Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 35/2021 vom 31.08.2021, Fotos: Sony Music
Artikel-Bild
David Hasselhoff, 69, hat Musik für eine Party gemacht und genießt das Eheleben.
Artikel-Bild
„Party Your Hasselhoff“ ist ein Album zum Feiern. Es enthält zwölf Lieder, elf davon sind von Hasselhoff neu interpretierte Versionen früherer Hits, eines ist neu. Zu hören ist unter anderem „Hungry Eyes“, „Always On My Mind“ und „It Never Rains In Southern California“.
„Hayley ist schon morgens guter Laune“
Er will wieder Spaß haben. Dafür greift der amerikanische Schauspieler und Sänger David Hasselhoff, 69, auf Altbewährtes zurück. Deshalb finden sich auf seinem neuen Album „Party Your Hasselhoff“ (ab Freitag, 3. September im Handel) alte Hits. Darunter „I Was Made For Loving You“, „Sweet Caroline“ oder „Always On My Mind“. Und auch ein Duett mit Matthias Reim („Damn It I Love You“) verkneift er sich nicht. Der WOCHE-Reporter Steffen Rüth hat mit ihm darüber gesprochen. Ebenso über die tägliche Gymnastik und das Eheleben.
Herr Hasselhoff, Sie haben mit „Party Your Hasselhoff“ ein Album gemacht, auf dem Sie alte Hits nachsingen. Aber besonders schön ist die einzige Originalkomposition gelungen, „I Will Carry You“. An wen denken Sie bei dem Lied?
Mir geht so vieles durch den Kopf, wenn ich dieses Lied höre. Ich denke an meine beiden Töchter, ich denke an meine Frau. Die Welt hat sich so sehr verändert. Das Leben ist ein anderes heute, und wir alle müssen einander tragen und gut aufeinander achtgeben. Ich finde, dieses Lied hat eine wirklich starke Botschaft. Hoffentlich kommt sie bei den Menschen an.
Der Autor von „I Will Carry You“ ist der Schwede Jörgen Elofsson, der Ihnen vor einigen Jahren auch den Hit „True Survivor“ geschrieben hat …
Jörgen ist ein prächtiger Mensch. Er konnte mit seiner Frau kein Kind bekommen. Also adoptierten sie ein Mädchen aus Korea. Jetzt ist das koreanische Mädchen längst erwachsen. Jedenfalls hat er den Song damals für seine Tochter geschrieben, als sie noch klein war, aber nie aufgenommen. Ich sagte zu ihm „Lass mich das machen“. Aber es war ein Kampf, das Lied verwenden zu dürfen.
Warum?
Na ja, wie der Name schon sagt, ist „Party Your Hasselhoff“ eine fröhliche Platte. Aber ich pochte auf „I Will Carry You“, denn ich fand, wir brauchten unbedingt noch ein Lied mit einer guten Botschaft. Und dann kam meine Frau. Wissen Sie, was sie zu mir sagte?
Nein. Was sagte sie denn?
„Ich glaube, du kannst dieses Lied nicht singen. Das packt deine Stimme nicht.“ Das hat mich gewurmt. Im vierten Anlauf habe ich es hinbekommen. Plötzlich saß die Nummer. Die Tonlage ist nämlich eine andere als gewöhnlich, das war schon nicht so einfach. Ich habe meine Frau also mit meinem Gesang beeindruckt, das war mir wichtig. Noch wichtiger aber war mir, dass ich mich selbst beeindruckt habe. Ich kann gar nicht beschreiben, wie viel es mir bedeutet hat, dieses Lied aufzunehmen.
Wollen Sie es versuchen?
Ich habe sehr emotional reagiert, als ich „I Will Carry You“ zum ersten Mal hörte. Es kommt vor, dass ich denke, das Gewicht der ganzen Welt lastet auf meinen Schultern. Ich bin David Hasselhoff, der Vater, der Ehemann, der verrückte Kerl, der Entertainer. Das bedeutet manchmal auch Druck.
Wer stützt Sie dann, wenn es Ihnen nicht so gut geht?
Meine Frau. Hayley wacht in der Früh auf und ist sofort guter Laune. „Hallo, Liebling, komm, es ist so ein schöner Morgen“ – so begrüßt sie mich.
Wie beginnen Sie danach den Tag?
Mit meinen Übungen. Ich ziehe jeden Morgen ein strammes Dehnungs-Programm durch. Gymnastik ist das Allerwichtigste. Ich hebe auch Gewichte, mache Sit-ups, doch am besten sind meine Gummibänder. Ich kann sie an einem Baum festmachen, an der Tür, ganz egal, und gleich loslegen. Mit Bändern trainiere ich sämtliche Muskeln. Ich habe meine Bänder immer und überall mit dabei. Das sind wirklich praktische Übungsgeräte.
Gibt es Kollegen, die Sie für deren Fitness bewundern?
Mick Jagger ist 78 Jahre alt. Unglaublich, wie der Mann auf der Bühne herumspringt. Ich habe gelesen, er fährt vor einer Tournee jeden Tag Fahrrad. Das sollte ich auch machen. Ich frage nachher Hayley, ob sie mitkommt.
Sie haben im Jahr 2018 geheiratet. Wie läuft es denn so mit der Ehe?
Wir sind seit drei Jahren verheiratet, aber schon viel länger zusammen. Seit 2012. Mein Gott, das ging so schnell, die Jahre sind vorbeigeflogen. Ich bin dankbar für jeden Tag, den ich mit meiner Frau zusammen verbringe. Sie bringt mich dazu, innezuhalten und das Leben zu lieben, nicht nur die Arbeit und die Bühne. Ich habe die Welt gesehen, aber sie nicht. Neulich waren wir in München (D) und sie war so begeistert. „Oh mein Gott, schau dir das an“, rief sie die ganze Zeit. Und so entfacht sie auch wieder meine Begeisterung neu.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung