Ausgabe Nr. 02/2026 vom 07.01.2026, Fotos: APA-Images, ACTION PRESS, imago stock&people, AFP, IMAGO/ABACAPRESS
Die schöne Rebellin
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Brigitte Bardots letzter Wunsch: Sie wollte bei ihren Tieren ihre letzte Ruhe finden. Die Männerwelt lag ihr zu Füßen, die Regisseure rissen sich um sie. Doch mit 38 Jahren beendete Brigitte Bardot ihre Schauspiel-Karriere und widmete sich dem Tierschutz. Auch politisch ließ sie aufhorchen. Vor wenigen Tagen starb sie im Alter von 91 Jahren.
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Ich habe viel und leidenschaftlich geliebt. Das liegt in meiner Natur“, hat Brigitte Bardot einmal gesagt.
Die berühmteste Blondine Frankreichs der 1960er und 1970er war sich ihrer Reize bewusst und geizte damit nicht. Provokant stellte sie sich den Fotografen und zeigte in ihren Filmen einen neuen Frauentyp.
Stark, erotisch, verbunden mit einer gewissen Unschuldigkeit. Auf diese Weise versetzte sie nicht nur die Filmbranche mit Werken wie „Und immer lockt das Weib“, „Viva Maria!“ oder „Die Verachtung“ in Entzücken, sondern angelte sich reihum die Männer. Wobei es ihr egal war, ob sie zu dem Zeitpunkt verheiratet war oder nicht.
In ihrem 91 Jahre dauernden Leben, das am 28. September 1934 in der französischen Hauptstadt Paris begonnen und vor wenigen Tagen, am 28. Dezember 2025, geendet hat, brachte sie es auf vier Ehen.
Die letzte ging sie im Jahr 1992 mit dem Industriellen Bernard d‘Ormale ein. Gemeinsam mit dem 84jährigen lebte die Mutter eines Sohnes namens Nicolas Charrier, 64, auf einem Bauernhof am Rande von Saint-Tropez im
Süden Frankreichs, an der Mittelmeerküste. In ihren letzten beiden Lebensjahren musste Bardot mehrfach im Spital behandelt werden.
Sie starb, nachdem sie zwei Leben gelebt hat. Das erste verlief im Rampenlicht, in dem sie von der Ballett-Schülerin zum Fotomodell und zur Leindwand-Göttin aufgestiegen ist.
Die Französin hat es mit 38 Jahren beendet. Das zweite hat sie fernab der Öffentlichkeit als Tierschützerin auf ihrem Anwesen „La Madrague“ verbracht. Den Tieren gehörte bis zuletzt ihre ganze Liebe.
Ein Gefühl, das sie ihrem Sohn nie entgegenbringen konnte. Er wuchs beim Vater und den Großeltern in Norwegen auf. Doch für die „rechtlosesten, vergessensten und verachtetsten Geschöpfe der Erde“, wie Bardot sie nannte, verwendete sie all ihre Kraft und Leidenschaft und scheute selbst gerichtliche Auseinandersetzungen nicht.
Und wenn einer ihrer Lieblinge starb, trug sie Trauer. Bilder Hunderter von verstorbenen Tieren, die bei ihr den Lebensabend verbringen konnten, hat sie in den Regalen ihres Anwesen aufbewahrt.
Sie lebte mit Hunden, Katzen, Schafen, Kühen, Eseln und Pferden und sie kämpfte für die Tiere. Bardot gründete dazu Ende der 1980er Jahre sogar eine eigene Stiftung, die „Fondation Brigitte Bardot“, mit Sitz in Paris.
Verbunden mit ihrem Engagement für die Tiere äußerte sie sich immer wieder zu politischen Themen, etwa dem Schächten. In ihrem Buch „Ein Ruf aus der Stille“ (Verlag Langen Müller) schrieb die überzeugte Veganerin, dass sie sich dafür eingesetzt hat, dieses brutale und unmenschliche Schlachten ohne vorherige Betäubung zu verbieten. „Doch die Regierungen unterwarfen sich und hielten, aus was für undurchsichtigen Gründen auch immer, an irgendwelchen fremden Traditionen fest.
Nachdem ich mehrere Male vor Gericht zitiert wurde, musste ich mich beugen, besiegt, mundtot gemacht, materiell ausgeblutet durch astronomisch hohe Geld-
strafen, die ich an jene zahlen musste, die diese grausamen Bräuche unterstützten.“
Das einstige Sex-Symbol der Leinwand wurde zur
Rebellin und zeigte sich verbittert, enttäuscht und
desillusioniert von den Menschen. In ihrer Autobiografie „Tränen des Kampfes“ (Verlag Nagel & Kimche) hat sie dazu harte Worte gefunden.
„Ich gehöre nicht zur menschlichen Gattung. Ich will nicht zu ihr gehören. Ich fühle mich andersartig, fast anormal. Solange Tiere als minderwertige Arten gelten, solange wir ihnen auf so vielfältige Weise Schmerzen und Leid zufügen, sie zu unserem Nutzen, zu unserer Unterhaltung und zu unserem Vergnügen töten, kann und will ich einer so anmaßenden und blutrünstigen Gattung nicht angehören. Abgesehen davon habe ich mich ihr noch nie besonders nahe gefühlt, ganz im Gegenteil. Mit den meisten Menschen verbindet mich kaum etwas. Wenige Male in meinem Leben bin ich Menschen begegnet, mit denen ich auf derselben Wellen-
länge lag, an denen ich einen aufrührerischen Geist und einen Weltekel entdeckte, wie auch ich sie in mir trage.
Meist jedoch finde ich mich in unserer Welt nicht wieder, die von Erfolgsstreben, Oberflächlichkeit und Konkurrenzdenken geprägt ist und in der es an Tiefe und Offenherzigkeit und Gefühlsdingen mangelt.“
Die Künstlerin und Tierschützerin räumte zwar ein, selbst ein oberflächliches Leben geführt zu haben, sie liebte den Champagner und wilde Nächte an der Cote d‘Azur, doch sei sie im Grunde unglücklich gewesen.
„Obwohl ich mir immer größte Mühe gab, fand ich mich in dieser Art zu leben nie zurecht. Nie war ich so sehr im Reinen mit mir wie heute, wo ich in La Madrague lebe. Diese Art zu leben, schlicht und im Einklang mit der Natur, hat mich schon immer angezogen.“
Wobei sie gewisse Vorlieben beibehalten hat. Champagner zum Beispiel, liebte sie bis zuletzt. Und beim Parfum trug sie stets die gleiche Marke. „Eine Frau wechselt die Männer, das Parfum nie“, sagte Bardot, die ein Hauch von Guerlain umgab und die ihren Kampf für das Tierwohl oft mit dem Amt eines Priesters verglich. „Das trifft es ganz gut“, berichtet Bardot in ihrer Autobiografie, „denn beide Tätigkeiten sind mühselig, man erntet kaum Ruhm und gelangt oft an den Rand der Verzweiflung.“
Mitten in diesem aufreibenden Kampf musste sich Bardot in den frühen 80er Jahren noch einem persönlichen Feind stellen, dem Brustkrebs. „Ich erinnere mich gut an die Schmerzen dieser heimtückischen Krankheit, an die Operation, bei der die Knoten entfernt wurden, und an diese fürchterliche paradoxe Lage: Für den Rest der Welt war ich noch immer Brigitte Bardot, aber ich fühlte mich im Stich gelassen.
Wer hätte sich vorstellen können, dass die Juliette aus ,Und immer lockt das Weib‘ oder die sexy Rockerbraut aus dem Video zu ,Harley Davidson‘ zurückgezogen in La Madrague lebte?“ Nachdem sie ein ruhmreiches Dasein im Rampenlicht geführt hat, kam es ihr nun so vor, als würde ihr alles genommen.
Und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn um ihre Stiftung zur Rettung armer Tiere gründen zu können, musste sie sich von Wertgegenständen trennen. „Also habe ich mich jeden Tag von 6.30 Uhr bis 11 Uhr auf den Marktplatz von Saint-Tropez gestellt und allen möglichen Kram verkauft“, erzählt sie in „Tränen des Kampfes“.
„Zudem wurde all mein Schmuck, den mir mein Mann Gunter Sachs geschenkt hat, meine Gitarre, das Kleid, das ich bei der Hochzeit mit Roger Vadim getragen habe, Tafelsilber und Möbel versteigert.
