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Ausgabe Nr. 44/2022 vom 01.11.2022, Foto: ARD Degeto/Martin Rottenkolber
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Toni (Diana Amft) steht trotz privater Probleme pflichtbewusst am Herd.
„Meine Mutter raubt die Braut“: Eine Wirtin in der Gerüchteküche
Der achte Film der ARD-„Meine Mutter …“-Reihe erinnerte Diana Amft an das Jahr 2014, als sie schwanger war und ständig mit Gerüchten konfrontiert wurde. Seitdem ist ihr Nachwuchs Privatsache.
Die Wirtin Toni (Diana Amft, 46) wünscht sich ein Kind. Aber dafür sucht sie den „Richtigen“, der nicht unbedingt auch der Mann fürs Leben sein muss.

Dass sich ihr abservierter Ex-Freund Hajü nach einem alkoholbedingten Ausrutscher wieder Hoffnungen macht, nervt Toni. Noch mehr ärgert sie, dass plötzlich der ganze Ort in der deutschen Eifel über ihren Kinderwunsch Bescheid zu wissen scheint und zur Gerüchteküche wird: „Hast du gesehen, sie hat schon ein kleines Bäuchlein. Ja, es war aber auch Zeit, die biologische Uhr tickt …“

Ihre Mutter Heidi (Margarita Broich, 62) hat andere Probleme. In ihrer Pension mieten sich der Deutschlehrer Mathias (Hannes Hellmann, 68) und dessen Frau Kerstin (Marion Kracht, 59) ein, um hier Silberne Hochzeit zu feiern. Doch während Mathias alles pedantisch und liebevoll vorbereitet, um bei der Feier das Ehegelübde demonstrativ zu erneuern, kommt bei seiner Frau keine Romantik auf. Wie Heidi von ihr erfährt, gibt es im Leben von Kerstin noch jemanden anderen. Daraufhin möchte die Pensionswirtin ihrer ehemaligen Freundin nicht nur helfen, sondern gleichzeitig einen Fehler von einst wieder gutmachen …

„Die Dreharbeiten zu dem achten Film unserer ,Meine Mutter …“-Reihe werde ich nie vergessen, soviel Spaß hatte ich bei der Arbeit schon lange nicht mehr“, erzählt Diana Amft. Der Grund für den Gute-Laune-Dreh? „Ich kam mir streckenweise tatsächlich vor wie im echten Leben“, verrät die Darstellerin, die erst kürzlich mit der Serie „Tage, die es nicht gab“ für positives Aufsehen sorgte. „Ehe mein Mann, der Aufnahmeleiter Arne Regul, 44, und ich 2014 Eltern wurden, ging es manchmal zu wie in ,Meine Mutter raubt die Braut‘. Bekannte und natürlich die Medien rätselten, ,Ist sie schwanger? Na klar, man sieht es doch schon. Nein, sie hat nur zugenommen. Weiß man schon, was es wird?‘ Teils war das lustig, teils aber auch richtig unangenehm, weil ich ständig – auch auf der Straße – darauf angesprochen wurde. Auf alle Fälle haben mein Mann und ich damals beschlossen: Unser Nachwuchs bleibt Privatsache. Daran halten wir uns bis heute.“

Für Margarita Broich, die sonst als „Tatort“-Kommissarin für Spannung zuständig ist, bedeutet die Mutterrolle in der Unterhaltungsreihe eine angenehme, heitere Abwechslung.
„Das heißt allerdings nicht, dass wir nicht auch gesellschaftspolitische Aspekte behandeln“, betont sie. „Dass etwa in unserer Geschichte die Ehefrau des Lehrers Probleme hat, mit ihrem Mann die Silberne Hochzeit zu feiern, da sie gerade in eine Frau verliebt ist, wäre vor zwanzig Jahren als Thema in einem Familienfilm noch undenkbar gewesen.“

„Meine Mutter raubt die Braut“
Freitag, 4.11., 20.15 Uhr, Das Erste
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