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Ausgabe Nr. 37/2022 vom 13.09.2022, Foto: coco - stock.adobe.com
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Meister-Gärtner Johannes Käfer ist bekannt als Ratgeber in Fernseh-Sendungen und als Buch-Autor. In erster Linie betreibt er mit seiner Frau Claudia eine Gärtnerei in Gresten (NÖ). Er ist erreichbar unter www.blumenkaefer.at.
Die Frühlingsblüher müssen jetzt in die Erde
Der Sommer neigt sich unaufhaltsam dem Ende entgegen und der Herbst schickt merkbare Signale aus. Die kürzeren Tage, die niedrigeren Temperaturen und der Morgennebel sind eindeutige Zeichen. Aus diesem Grund möchte ich Sie an die Blumenzwiebeln erinnern, die Sie jetzt in die Erde pflanzen sollten, um im kommenden Jahr den Frühling mit vielen Blüten begrüßen zu können.
Bis jetzt war es recht warm und wir sind eher noch mit dem Gießen beschäftigt und gedanklich noch nicht ganz bei den Herbstarbeiten. Dabei sind gerade jetzt die Bedingungen für das Einpflanzen von Bäumen, Sträuchern, Stauden und natürlich auch von Blumenzwiebeln ideal.

Die Bodenwärme hilft den Pflanzen
Der Regen der vergangenen Tage hat den Boden gut mit Feuchtigkeit versorgt und er ist nun auch gut zu bearbeiten. Im Boden ist auch noch genug Wärme, damit die Pflanzen und Zwiebeln rasch anwurzeln können.
Das ist vor dem Winter wichtig, schafft es die Pflanze nicht mehr, ist sie während der kalten Jahreszeit vom Absterben bedroht. Bei Container- oder Ballenpflanzen ist die Gefahr nicht ganz so groß, weil sie bereits Wurzeln haben, mit denen sie sich versorgen können, die Blumenzwiebeln allerdings noch nicht. Sie haben während des Sommers ihre Ruhezeit, sind völlig eingezogen und schützen sich mit den Außenblättern vor dem Vertrocknen. Wenn Sie nun in die Erde kommen, erwachen sie wieder zum Leben.

Am Zwiebelboden bilden sich bereits nach kurzer Zeit junge Wurzeln, vorausgesetzt, im Boden ist genug Wärme und Feuchtigkeit. Und genau das ist der springende Punkt. Warten Sie zu lange mit dem Einlegen der Zwiebeln, ist der Boden ausgekühlt und bei Bodentemperaturen unter zehn Grad gibt es in der Zwiebel kaum noch Stoffwechsel.
Bei Kälte und zu viel Nässe beginnen die Zwiebeln zu faulen und sterben ab. Meist herrscht dann im Frühling die Meinung, dass die Zwiebeln im Winter abgefroren seien, dabei passiert das nur in seltenen Fällen. Also, ein rechtzeitiges Einlegen der Blumenzwiebeln ist unbedingt nötig, damit es auch mit dem Anwachsen klappt.
Die Erde sollte locker, humos und durchlässig sein.

Feuchtigkeit ist gut, aber Staunässe absolut zu vermeiden. Düngen Sie das Beet vor dem Einpflanzen mit organischen Düngern oder arbeiten Sie reichlich Kompost in den Boden ein. Bei schweren Böden empfehle ich zusätzlich das Beimengen von grobem Quarzsand, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern. In solchen Böden ist es auch wichtig, die Zwiebeln nicht zu tief einzulegen.

Frühe Blumen im Topf vorziehen
Wenn Sie schon im Jänner blühende Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen wollen, habe ich noch einen Tipp für Sie. Nehmen Sie einen Blumentopf, am besten aus Ton, füllen Sie ihn mit guter Blumenerde und legen Sie die Blumenzwiebeln darin ein. Diese Töpfe versenken Sie, so sagt man dazu, an einem geschützten, halbschattigen Platz im Garten.
Bedecken Sie die Töpfe, die bodengleich in der Erde sind, mit Laub, um den Schutz vor Kälte und Austrocknung zu erhöhen. Ab Anfang Jänner können Sie die Töpfe nach und nach ins Haus holen. Gewöhnen Sie die Zwiebeln erst einige Tage in einem kühleren Raum (ca. 12-15 Grad) an die Wärme. Dann können Sie die Zwiebeln bei 18 bis 20 Grad zum Blühen bringen.
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