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Ausgabe Nr. 07/2020 vom 11.02.2020, Fotos: Wildbild
Herrliche Aussicht und herrliche Speisen gibt‘s auf 1.800 Metern Seehöhe.
Die riesige Kaiserschmarrn-Pfanne vor der Hütte.
Das erfolgreiche Gastronomie-Paar Renate und Huwi Oberlader.
Hier wird die Schihütte zum Erlebnis
Süß, flaumig und köstlich. Ein guter Kaiserschmarrn darf auf keiner Schihütte fehlen. Huwi Oberlader beherrscht die Zubereitung in seiner „Hendl Fischerei“ in Leogang (S) perfekt. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich hier ein Einkehrschwung lohnt.
Wie das schon herrlich duftet. Ich kann es kaum erwarten, diesen traumhaften Kaiserschmarrn zu essen. So, wie er hier zubereitet wird, ist er eine Gaumenfreunde“, schwärmt Charlie Huber und schnallt sich seine Schi ab. Der 54jährige ist Stammgast in einer der außergewöhnlichsten Schihütten unseres Landes – der „Hendl Fischerei“ in Leogang (S) bei der Asitz-Bergstation.

Auf 1.800 Meter Seehöhe haben hier Wintersportler nicht nur eine atemberaubende Aussicht und feinsten Pulverschnee vor der Tür, jeden Freitag bereitet hier Hüttenwirt Huwi Oberlader den Kaiserschmarrn (8,50 Euro) in einer riesigen Gusseisenpfanne mit 1,20 Meter Durchmesser selbst zu. Gut 30 Portionen kann er so in einem Durchgang machen, serviert die Süßspeise mit Zwetschkenröster, dazu trinken die Gäste am liebsten den Blaufränkisch Rosé Sparkling oder die hausgemachte Limonade mit Grapefruit. Im Hintergrund läuft wohlklingende House-Musik. „Wir sind nicht die typische Après-Ski-Hütte, sondern wollten bewusst ein anderes Konzept umsetzen. Die Gäste sollen sich bei uns gemütlich hinsetzen, etwas Köstliches essen und es sich einfach gutgehen lassen. Am Samstag und Sonntag spielt außerdem ab 13 Uhr immer live ein Discjockey“, erzählt Oberlader, der die Hotelfachschule in Salzburg besucht und mit 19 Jahren bereits die elterliche Landwirtschaft übernommen hat. Bald darauf lernte er seine Frau Renate, 52, eine ehemalige Schirennläuferin, kennen. Aufgrund einer Verletzung musste sie ihre Karriere beenden und baute dann mit ihrem Mann mehrere Gastronomiebetriebe auf.

Neben der „Hendl Fischerei“ besitzen die beiden noch das Hotel „mama thresl“, das sich in Leogang in 300 Meter Entfernung von der Liftanlage Asitzbahn befindet, sowie das „Bergdorf Priesteregg“, ein Luxus-Almdorf mit 18 Villen. In allen Betrieben spiegelt sich die Liebe des Ehepaares zur Natur wider, Holz dominiert in den Räumen, eine Felsdusche oder ein Waschbecken aus Naturstein gehört zur Zimmerausstattung. Auch die „Hendl Fischerei“ ist ein Kunstwerk aus Glas und Holz. Für urige Gemütlichkeit sorgen großflächige, massive Zirbenholzelemente, die vom Kärntner Holzbildhauer Gottfried Kaschnig eigens für die „Hendl Fischerei“ angefertigt wurden. Bei gutem Wetter wird das vordere Glasdach des Gebäudes auf Knopfdruck entfernt und alle Gäste können die Sonne genießen. Platz gibt es ausreichend, 90 Sitzplätze im Innenbereich und noch einmal 90 auf der Terrasse.

Die Eröffnung dieser originellen und beliebten Berghütte erfolgte im Dezember 2015. „Davor führten wir hier jahrelang eine Schirmbar, in der Huwi täglich am Ofen stand und Hunderte Grillhendln für die hungrigen Wintersportler zubereitete. Daher kommt auch der Name der Schihütte“, erzählt Renate Oberlader.

Heute sind zwar „Huwis Grillhendl“ mit Steinofenbrot (11,90 Euro) noch immer ein fester Bestandteil der Speisekarte, doch Wintersportler finden noch weitere Köstlichkeiten. So kann als Vorspeise oder für den kleinen Hunger zwischen dem „Thresl‘s Lieblingssalat“, einem Baby-Leaf-Salat mit Datteln mit Frischkäse gefüllt, Cashew-Nüssen, geschabtem Parmesan, Granatapfel, Mango und Steinofenbrot (11,90 Euro) oder einer Gulaschsuppe mit Brot (6,50 Euro) gewählt werden. Als Hauptspeise schmecken etwa die würzigen Ripperl mit Curry-Gewürz-Sauce und Knoblauch-Stangerl (12,90 Euro), die warmgeräucherte Forelle frisch aus dem Räucherschrank, mit Oberskren und Steinofenbrot (14,50 Euro) oder die Bouillabaisse nach „Fischerei Tegernseer Art“ mit Brot, Lachs, Riesengarnele, Venusmuscheln, Jakobsmuschel und Makrele (18,50 Euro) vorzüglich. Auch Naschkatzen kommen in der Schihütte auf ihre Kosten. Entweder mit dem Schoko-Kirschkuchen (3,90 Euro), dem Mandel-Zimt-Apfelkuchen (3,90 Euro) oder der Priesteregger Cremeschnitte (4,50 Euro).

Angst, dass einem beim Verweilen in der „Hendl Fischerei“ die Brettln gestohlen werden, muss niemand haben. „Von unseren Gästen sind noch nie die Schi gestohlen worden“, beruhigt Huwi Oberlader, der sich selbst darüber keine Gedanken macht. „Wenn ich von der ,Hendl Fischerei‘ wieder ins Tal will, mache ich das am liebsten mit meinem Gleitschirm. Neben Reisen und Bergsteigen ist Paragleiten mein liebstes Hobby.“

Hendl Fischerei

Pirzbichl 21, 5771 Pirzbichl.
Direkt an der Bergstation Asitzbahn &
Steinbergbahn, Leogang

Tel.: 06583/20 800 800

Küche: täglich von 9–16.30 Uhr, Di und Fr: 9–22.30 Uhr
(bis 13. April)
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