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Ausgabe Nr. 17/2019 vom 23.04.2019, Foto: picturedesk.com
AK-Präsidentin Renate Anderl will, dass Feier-tage nachgeholt werden, falls sie aufs Wochenende fallen. Andere Länder machen es vor.
Arbeiterkammer fordert
Ersatz für verfallene Feiertage
Fällt der Feiertag auf einen Sonntag, ist das Pech für den Arbeitnehmer. Bisher fiel er um diesen Tag um. Die Arbeiterkammer möchte das nun ändern.
„Ich fordere einen Ausgleich für verfallene Feiertage. Denn die Arbeitnehmer arbeiten im internationalen Vergleich ohnehin schon viel“, sagt Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl.

Mit 13 Feiertagen liegt unser Land im europäischen Durchschnitt. Diese Zahl existiert aber nur auf dem Papier. Denn in der Regel bleiben meist nur zehn Feiertage übrig, weil bewegliche Feiertage oft auf einen Samstag oder Sonntag fallen.

Dieses Jahr begehen wir den Nationalfeiertag zum Beispiel an einem Samstag. „Das ist für einen Großteil der Beschäftigten somit kein zusätzlicher freier Tag“, sagt Anderl. Auf einen Sonntag fiel bereits der 6. Jänner und der 8. Dezember ist ebenfalls am „Tag des Herrn“.

Verfallene Feiertage nachzuholen, ist andernorts gang und gäbe. Es gibt in 85 Ländern Kompensationsregelungen für Feiertage, die auf einen Sonntag fallen. In Spanien und Großbritannien werden sie am darauffolgenden Montag nachgeholt. In Belgien und Luxemburg können die Unternehmen einen Werktag als Ersatz bestimmen. Den Arbeitnehmern muss ein Jahr im Vorhinein mitgeteilt werden, welcher Tag als Ersatz gewählt wird. Der 1. Mai kann demnach auch im August nachgefeiert werden.
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