Mit all diesen Dingen verließ mich ein Teil meiner Seele. Mein erstes Leben machte Platz für mein zweites.“
An diesem Tag formulierte Brigitte Bardot ihren Grundsatz. „Ich habe meine Jugend und meine Schönheit den Menschen geschenkt, und nun schenke ich meine Weisheit und meine Erfahrung den Tieren.“ Diese Erkenntnisse hat sie auch im Umgang mit ihrem Sohn Nicolas reifen lassen.
Mutter und Sohn wurden zwar keine besten Freunde, doch die Wogen glätteten sich im Laufe der Jahre.
„Wir telefonieren regelmäßig. Er lebt in Norwegen, besucht mich aber jedes Jahr, allein oder mit seiner Familie, seiner Frau, meinen Enkelinnen oder meiner Urenkelin“, schrieb Bardot in „Tränen des Kampfes“. „Unsere Beziehung hat sich normalisiert. Er ist ein wundervoller Mensch.“ Der 64jährige soll auch Teil ihres Nachlasses sein, den Bardot zu Lebzeiten erstellt hat. Welche Rolle er dabei genau einnehmen wird, ist nicht bekannt.
Auch für ihre toten Männer, die sie liebte, sowie ihre toten Tiere, die unter anderem auf ihrem Anwesen ihre letzte Ruhe fanden, hat sie vorgesorgt. „Ich habe ihre Gräber gepflegt. Das ist meine Pflicht gegenüber denen, die uns verlassen haben“, schrieb sie. Die Künstlerin hat dafür gesorgt, dass die Gräber über ihren Tod hinaus gepflegt werden.
Brigitte Bardot wird im Familiengrab, in dem ihre Eltern ruhen, „mit Blick auf das Mittelmeer“ ihre letzte Ruhe finden. Die Ankündigung überraschte, da die Schauspielerin verfügt hat, zu Hause in La Madrague, nahe ihren Tieren, beigesetzt zu werden.
Am Mittwoch, dem 7. Jänner, findet die religiöse Zeremonie ab 11 Uhr im kleinen Kreis in der Pfarrirche in Saint-Tropez statt. Die Trauerfeier kann auf Großbildschirmen mitverfolgt werden. Anschließend wird sie auf dem Meeresfriedhof beigesetzt. Die zu ihren Ehren niedergelegten Blumen sollen „Wiesenblumen sein, Rosen sind dagegen nicht erwünscht“. Die Verabschiedung steht ganz im Zeichen der Einfachheit.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollte für sie ein Staatsbegräbnis organisieren, doch das hat Bardots
Ehemann abgelehnt.
Zudem erklärte er, Macron sei beim Begräbnis unerwünscht. Weil er sich nicht für die Interessen Bardots eingesetzt habe.
Die berühmteste Blondine Frankreichs der 1960er und 1970er war sich ihrer Reize bewusst und geizte damit nicht. Provokant stellte sie sich den Fotografen und zeigte in ihren Filmen einen neuen Frauentyp.
Stark, erotisch, verbunden mit einer gewissen Unschuldigkeit. Auf diese Weise versetzte sie nicht nur die Filmbranche mit Werken wie „Und immer lockt das Weib“, „Viva Maria!“ oder „Die Verachtung“ in Entzücken, sondern angelte sich reihum die Männer. Wobei es ihr egal war, ob sie zu dem Zeitpunkt verheiratet war oder nicht.
In ihrem 91 Jahre dauernden Leben, das am 28. September 1934 in der französischen Hauptstadt Paris begonnen und vor wenigen Tagen, am 28. Dezember 2025, geendet hat, brachte sie es auf vier Ehen.
Die letzte ging sie im Jahr 1992 mit dem Industriellen Bernard d‘Ormale ein. Gemeinsam mit dem 84jährigen lebte die Mutter eines Sohnes namens Nicolas Charrier, 64, auf einem Bauernhof am Rande von Saint-Tropez im
Süden Frankreichs, an der Mittelmeerküste. In ihren letzten beiden Lebensjahren musste Bardot mehrfach im Spital behandelt werden.
Sie starb, nachdem sie zwei Leben gelebt hat. Das erste verlief im Rampenlicht, in dem sie von der Ballett-Schülerin zum Fotomodell und zur Leindwand-Göttin aufgestiegen ist.
Die Französin hat es mit 38 Jahren beendet. Das zweite hat sie fernab der Öffentlichkeit als Tierschützerin auf ihrem Anwesen „La Madrague“ verbracht. Den Tieren gehörte bis zuletzt ihre ganze Liebe.
