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Ausgabe Nr. 12/2024 vom 19.03.2024, Fotos: NDR/Superfilm, ORF/Superfilm/Nicole Albiez
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Robert Palfrader ist in der Rolle des Pachinger zu sehen.
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„Kafka“ Joel Basman mit dem „Onkel“ Rainer Doppler.
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Marie-Lou Sellem, Nicholas Ofczarek, Maresi Riegner.
Sechsteilige Serie über Franz Kafka, „Kafka: Max“ Sonntag, 24.3. 20:15 ORF 1: Der geniale Bürokrat
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Von seinen Werken „Der Pro-
zess“ und „Das Schloss“ ha-
ben wohl die meisten in der Schule gehört, vielleicht daraus gelesen. Über das Leben des Schriftstellers Franz Kafka wissen aber nur wenige Genaues. Da schafft die neue Serie „Kafka“ Abhilfe.
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Franz Kafka (Joel Basman, 34, gr. Bild) wächst als eines von vielen Kindern einer jüdisch-bürgerlichen Familie in der tschechischen Hauptstadt Prag auf.

Anders als sein Vater Hermann (Nicholas Ofczarek, 52), ein despotischer, herrschsüchtiger Fleischhauer, ist der Sohn ein sensibler, schüchterner Typ. Er begeistert sich schon früh fürs Schreiben und verfasst einige Texte. Sein bester Freund Max Brod (David Kross, 33), selbst ein erfolgreicher Schriftsteller, ist von Franz‘ Talent überzeugt und treibt ihn immer wieder an, das Geschriebene zu veröffentlichen. Er ist zwar ein geradezu manischer Frauenheld, aber als noch wichtiger als seine Affären erscheint es ihm, seinem Freund Franz zu Ruhm zu verhelfen.

Dieser verdient später Geld als Angestellter einer halbstaatlichen Versicherungsgesellschaft, wo er in dem bürokratischen Umfeld unter dem Druck der Bürostunden leidet und die letzte Arbeitsminute stets als „Sprungbrett der Lustigkeit“ empfindet. „Mein Dienst ist lächerlich und kläglich leicht“, schreibt er an seine Freundin Milena (Liv Lisa Fries, 33), „ich weiß nicht, wofür ich das Geld bekomme …“

Die Titelrolle der sechsteiligen Serie verkörpert der Schweizer Schauspieler Joel Basman, der Kafka vor Drehbeginn erst „kennenlernen“ musste. „Natürlich wusste ich, wer Frank Kafka ist“, betont er, „aber im Laufe der Vorbereitung bin ich dann draufgekommen, dass es gar nicht so einfach ist zu behaupten, ,Ich weiß, wer Kafka ist‘. Jedenfalls wünsche ich jedem literarisch interessierten Men-schen diese Kafka-Reise, die ich hinter mir habe. Ich habe mit einem Philosophen intensiv an Kafkas Werken gearbeitet. Und ich zog auch einen Schauspiel-Trainer zu Rate. Wie geht dieses Genie, wie redet es, wie lacht es, wie weint es? Schön war, dass ich in Augenblicken der Unsicherheit auch immer den Verfasser des Drehbuches, den Bestsellerautor Daniel Kehlmann, 49, kontaktieren konnte. Mit all diesen ,Werkzeugen‘ habe ich mir meinen Kafka erbaut und versucht, hinter seine Fassade zu schauen, hinter der eine unglaublich faszinierende, ehrliche, hungrige, lustige, höfliche, realistische, poetische und intelligente Person steckte.“

Die Figur von Franz Kafkas bestem Freund und Mentor Max Brod spielt der deutsche Darsteller David Kross. „Ich war immer der Meinung, dass ich mich bei diesem Literatur-Giganten recht gut auskenne“, erzählt er. „Und dann komme ich drauf, dass ich von dieser für Franz so wichtigen Person des Max noch nie etwas gehört hatte. Immerhin wurde er ja von Kafka zu seinem Nachlassverwalter ernannt. Der sich allerdings nach dem Tod des Freundes dessen Wunsch widersetzte, den gesamten Nachlass zu vernichten. Wofür ihm zweifellos die gesamte Welt der Literatur dankbar ist.“

Die Teile zwei und drei des Sechsteilers werden im Anschluss an die erste Episode gesendet, die Episoden vier bis sechs am darauffolgenden Tag.
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