Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 17/2018 vom 24.04.2018, Foto: Judith Maria Trölß
Museumschef Johannes Grassmayr
Unsere kleinen Museen
Süßer die Glocken hier klingen
Das Glockenmuseum in Innsbruck (T) ist mit seinen mehr als 400 Ausstellungsobjekten ein äußerst lohnendes Ziel, nicht nur für einen verregneten Tag. Schließlich können Eltern und Kinder dort neben den zahlreichen Glocken auch die Gießer bei ihrer mühevollen Arbeit beobachten und im Klangraum sogar selbst die Glocken läuten.

„Im Eröffnungsjahr 1993 wurden wir vom Kunstministerium auch gleich mit dem Preis für das beste Museum des Landes ausgezeichnet“, erzählt Johannes Grassmayr. Der Museumschef ist in der hauseigenen Gießerei auch für den perfekten Klang der bisweilen mehrere Tausend Kilo schweren „Ungetümer“ zuständig. „Eine Glocke hat ja nicht nur einen Ton, ihr Klang setzt sich aus insgesamt 50 Teiltönen zusammen, die das menschliche Ohr nicht unterscheiden kann, sondern summiert als Schlagton wahrnimmt“, weiß der Fachmann.

Das Herz des Glockenmuseums ist somit auch die sechs Meter tiefe Grube, in der Glocken mit mehr als 30 Tonnen GeUnswicht gegossen werden können, nachdem ihre Form aus Lehm modelliert wurde. Und hier wurde auch die größte, schwingende Kirchenglocke der Welt gefertigt. „Sie wiegt 25 Tonnen und hängt jetzt in der Kathedrale in der rumänischen Hauptstadt Bukarest“, sagt Johannes Grassmayr, der im Museumsgeschäft auch Glocken, Schellen und Zubehör aller Art verkauft. Nicht nur für große Kirchtürme, sondern auch für ganz andere Orte, zum Beispiel den Nacken einer Kuh.

Öffnungszeit: Mo. bis Sa. (10–16 Uhr). Preis: ab 4 Euro.
Info-Tel.: 0512/5941637.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung