich brachte, sah ich es anders. Die Matura hab‘ ich aber trotzdem gemacht.
Aktuell sehen wir Sie in „Eierkratz-Komplott“, der dritten Verfilmung eines der im burgenländischen Stinatz handelnden Krimireihe.
Sie spielen wieder die „Baba“, die Mutter des von Thomas Stipsits, 42, verkörperten Ermittlers. Haben Sie zu dieser Rolle gleich „Ja“ gesagt?
Oder war Ihre erste Reaktion: „Na, die Oide spiel‘ i net“?
Ich hab‘ mich irrsinnig über die Rolle gefreut, bin dankbar, dass ich sie spielen darf und freu‘ mich auf alle Dreharbeiten.
Ohne die „Baba“ und ihre „Bankerl-Genossinnen“ wär‘ ja der Inspektor oft aufgeschmissen, die drei liefern regelmäßig wichtige Hinweise …
Ja, wir Bankerl-Weiber wissen alles. Wir kennen ja die meisten Stinatzer recht gut.
Mussten Sie für die Krimis Burgenländisch lernen,
vielleicht sogar Stinatzerisch?
Na, und wie. Wie bei einer Fremdsprache. Wir drei Bankerl-Kolleginnen haben einander privat getroffen und Burgenländisch und auch ein bisserl Stinatzerisch gebüffelt. Ich bin ganz stolz darauf, dass mir beim letzten Dreh die Stinatzer gesagt haben, dass ich schon ganz echt klinge. Das war ein Ritterschlag.
Könnten Sie jetzt ein Osterei auch so schön verzieren wie die Kratzkünstlerin „Baba“?
Neeeiiin! Leider, aber die Damen kratzen ja schon jahrzehntelang. Unglaublich ist diese Fertigkeit. Wir drei „Weiber“ haben von der lieben Wilma Zieserl, der Ober-Eierkratzerin von Stinatz, privat einen Nachmittag lang gelernt, wie‘s gehen sollte. Wie die Eier und das Messer gehalten werden, damit‘s im Film nicht ganz blöd ausschaut.
Was arbeiten Sie außer in diesen Krimis? Oder fühlen Sie sich schon eher in Pension?
Ich mach‘ jede Menge Lesungen, hab‘ bis jetzt auch immer wieder Theater gespielt und werde in der neuen ORF-Serie „Pflegeleicht“ als Oma Helli zu sehen sein.
Was treiben Sie in der Freizeit?
Außer Arztbesuchen – ja, ja die Wehwehchen nehmen zu – Garteln, Wandern, Schifahren und Spazierengehen.
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Gibt‘s gegenseitige Kritik?
Wir sind wirklich schon lange zusammen, haben auch gemeinsam Theater gespielt – er ist ja auch Schauspieler, Musiker, Sänger, ein Universalkünstler halt. Wir sagen, was wir gut oder weniger gut finden. Das wird schon diskutiert, aber es fliegen nicht die Fetzen. M. Prack
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