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Ausgabe Nr. 31/2022 vom 02.08.2022, Foto: imago images/APress
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Dass er ein drittes Kind hat, erfuhr Jeffrey Dean Morgan aus der Zeitung.
Jeffrey Dean Morgan: „Ich habe mich als Hebamme bewährt“
Dass er als „Böser“ in der Serie „The Walking Dead“ berühmt wurde und dafür eine Auszeichnung erhielt, freut Jeffrey Dean Morgan. Wichtiger ist ihm aber der Erfolg als Geburtshelfer bei seinem Nachwuchs.
Ursprünglich wollte er Profi-Basketballer werden. „Es passte alles“, meint er. „Bewegungstalent, Ballgefühl, Ehrgeiz und meine Größe von 188 Zentimeter.“ Aber dann zog sich Jeffrey Dean Morgan eine schwere Knieverletzung zu, und der Traum vom Korbwurf-Virtuosen war geplatzt.

„Als mein Plan A nicht funktionierte, wandte ich mich meinem Plan B zu. Ich wollte Maler werden und begann bei einem Bekannten meiner Familie als Grafiker zu arbeiten“, erzählt Morgan, der am 22. April 1966 in Seattle, im US-Staat Washington geboren wurde. Im Jahr 1984 half er dann einem Freund, von Seattle, wo beide aufgewachsen waren, nach Los Angeles zu übersiedeln. Nun war er der Traumfabrik Hollywood ganz nahe und hatte plötzlich einen Plan C: Er beschloss, Schauspieler zu werden.

„Das wollen dort fast alle“, meint er. „Dementsprechend groß ist die Chance, als Kellner, Chauffeur oder Kabelträger zu enden. Es schaffen nur die Wenigsten.“ Jeffrey Dean Morgan war einer von ihnen. „Nach einer jahrelangen Durststrecke, während der ich mein Geld auch mit dem Putzen von Toiletten verdiente, bekam ich endlich kleine und manchmal auch größere Rollen“, erinnert er sich. „Bekannt wurde ich aber erst durch ,Grey‘s Anatomy‘. Ich spielte einige Folgen lang einen Herzpatienten, den die Ärzte nicht retten konnten. Das rührte die Menschen, ich werde bis heute darauf angesprochen.“

Der Sprung von „bekannt“ zu „berühmt“ glückte Morgan 2016 durch den Einstieg in die Serie „The Walking Dead“. Er wurde dafür als „bester Bösewicht“ ausgezeichnet.
Ganz anders präsentiert er sich in der Wirklichkeit. Seit 13 Jahren sind er und Hilarie Burton, 40, ein Paar. Geheiratet wurde allerdings erst 2019. Der gemeinsame Sohn Augustus ist zwölf Jahre alt, die Tochter Virginia vier.

„Beiden Kindern habe ich sozusagen als männliche Hebamme selbst auf die Welt geholfen“, betont der Papa nicht ohne Stolz. Peinlich ist ihm hingegen die Geschichte seines aus einer Affäre stammenden 17jährigen Sohnes. „Dass es ihn gibt, erfuhr ich aus der Zeitung. Seine Mutter wollte es so“, meint der Vater traurig.

„The Postcard Killings“
Samstag, 6.8., 23.25 Uhr, ORF1
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