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Ausgabe Nr. 32/2019 vom 06.08.2019, Foto: AdobeStock
Föhnen wie ein Profi
Nach dem Frisörbesuch sitzen die Haare perfekt. Sie glänzen, haben Volumen und Spannkraft. Das liegt nicht nur am neuen Schnitt oder an der neuen Haarfarbe. Die Föhntechniken der Profis geben der Frisur den letzten Schliff. Hier sind Tipps, wie das zu Hause gelingt.
Langes und halblanges Haar wird von den meisten Frauen geföhnt, damit es in Form kommt, locker sitzt und lässig fällt. Doch Föhnen ist mehr, als heiße Luft ins Haar blasen. Eniss Agrebi, Inhaber von „Die Wiener Friseure“, verrät, worauf beim Selberföhnen zu achten ist.

Schutz vor Föhnhitze

„Nasses Haar ist gequollen und daher extrem empfindlich. Damit es nicht trocken und spröde wirkt oder gar brüchig wird, sollte vor dem Föhnen immer ein Hitzeschutz-Spray verwendet werden. Nehmen Sie weitere Stylingprodukte, etwa um der Frisur den nötigen Halt und Glanz zu geben, diese am besten aber nur noch in kleineren Mengen im Haar verteilen.“

Mit kalter Luft vortrocknen

„Einer der wichtigsten Schritte ist das sogenannte Vorföhnen. Das heißt, die Haare werden zu etwa achtzig Prozent vorgetrocknet, am besten mit kühler oder kalter Luft. Wichtig dabei ist, den Föhn zum Ansatz halten, nicht zu den Spitzen. Sind sie einmal trocken, lassen sie sich nicht mehr formen. Das Vorföhnen am Grund erzeugt zudem mehr Volumen am Ansatz.“

Die Paddel-Bürste glättet die Schuppenschicht

„Damit das Haar glänzt, muss die Schuppenschicht geschlossen sein. Die mechanische Einwirkung einer Bürste ist die perfekte Lösung, damit die Schuppenschicht geschlossen wird und das Haar glänzt. Das Vortrocknen geht schnell und einfach mit einer sogenannten Paddle-Brush („Paddel-Bürste“). Sie sind ähnlich wie ein Paddel geformt, flach und oft mit einer großen Fläche. Diese Bürstenart eignet sich perfekt zum Glattföhnen.“

Extra-Tipp für zwischendurch …

Einen Scheitel im Haar beim Föhnen ignorieren. Dann fällt das Haar schön und natürlich. Mit diesem Trick sieht der Oberkopf nicht flach aus. Falls Sie einen Pony haben, föhnen Sie ihn zuerst mit einer kleinen Rundbürste.

Der Haarschopf wird aufgeteilt

„Teilen Sie Ihre Haare in vier Partien auf. Hinterkopf, Oberkopf und je zwei Seitenpartien und mit sogenannten Abteilklammern fixieren. Die einzelnen Partien können Sie in weitere, kleinere Bereiche unterteilen. Wichtig ist, vom Nacken aus Richtung Oberkopf arbeiten. Dabei immer mit dem Föhn in Bewegung bleiben, damit die heiße Luft nicht zu lange auf eine Stelle einwirkt.“

Extra-Tipp für zwischendurch …

Je weiter Sie zum Oberkopf kommen, desto mehr dürfen Sie die Haare nach oben ziehen. Das schafft mehr Volumen am Ansatz.

Volumen und schöne Wellen formen

„Um Volumen, schöne Wellen und mehr Struktur in die Haare zu zaubern, greifen Sie zur Rundbürste. Vor allem die Spitzen und die Haare rund um das Gesicht sollten mit einer Rundbürste geföhnt werden, denn sie formt die Haare perfekt. Haben Sie mehr Zeit oder möchten Sie eine stärkere Wirkung, benützen Sie zwei Bürsten. Sind Sie mit einer Strähne fertig, lassen Sie die Bürste in der aufgerollten Strähne hängen und machen währenddessen mit der zweiten Bürste die nächste Strähne. Ist die zweite Strähne fertig, Bürste hängen lassen und mit der ersten Bürste die nächste Strähne bearbeiten. Der Föhn sollte die Haare dabei nicht berühren.“

Extra-Tipp für zwischendurch …
Die Haare aus dem Gesicht föhnen. So wirkt die Frisur offener und voluminöser.

Hitze formt das Haar, Kühle fixiert es

„Beim Föhnen gilt die folgende Regel. ‚Die Hitze formt, Kühle fixiert.‘ Daher rate ich, nach dem Föhnen mit heißer Luft die Haarsträhne auf der Bürste mit kühler Luft nachzuföhnen und erst dann die Bürste herauszuziehen. Oder die Bürste in den Haaren auskühlen lassen, damit die Bewegung im Haar bleibt. Kein Produkt fixiert so gut wie das Haar selbst, wenn es ausgekühlt ist.“

Ein guter Rat zum Schluss

Reisehaartrockner ohne Temperaturregulierung, Billig-Versionen oder Uralt-Modelle schaden dem Haar. Neue, hochwertige Haartrockner sind mit Reglern für Temperatur (Heizen, Kühlen, Gebläse) und Stärke sowie verschiedenen Aufsätzen ausgestattet. Werte zwischen 1.600 und 2.200 Watt sind optimal. Je weniger Watt, desto länger dauert das Trocknen. Das strapaziert das Haar unnötig.
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