Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 36/2020 vom 01.09.2020, Fotos: dieHochrieß (4)
Artikel-Bild
Oma Katharina kocht herrliche Wildgerichte in dem Familienbetrieb.
Artikel-Bild
Die Hochrieß
Familie Distelberger
Hochrieß 5
3251 Purgstall
Tel.: 07416/52870
info@hochriess.at
www.hochriess.at

Öffnungszeiten:
Für Tagesgäste ist von Mi bis So von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Artikel-Bild
Hirschrückensteak mit Erdäpfelgratin und Babykarotten.
Ein Hochgenuss auf der Hochrieß
Im niederösterreichischen Mostviertel, direkt im bewaldeten Hügelland, liegt ein rustikaler Hof. Er fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, neben dem steilen Abhang Hochrieß. Der ist auch für die Namensgebung eines wunderbaren Gasthauses verantwortlich.
Gäste werden von einer Schar Gänse mit lustigem Geschnatter begrüßt. Das Federvieh gehört zu einem Familienbetrieb samt Gasthof und Wildpark im niederösterreichischen Mostviertel, in der Gemeinde Purgstall.

Gehegt und gepflegt werden hier hungrige Besucher und Tiere von der Familie Distelberger, und das bereits in der dritten Generation. Ihr Hochrießer Wildpark ist gut 23 Hektar groß und besteht aus zwei Gehegen, in denen sich 45 Tierarten wohlfühlen. „Wir haben Damwild, Sikawild, Rotwild, Steinwild und Mufflons“, erklärt Senior-Chef Josef Distelberger, 60, der für den Wildpark und die Jägerschaft zuständig ist und immer wieder für frisches Wildbret sorgt. „Im kleineren Gehege warten Hasen, Fasane, Meerschweinchen, Katzen und Zwergziegen auf ihre Streicheleinheiten. Pferde und Ponys sind im gegenüberliegenden Reitstall untergebracht.“

Was zu einem prächtigen Park gewachsen ist, hat im Kleinen begonnen. Im Jahr 1970 wurde der Betrieb von Oma Katharina und ihrem Mann mit Fleckvieh aufgebaut. Nebenbei gab es bereits eine kleine Jausenstation. Im Laufe der Zeit ist daraus der Wildpark entstanden, der direkt an den Gasthof angrenzt. Die heutigen Senior-Chefs Josef und Ulrike Distelberger, 56, haben die Gaststätte erfolgreich weitergeführt und ausgebaut, sodass nun „Die Hochrieß“ als Gasthaus mit 120 Sitzplätzen, elf geschmackvoll eingerichteten Zimmern und einladendem Wildpark von den Brüdern Philipp, 32, und Matthias, 26, weitergeführt werden kann.
Für den Rundgang durch den Wildpark sind gut zwei Stunde einzuplanen, danach wartet genussvolle Küche auf die Gäste.
Die "Wilde" Oma in der Küche
„Wir sind bekannt für unsere Spezialitäten vom Wild. Das ganze Jahr hindurch kann bei uns Wild gegessen werden. Gekocht werden die Wildspeisen nach wie vor von unserer rüstigen 80jährigen Oma Katharina“, erzählt der Gastronom-Chef Matthias Distelberger, der neben seiner Mutter Ulrike ebenso gerne den Kochlöffel schwingt.

„Unser Familienbetrieb harmoniert hervorragend, weil jeder seine Aufgaben hat. Wir schaffen es, dass sich jeder in seinem Bereich entfalten kann und unterstützen uns gegenseitig bei der Umsetzung neuer Ideen. Wir handeln nach dem Motto ,Einer für alle, alle für einen‘ und haben dabei viel Spaß.“

Wer einen Blick auf die Speisekarte wirft, wird sofort bei den Wild-Spezialitäten fündig. Junger Hirschbraten in Wildrahmsoße, mit Serviettenknödel, Trauben und einem Preiselbeerpfirsich wird unter anderem angeboten. Zum Preis von 14,10 Euro. Auch Wildschweinbraten in Wildrahmsoße, dazu gebackene Erdäpfellaibchen, zartes Gemüse und eine Preiselbeerbirne (14,10 Euro) oder der vegetarische Wildteller mit Serviettenknödel, Kroketten und Wildsauce, dazu Preiselbeerpfirsich und Rotkraut (9,60 Euro) stehen zur Auswahl.