Ein Gefühl, das sie ihrem Sohn nie entgegenbringen konnte. Er wuchs beim Vater und den Großeltern in Norwegen auf. Doch für die „rechtlosesten, vergessensten und verachtetsten Geschöpfe der Erde“, wie Bardot sie nannte, verwendete sie all ihre Kraft und Leidenschaft und scheute selbst gerichtliche Auseinandersetzungen nicht.
Und wenn einer ihrer Lieblinge starb, trug sie Trauer. Bilder Hunderter von verstorbenen Tieren, die bei ihr den Lebensabend verbringen konnten, hat sie in den Regalen ihres Anwesen aufbewahrt.
Sie lebte mit Hunden, Katzen, Schafen, Kühen, Eseln und Pferden und sie kämpfte für die Tiere. Bardot gründete dazu Ende der 1980er Jahre sogar eine eigene Stiftung, die „Fondation Brigitte Bardot“, mit Sitz in Paris.
Verbunden mit ihrem Engagement für die Tiere äußerte sie sich immer wieder zu politischen Themen, etwa dem Schächten. In ihrem Buch „Ein Ruf aus der Stille“ (Verlag Langen Müller) schrieb die überzeugte Veganerin, dass sie sich dafür eingesetzt hat, dieses brutale und unmenschliche Schlachten ohne vorherige Betäubung zu verbieten. „Doch die Regierungen unterwarfen sich und hielten, aus was für undurchsichtigen Gründen auch immer, an irgendwelchen fremden Traditionen fest.
Nachdem ich mehrere Male vor Gericht zitiert wurde, musste ich mich beugen, besiegt, mundtot gemacht, materiell ausgeblutet durch astronomisch hohe Geld-
strafen, die ich an jene zahlen musste, die diese grausamen Bräuche unterstützten.“
Das einstige Sex-Symbol der Leinwand wurde zur
Rebellin und zeigte sich verbittert, enttäuscht und
desillusioniert von den Menschen. In ihrer Autobiografie „Tränen des Kampfes“ (Verlag Nagel & Kimche) hat sie dazu harte Worte gefunden.
„Ich gehöre nicht zur menschlichen Gattung. Ich will nicht zu ihr gehören. Ich fühle mich andersartig, fast anormal. Solange Tiere als minderwertige Arten gelten, solange wir ihnen auf so vielfältige Weise Schmerzen und Leid zufügen, sie zu unserem Nutzen, zu unserer Unterhaltung und zu unserem Vergnügen töten, kann und will ich einer so anmaßenden und blutrünstigen Gattung nicht angehören. Abgesehen davon habe ich mich ihr noch nie besonders nahe gefühlt, ganz im Gegenteil. Mit den meisten Menschen verbindet mich kaum etwas. Wenige Male in meinem Leben bin ich Menschen begegnet, mit denen ich auf derselben Wellen-
länge lag, an denen ich einen aufrührerischen Geist und einen Weltekel entdeckte, wie auch ich sie in mir trage.
Meist jedoch finde ich mich in unserer Welt nicht wieder, die von Erfolgsstreben, Oberflächlichkeit und Konkurrenzdenken geprägt ist und in der es an Tiefe und Offenherzigkeit und Gefühlsdingen mangelt.“
Die Künstlerin und Tierschützerin räumte zwar ein, selbst ein oberflächliches Leben geführt zu haben, sie liebte den Champagner und wilde Nächte an der Cote d‘Azur, doch sei sie im Grunde unglücklich gewesen.
„Obwohl ich mir immer größte Mühe gab, fand ich mich in dieser Art zu leben nie zurecht. Nie war ich so sehr im Reinen mit mir wie heute, wo ich in La Madrague lebe. Diese Art zu leben, schlicht und im Einklang mit der Natur, hat mich schon immer angezogen.“
Wobei sie gewisse Vorlieben beibehalten hat. Champagner zum Beispiel, liebte sie bis zuletzt. Und beim Parfum trug sie stets die gleiche Marke. „Eine Frau wechselt die Männer, das Parfum nie“, sagte Bardot, die ein Hauch von Guerlain umgab und die ihren Kampf für das Tierwohl oft mit dem Amt eines Priesters verglich. „Das trifft es ganz gut“, berichtet Bardot in ihrer Autobiografie, „denn beide Tätigkeiten sind mühselig, man erntet kaum Ruhm und gelangt oft an den Rand der Verzweiflung.“
Mitten in diesem aufreibenden Kampf musste sich Bardot in den frühen 80er Jahren noch einem persönlichen Feind stellen, dem Brustkrebs. „Ich erinnere mich gut an die Schmerzen dieser heimtückischen Krankheit, an die Operation, bei der die Knoten entfernt wurden, und an diese fürchterliche paradoxe Lage: Für den Rest der Welt war ich noch immer Brigitte Bardot, aber ich fühlte mich im Stich gelassen.
