Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 03/2020 vom 14.01.2020, Foto: Kerstin Joensson
Simone Stelzer, am 1. Oktober 1969 in Wien geboren, wuchs in Herzogenburg (NÖ) auf. Ihre Karriere als Sängerin und Schauspielerin begann mit ihrem Auftritt beim Eurovision-Song-Contest 1990. Mit dem Lied „Keine Mauern mehr“ belegte sie den zehnten Platz.

Karl „Charly“ Brunner, am 28. Februar 1955 in Graz geboren, bildete bis 2010 mit seinem Bruder Johann das Schlagerduo „Brunner & Brunner“. 2012 begann seine Zusammenarbeit mit der Sängerin Simone. Bald darauf gaben die beiden ihre Liebe bekannt.
„Charly kann im Haushalt alles“
Sie sind ein Herz und eine Seele. Privat wie beruflich. Simone Stelzer, 50, und Charly Brunner, 64, verraten, was sie aneinander lieben, und sprechen über Eifersucht, Haushaltspflichten und das Älterwerden.
Frau Stelzer und Herr Brunner, wie haben Sie Silvester gefeiert? Haben Sie das neue Jahr mit guten Vorsätzen begonnen?
Simone Stelzer: Silvester haben wir in der Wiener Innenstadt gefeiert. Es war wunderschön. Bislang hatten wir zum Jahreswechsel immer Auftritte.
Charly Brunner: Die Bummerin live zu erleben, war gewaltig. Simone und ich haben das neue Jahrzehnt nicht mit guten Vorsätzen, sondern mit guten Gefühlen begonnen.

Weil wir von Gefühlen reden, wissen Sie noch, wer von Ihnen das erste Mal zum anderen „Ich liebe dich“ sagte?
Brunner: „Ich liebe dich“ ist die deutsche Hochsprache. Der Satz passt nur in Hollywood-Filme.
Stelzer: Charly sagt mir auf persönliche Weise, dass er mich liebt. Er schreibt mir Gedichte auf Zettel oder in schöne Billetts.

Was lieben Sie an Simone?
Brunner: Simone ist fröhlich und verdammt ehrlich. Das kommt bei mir hin und wieder nicht gut an, weil sie mich auf meine Fehler aufmerksam macht. Aber sie hat ja Recht. Ich liebe ihre Offenheit, was das Wichtigste in einer Beziehung ist. Sonst hat das Ganze keine Chance.

Was lieben Sie an Charly?
Stelzer: Charly ist ein Gesamtkunstwerk. Er hat in allen Lebensbereichen Erfahrung. Im Unterschied zu den meisten Männern telefoniert Charly gern. Bin ich in meiner Wohnung in Wien und er in seinem Haus in der Steiermark, telefonieren wir zweieinhalb Stunden am Tag. Es nervt ihn nicht, außer es ist gerade ein wichtiges Fußballspiel, dann müssen wir unterbrechen.

Teilen Sie sich die Pflichten im Haushalt?
Stelzer: Als ich in meiner Wohnung in Wien eine neue Waschmaschine bekam, hat sich Charly die gleiche gekauft, damit ich ihm alles erklären kann.
Brunner: Wäschewaschen und Wäschetrocknen fällt in meinen Bereich und das Bügeln ebenso, dabei höre ich Lieder von Roland Kaiser.
Stelzer: Charly ist ein Mann, der im Haushalt alles kann. Wenn ich nicht da bin, kocht er für sich und ich habe keine Angst, dass er verhungert.

Wer kocht besser?
Stelzer: Sagen wir Charly, sonst ist er demotiviert. Er kann ausgezeichnet mit Fleisch umgehen. Als halbe Vegetarierin bin ich eher für Salat und Gemüse zuständig.
Brunner: Ohne zu übertreiben, ich koche in der Liga der Haubenköche Johann Lafer und Alfons Schuhbeck.
Stelzer: Frauen kochen meistens, weil sie schnell und praktisch die Familie verköstigen müssen. Ein Mann nimmt sich Zeit und kocht mit Liebe. Charly ist mein kleiner Lafer, der die besten Rindsrouladen serviert.

Gab es schon eine Liebes-Krise?
Brunner: Eigentlich nicht.
Stelzer: Mir fällt auch nichts ein. Charly, da müssen wir beide gleich auf den Holztisch klopfen.

Könnte Eifersucht eine Krise auslösen?
Stelzer: Ich wäre eifersüchtig, wenn ich was wittern würde. Gott sei Dank hat mir Charly bislang keinen Grund gegeben, eifersüchtig zu sein.
Brunner: Eifersüchtig zu sein, hat mit dem eigenen Ego zu tun und ist kein gesundes Verhalten. Das ist leicht gesagt in der Theorie. Denn es gibt sie schon, die Momente, in denen ich denke, hoffentlich ist da keiner, der sie mir wegnehmen könnte. Simone schaut noch wahnsinnig gut aus für ihr Alter.

Frau Stelzer, hat Ihnen der 50er weh getan?
Stelzer: Ja, durchaus. Als der 50er näherkam, dachte ich nach, was jetzt mit mir passiert, wo ich stehe und was noch kommen wird. Ich fragte mich, was ich erreicht habe und stellte fest, dass es sinnlos ist, sich unter Druck zu setzen. Deshalb hab‘ ich mir gesagt, „Hey, altes Haus, eigentlich bin ich ganz zufrieden mit mir.“

Wie ist das bei Ihnen, Herr Brunner, Sie haben bereits den 60er überschritten?
Brunner: Obwohl ich nicht jeden Tag am Laufband bin, geht‘s mir wunderbar. Ich brauche weder Tabletten noch Therapien. Wichtig ist, im Kopf jung zu bleiben, auch wenn der Körper etwas dagegen hat, was ich nach der langen Silvesternacht feststellte.
Stelzer: Ja, genau (lacht).
Brunner: 50 kann grausam sein. Aber ich versichere jedem, es vergeht. Dann kommt 51, 52, 53 und so schnell kannst du gar nicht schauen und du bist 60.
Stelzer: Danke, Charly, das motiviert mich (lacht).

Ihr jüngstes gemeinsames Album heißt „Wahre Liebe“. Gibt es die überhaupt?
Stelzer: Wahre Liebe ist ein Gefühl, das sich nicht mit Worten erklären lässt. Ich kann sagen, dass Charly meine wahre Liebe ist. Hoffentlich ist uns dieses Gefühl noch lange vergönnt.

Am Samstag treten Sie beide beim Winter-Open-Air „Wenn die Musi spielt“ in Bad Kleinkirchheim (K) auf. Was singen Sie dort?
Stelzer: Ich habe mit meiner neuen Single „Leichtes Spiel“ Fernseh-Premiere. Von Charly und mir gibt‘s „Wir sind alle über 40“ zu hören, eine neue Version des Titels aus Charlys „Brunner & Brunner“-Zeit.

Gibt es berufliche Pläne für das Jahr 2020?
Stelzer: Wir lassen uns alles offen. Vielleicht gibt es eine weitere Solo-Single von mir. Fix ist, dass Charly und ich gemeinsam auf der Bühne sein werden.
Brunner: Wobei es sein könnte, dass ich nur noch Simones Fahrer bin.
Stelzer: Auf keinen Fall wird das so sein (sieht ihn fast entsetzt an). Es gibt nichts Schöneres für mich, als mit dir gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Das ist mein Leben, da weiß ich, dass ich glücklich bin.

Fehlt nur noch die Hochzeit …
Stelzer: Hochzeit, oh? Wenn‘s soweit ist, werden das die Leser der WOCHE zuallererst wissen.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung