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Ausgabe Nr. 14/2018 vom 03.04.2018, Foto: Judith Maria Trölß
Nicht nur Männer besuchen das Biermuseum.
Unsere kleinen Museen
Ein Prost auf dieses Museum
Bier ist ein sehr demokratisches Getränk. Der Minister kann sich kein anderes beschaffen als sein Kutscher“, wusste schon der deutsche Schriftsteller Paul Heyse (1830-1914), Nobelpreisträger für Literatur. Der hopfigmalzige Durstlöscher steht natürlich auch im Mittelpunkt des „Brauereimuseums“ in Murau (Stmk.), das unter dem Titel „Brauerei der Sinne“ weithin bekannt ist.

„Es heißt deshalb so, weil es auch wirklich alle Sinne beansprucht“, erklärt Marketingchefin Natalie Schwarzl. So kommt der Geruchssinn vor allem im alten Sudhaus zum Tragen, wo dem Besucher die verschiedensten Bieraromen um die Nase wehen.

Und in der „Taststation“ des Sudhauses können die unterschiedlichen Malzsorten sogar erfühlt werden. Bei der Flaschenabfüllung wird hingegen deutlich, dass dies ein Produktionsschritt ist, der keineswegs geräuschlos vonstatten geht. „Wir zeigen auch eine alte Abfüllanlage, in die Flaschen noch händisch hineingestellt werden mussten. Da die Flaschen unter einem extremen Druck standen und explodieren konnten, mussten die Mitarbeiter mit einer Wand vor herumfliegenden Teilen geschützt werden“, erklärt die 29jährige. Zu guter Letzt wird der Geschmackssinn der Besucher bei der „heiß ersehnten“ Verkostung der Biere beansprucht.

Prunkstück ist die Schaubrauerei sowie der 18 Meter tiefe Brunnen, der die Bedeutung des Wassers in unserem Land veranschaulicht. Auch viele alte Bierflaschen und Holzfässer sowie eine historische Flaschenwaschmaschine gibt‘s zu bestaunen. Führungen (ab 12 Uhr) auf Anfrage unter Tel.: 03532/3266.
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