Wer hätte sich vorstellen können, dass die Juliette aus ,Und immer lockt das Weib‘ oder die sexy Rockerbraut aus dem Video zu ,Harley Davidson‘ zurückgezogen in La Madrague lebte?“ Nachdem sie ein ruhmreiches Dasein im Rampenlicht geführt hat, kam es ihr nun so vor, als würde ihr alles genommen.
Und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn um ihre Stiftung zur Rettung armer Tiere gründen zu können, musste sie sich von Wertgegenständen trennen. „Also habe ich mich jeden Tag von 6.30 Uhr bis 11 Uhr auf den Marktplatz von Saint-Tropez gestellt und allen möglichen Kram verkauft“, erzählt sie in „Tränen des Kampfes“.
„Zudem wurde all mein Schmuck, den mir mein Mann Gunter Sachs geschenkt hat, meine Gitarre, das Kleid, das ich bei der Hochzeit mit Roger Vadim getragen habe, Tafelsilber und Möbel versteigert.
Mit all diesen Dingen verließ mich ein Teil meiner Seele. Mein erstes Leben machte Platz für mein zweites.“
An diesem Tag formulierte Brigitte Bardot ihren Grundsatz. „Ich habe meine Jugend und meine Schönheit den Menschen geschenkt, und nun schenke ich meine Weisheit und meine Erfahrung den Tieren.“ Diese Erkenntnisse hat sie auch im Umgang mit ihrem Sohn Nicolas reifen lassen.
Mutter und Sohn wurden zwar keine besten Freunde, doch die Wogen glätteten sich im Laufe der Jahre.
„Wir telefonieren regelmäßig. Er lebt in Norwegen, besucht mich aber jedes Jahr, allein oder mit seiner Familie, seiner Frau, meinen Enkelinnen oder meiner Urenkelin“, schrieb Bardot in „Tränen des Kampfes“. „Unsere Beziehung hat sich normalisiert. Er ist ein wundervoller Mensch.“ Der 64jährige soll auch Teil ihres Nachlasses sein, den Bardot zu Lebzeiten erstellt hat. Welche Rolle er dabei genau einnehmen wird, ist nicht bekannt.
Auch für ihre toten Männer, die sie liebte, sowie ihre toten Tiere, die unter anderem auf ihrem Anwesen ihre letzte Ruhe fanden, hat sie vorgesorgt. „Ich habe ihre Gräber gepflegt. Das ist meine Pflicht gegenüber denen, die uns verlassen haben“, schrieb sie. Die Künstlerin hat dafür gesorgt, dass die Gräber über ihren Tod hinaus gepflegt werden.
Brigitte Bardot wird im Familiengrab, in dem ihre Eltern ruhen, „mit Blick auf das Mittelmeer“ ihre letzte Ruhe finden. Die Ankündigung überraschte, da die Schauspielerin verfügt hat, zu Hause in La Madrague, nahe ihren Tieren, beigesetzt zu werden.
Am Mittwoch, dem 7. Jänner, findet die religiöse Zeremonie ab 11 Uhr im kleinen Kreis in der Pfarrirche in Saint-Tropez statt. Die Trauerfeier kann auf Großbildschirmen mitverfolgt werden. Anschließend wird sie auf dem Meeresfriedhof beigesetzt. Die zu ihren Ehren niedergelegten Blumen sollen „Wiesenblumen sein, Rosen sind dagegen nicht erwünscht“. Die Verabschiedung steht ganz im Zeichen der Einfachheit.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollte für sie ein Staatsbegräbnis organisieren, doch das hat Bardots
Ehemann abgelehnt.
Zudem erklärte er, Macron sei beim Begräbnis unerwünscht. Weil er sich nicht für die Interessen Bardots eingesetzt habe.
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