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Ausgabe Nr. 18/2018 vom 01.05.2018, Fotos: arche noah, all mauritius, fotolia, shutterstock
Raritäten liegen im Trend
Bis Ende Mai können die unten angeführten Pflanzen über den Verein „Arche Noah“ bequem per Post nach Hause bestellt werden.
Info-Tel.: 02734/8626 oder
www.arche-noah.at.

Diverse „Exoten“ gibt‘s auch am 5. und 6. Mai (9–16 Uhr) beim Pflanzenmarkt am Wiener Flötzersteig 183 zu bestaunen.
Tomatillo und Wasabi-Rauke
Melothria-Gurke (li. oben), Erdmandel (re. oben) und „Dunkler Malabarspinat“ (unten)
Versuchen Sie doch einmal diese Gemüse-Raritäten
Für eifrige Hobbygärtner, die vom typischen „Allerweltsgemüse“ im eigenen Garten oder auf dem Balkon sprichwörtlich die Nase voll haben, gibt‘s auf den vielerorts nun stattfindenden Jungpflanzenbörsen allerlei exotische Alternativen. Wer also etwas auf sich hält, baut in diesem Frühjahr Gemüsepflänzchen an, die den Neid im Nachbarn wecken.
Tomatillo
Grüner Bruder der Paradeiser

Obwohl es der Name vermuten lässt, sind die bis zu 10 cm großen Tomatillos keine echten Paradeiser, sondern Verwandte der Blasenkirschen. Und diese Verwandtschaft lässt sich auch nicht leugnen. Entwickeln beide Gattungen doch die gleiche, papierartige Hülle um die Frucht. Im Anbau sind sich Tomatillos und Paradeiser jedoch recht ähnlich. Geschmacklich sind die krautigen Pflanzen mit Stachelbeeren zu vergleichen und finden in der Küche oft in Eintöpfen Verwendung. Aber auch gegrillt oder geröstet schmeckt das Früchtchen köstlich. Preis: € 3,60/Pflanze.

Wasabi-Rauke
Scharfe Schwester des Rucola

Die Wasabi-Rauke oder die Wilde Rauke eignet sich ideal für die Verwendung sowohl im Hochbeet als auch auf dem Balkon. Das Pflänzchen ist unserem Rucola in den Wuchseigenschaften und Pflegeansprüchen ziemlich ähnlich. Allerdings überzeugt diese Kräuterpflanze mit einem ungewöhnlich scharfen Geschmack nach Kren. Die Blätter sind zart und nicht verholzt. „Aus der Wasabi-Rauke lässt sich ein herrliches Pesto mit gerösteten Sonnenblumenkernen und Paradeisern herstellen, das gut zu Nudelgerichten passt“, erklärt „Arche Noah“-Pflanzenexpertin Mara Müller. Preis: € 3,20/Pflanze.

Melothria-Gurke
Die winzige Wassermelone

Die aus Mexiko stammende „Melothria“-Gurke ist eine bis zu drei Meter hohe Kletterpflanze, die den ganzen Sommer lang Hunderte etwa zwei bis drei Zentimeter kleine „Gürkchen“ trägt. Ihre Früchte, die wie winzige, gestreifte Wassermelonen aussehen, sind äußerst knackig und haben ein ausgeprägtes süß-saures Gurkenaroma. „Ideal zum roh Naschen und mit ihrem erfrischenden Geschmack vor allem bei Kindern beliebt“, wissen Profigärtner zu berichten. Nach dem letzten Frost Mitte Mai dürfen die Pflänzchen ins Freie. Preis: € 3,60/Pflanze.

Erdmandel
macht der Kaffeebohne Konkurrenz

Die Erdmandel stammt ursprünglich aus Afrika. Sie ist eine etwa 60 cm hohe Pflanze mit weißen Blüten, die unterirdische Knollen hervorbringt, die ähnlich wie Mandeln schmecken. Geerntet wird beim ersten Frost ab Mitte Oktober. Dazu werden die Gräser aus der Erde gezogen und abgeschüttelt. Gewaschen werden die kleinen, haselnussgroßen Knollen erst kurz vor dem Verzehr. Getrocknet zum Knabbern sind sie dann bis zu zwei Jahre haltbar. Auch als Basis für Mehl, Öl und milchartige Getränke werden Erdmandeln verwendet. Und sogar „Kaffee“ lässt sich daraus machen.
Preis: € 3,20/Pflanze.

Dunkler Malabarspinat
Rankpflanze mit Maisgeschmack

Diese Rankpflanze, deren Triebe sechs bis zehn Meter lang werden können, stammt ursprünglich aus Indien. Mit ihren dunkelgrünen, fleischigen Blättern und den burgunderroten Stielen bildet sie eine exotische Alternative zu unserem Spinat. „Der Geschmack der Blätter erinnert ein wenig an junge Maiskolben“, meint die Expertin Mara Müller. Allerdings sollte die Ernte bis zum Beginn der Blüte ab Mitte August erfolgen, „danach schmecken die Blätter säuerlich“. Ins Freie kann Malabarspinat nach den Eisheiligen gepflanzt werden. Er gedeiht an vollsonnigen, windgeschützten Lagen problemlos. Preis: € 2,90/Pflanze.
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