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Ausgabe Nr. 45/2022 vom 08.11.2022, Foto: muratart - stock.adobe.com
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Das exotische Eiland Bali.
Paradies in den Tropen
Der indonesische Archipel zählt Tausende von Inseln. Eine der bekanntesten von ihnen ist Bali. Sie bezaubert mit exotischen Tieren, grünen Reisfeldern und bewaldeten Vulkankegeln. Auf dem Eiland gibt es einige Tempelanlagen zu besichtigen. Affen gelten auf der Insel als heilig und leben frei im Affenwald, wo sie von den Besuchern Gegenstände stibitzen.
Es ist Morgen, als ich Bali zum ersten Mal vor mir sehe. Die sattgrünen Berge der Insel stecken in grauen, flauschigen Wolken. Die Gipfel sehen aus wie verzauberte Inseln, die in der Luft schweben“, schrieb Charlie Chaplin, als er vor fast 100 Jahren zum ersten Mal die Insel betrat.
Der wohl berühmteste Komiker der Welt nahm inmitten einer Schaffenskrise eine Auszeit und reiste um den Globus. Auf Bali machte er 18 Tage Station und war beeindruckt von den Tanzkünsten der Bewohner, den Tempelanlagen und den terrassenartig angelegten Reisfeldern.
Bali ist eine von 17.500 Inseln des indonesischen Archipels. Das Eiland ist doppelt so groß wie Vorarlberg und beherbergt trotz seiner kleinen Fläche einige Sehenswürdigkeiten.

Strände, Vulkane und Tempel
Im Landesinneren erheben sich dicht bewaldete Vulkankegel. Die Ost- und Südküste wird von malerischen Buchten und Sandstränden gesäumt. Hinter jeder Biegung ist auf Bali ein Tempel zu finden. Mehr als 20.000 hinduistische Tempel gibt es Schätzungen zufolge auf dem Eiland. „Das liegt daran, dass jede gut situierte Familie einen eigenen Haustempel pflegt. Sie haben mehrere Schreine aufgebaut, die verschiedenen Gottheiten gewidmet sind“, erzählt Michael Strobel, der die Internetseite www.bali.com betreibt.

Derartige Tempel können Urlauber im Dorf Penglipuran (großes Bild) sehen. Hier erhalten Besucher einen Eindruck, wie die Balinesen leben. Der Ort ist bewohnt, die Einwohner lassen Besucher aber in ihre Häuser blicken. „Die Dorfbewohner haben kleine Geschäfte, in denen sie Waren zum Kauf anbieten.“
Eine der größten und schönsten Tempelanlagen ist der Tempel „Ulun Danu Bratan“. Die Anlage liegt in den Bergen auf 1.200 Meter am Vulkansee Bratan. Die einzelnen Tempel sind von Wasser umringt und scheinen auf dessen Oberfläche zu schweben.

„Der See ist das Zentrum eines komplexen Bewässerungssystems. Ein Teil des Wassers wird über Kanäle zu den angrenzenden Reisfeldern transportiert. Dadurch ist der Reisanbau überhaupt erst möglich. Dieses ausgeklügelte Werk wurde zum Weltkulturerbe erklärt“, sagt Strobel.

Das satte Grün der Reisfelder ist ein Genuss für die Augen. Drei Mal im Jahr wird auf der Insel Reis geerntet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Reis einer der Hauptbestandteile der Küche ist. „Reis wird immer serviert, ob gemischt mit Gemüse, frittiert oder als Reispudding.“
Jetzt, im Herbst und Winter, herrscht zwar Regenzeit auf Bali, dafür ist aber weniger los. „Meist regnet es nur am Abend und es ist mit 27 Grad Celsius angenehm warm.“

Vögel und heilige Affen
Einen Besuch wert sind die exotischen Tiere Balis. Im „Bird Park Bali“ leben mehr als 1.000 verschiedene Vogelarten, die in riesigen Freiluftgehegen herumfliegen. Eine von ihnen ist der „Balistar“, ein einheimischer Vogel, der die Insel im Namen trägt. Der weißgefiederte Vogel ist vom Aussterben bedroht. Im Park kann er sich fortpflanzen. Einige Exemplare werden in die freie Wildbahn entlassen.

Wild und frei leben auch die Affen im Affenwald. Vor den Toren der Stadt Ubud tauchen die Besucher in einen Urwald ein. Lianen ranken sich um steinerne Tempel und Bäche plätschern durch den Wald. Mittendrin tummeln sich 600 Makaken, die gerne Kontakt mit den Menschen aufnehmen. „Aber Vorsicht, sie stehlen gerne Sachen“, mahnt Strobel. Der artgerechten Tierhaltung können sich Affen auf Bali jedenfalls sicher sein. „Sie gelten auf der Insel als heilig.“

Zwar nicht heilig, dafür aber begehrt, sind Menschen, die auf Bali arbeiten möchten. Die Regierung lockt „digitale Nomaden“ aus aller Welt mit einem Visum, das fünf Jahre lang gültig ist. Sie dürfen steuerfrei auf der Insel arbeiten. Voraussetzung ist, dass sie einen ausländischen Arbeitgeber haben. Meist brauchen diese Nomaden nur einen Computer, um ihre Arbeit zu verrichten. Sie leben und arbeiten im Paradies.

Auf nach Bali
1.12.–15.12., € 1.672,– p.P.,
inkl. Flug ab Wien nach Denpasar und 13 Nächte im „Anvaya Beach Resorts Bali“ direkt am Strand
Tel.: 0720/204093
www.fti.at
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