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Ausgabe Nr. 30/2019 vom 23.07.2019, Foto: Getty Images
Ohne Wasser geht gar nichts
Das blaue Wunder erleben
Ohne Wasser könnten Menschen, Tiere oder Pflanzen nicht existieren. Es ist das Elixier allen Lebens. Ob wir es zum Trinken, Waschen oder Planschen benötigen – H2O gehört ohne Frage zu unserem Alltag. Und nicht nur das. Wir bestehen sogar selbst zu zwei Dritteln aus Wasser. Doch was uns ganz normal erscheint, hat allerhand Eigenheiten und wirft viele Fragen auf.
Wie kommt das Salz ins Meer?
Regenwasser löst Salze aus dem Gestein der Erdkruste und nimmt sie mit. Es spült sie in Flüsse und ins Grundwasser. Und so werden sie irgendwann auch ins Meer geschwemmt. Weil dabei aber nur relativ wenig Salz transportiert wird, ist das Flusswasser kaum salzig. Erst im Meer steigt die Konzentration an. Denn dort kommen noch Salze aus dem Ozeanboden und aus unterirdischen Vulkanen hinzu, sodass es auf der Zunge zu schmecken ist. Der Salzgehalt ist freilich nicht in allen Meeren gleich hoch. Je mehr Wasser verdunstet, desto salzhaltiger wird das Gewässer.

Warum versinken Schiffe nicht?
Schiffe sind innen hohl und verdrängen viel Wasser, schieben es sozusagen beiseite. Die Wasserteilchen machen aber nicht gerne Platz, sie drücken gegen das Schiff und halten es an der Oberfläche. Der Auftrieb ist dabei immer so groß wie das Gewicht der Flüssigkeit, die ein Gegenstand verdrängt. Ein großes Schiff verdrängt viel Wasser und enthält in den Hohlräumen Luft, deshalb wiegt es weniger als das Wasser, das es verdrängt. Es schwimmt daher.

Warum können wir Meerwasser nicht trinken?
Obwohl Schiffbrüchige von Wasser umgeben sind, drohen sie zu verdursten. Denn das Salz im Meerwasser würde den Körper austrocknen lassen. Dies deshalb, weil das aufgenommene Salz über die Nieren ausgeschieden werden muss. Für diesen Prozess braucht der Körper Wasser. Und zwar mehr, als er mit dem Meerwasser aufgenommen hat. Trinken wir also einen Liter Meerwasser, benötigen die Nieren eineinhalb Liter anderes Wasser, um alles wieder ins Lot zu bringen. Die Experten sagen, wir verdursten von innen.

Wie gefährlich ist das Trinken von destilliertem Wasser?
Die Angst, Körperzellen könnten platzen und Magenblutungen gar den Tod herbeiführen, lässt viele Menschen destilliertes Wasser als Durstlöscher gänzlich meiden. Doch in üblichen Mengen getrunken, ist es bei normaler Nierenfunktion vollkommen ungefährlich. Allerdings ist beispielsweise Mineralwasser als Lieferant von Calcium, Magnesium, aber auch gewissen Spurenelementen dem destillierten Wasser gesundheitlich weit überlegen.

Kann zu viel Wasser trinken tödlich sein?
Wenn wir auf nüchternen Magen fünf bis sechs Liter Wasser innerhalb von drei Stunden in uns hineinschütten, sinkt die Salz- und Natriumkonzentration im Blut. So kommt es, dass unser Körper ein Sparprogramm einleitet, um den Salzmangel auszugleichen. Dafür strömt das überschüssige Wasser vom Blut in die Körperzellen. Sie schwellen dadurch stark an. An den meisten Stellen ist das kein Problem, weil genug Platz vorhanden ist. Aber im Gehirn wird‘s kritisch, da der Raum durch den knöchernen Schädel begrenzt ist. Dadurch steht das Gehirn unter Druck. Und das kann Krampfanfälle, Koma, Lungenversagen und im schlimmsten Fall sogar den Tod zur Folge haben.

Warum ist das Wasser nass?
„Nass“ beschreibt vor allem eine Empfindung oder eine Beobachtung. Kleinkinder müssen erst lernen, was „nass“ bedeutet und wie „nass“ aussieht. Aber es gibt auch eine chemische Begründung. Schließlich ziehen die Moleküle im Wasser andere Stoffe stark an. Wenn wir also unsere Hand ins Wasser tauchen, bleiben die kleinen Teilchen, aus denen Wasser besteht, an der Haut haften. Vereinfacht ausgedrückt: Wasser ist nass, weil es haftet.
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