Neben den Wildgerichten gibt‘s ein Kotelett nach Hochrieß-Art. Ein Schweinskotelett gegrillt, mit Käse und Schinken überbacken, dazu Gemüse und Pommes frites (14,60 Euro). Oder einen hausgemachten Fleischknödel mit warmem Krautsalat (8,50 Euro). Auch Schweinsschnitzel gebacken mit Pommes frites (10,80 Euro) gehören zum Angebot.

Den Abschluss bilden hausgemachte Mehlspeisen, wie etwa die Wildparktorte (3,30 Euro) sowie der Mohn- oder Nuss-Strudel (3,10 Euro). Dazu gibt es Kaffee (Verlängerter,2,80 Euro, Häferlkaffee 3,90 Euro) oder heiße Schokolade (3,90 Euro).

„Wir achten auf gesunde Abwechslung in unserer Speisekarte und erweitern unser Wissen stets durch Fortbildungen. So bringen wir eine gesunde Kulinarik auf den Teller“, erklärt Matthias Distelberger.

„Viele unserer Produkte sind aus hofeigener Produktion oder aus der Region. Wir leben mit Respekt vor den Tieren und bieten ihnen ein gutes Leben. Ebenso sorgfältig gehen wir bei deren Verarbeitung vor. Das schlägt sich im Geschmack nieder.“


Hirschrückensteak mit Erdäpfelgratin und Babykarotten
Zutaten für 4 Personen:
150 g Hirschrücken pro Person, Zwiebel,
Wurzelwerk (1/2 Karotte, 1/2 Zwiebel, 1/2 Gelbe Rübe,
1/4 Sellerie), 1/8 l Rotwein, Thymian, Rosmarin, Salz, Pfeffer, Essig, Maizena, 2 l Rindsuppe
Erdäpfelgratin:
500 g Erdäpfel, 150 g Schlagobers oder Sauerrahm,
100 g Milch, Käse zum Garnieren, 1 Knoblauchzehe,
1 Prise Musaktnuss, Öl zum Anbraten, Salz, Pfeffer,
150 g Babykarotten, 10 g Butter, 1 Prise Zucker

Zubereitung:
Den Hirschrücken auf beiden Seiten kurz scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen, in Alufolie bei 110 Grad auf 54 Grad Kerntemperatur (ca. 5–10 Min.) braten. Im Bratensaft Zwiebel und Wurzelwerk anrösten. Mit Rotwein ablöschen und mit Rindsuppe aufgießen, Gewürze dazugeben. Etwa zwei Stunden einkochen lassen, anschließend passieren und mit Maizena eindicken. Karotten im Salzwasser kochen und mit Butter und Zucker glacieren.

Für das Gratin die Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einem Topf vorsichtig mit Öl anbraten, Schlag-obers oder Sauerrahm, Milch, Salz, gepresste Knoblauchzehe, Pfeffer und Muskatnuss dazugeben. Einkochen lassen. Alles in eine Form geben und mit geriebenem Käse bedecken. Anschließend bei 220 Grad 20 Minuten im Ofen backen.

Wein-Tipp:
Weidmannsdank Blauer Zweigelt – Weingut Winzer Krems 2016, trocken, 0,75 l, 13,5 Vol%, 18,10 Euro.
Rubinrot mit violetten Reflexen an den Rändern; kräftiger, dichter Rotwein, am Gaumen feine Kirsch-Weichsel-Frucht, zarte Tannine, mild und samtig in der Struktur, mit langem und fruchtbetontem Finish.
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung