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Ausgabe Nr. 48/2017 vom 28.11.2017, Fotos: Judith Maria Trölß
Die überdimensionale Pfeife mit den Rädern (li.) bekam der Museumschef zum 50. Geburtstag geschenkt.
Franz Ledinger bei seiner Lieblingsbeschäftigung.
Unsere kleinen Museen
Das Pfeifenmuseum
Pfeifenraucher sind keine Pfeifen. Schließlich konnte sich schon der weltberühmte Physiker Albert Einstein für den blauen Dunst erwärmen.

„Bevor jemand eine Frage beantwortet, sollte er immer erst seine Pfeife anzünden“, soll der im Jahr 1955 verstorbene Nobelpreisträger gesagt haben. „Er hat also nicht nur über Relativität und Raumzeitkrümmung nachgedacht, sondern auch über ‚menschliche‘ Angelegenheiten“, schmunzelt Franz Ledinger, Besitzer des Pfeifenmuseums in Rafings (NÖ). Mit der Lust und Last des Qualmens kennt sich der Rauchexperte auch bestens aus. Hat er doch im Laufe von 34 Jahren nahezu 2.500 Pfeifen angesammelt. „Mein ältestes Stück ist eine 2.000 Jahre alte Tonpfeife. Sie stammt aus Israel und ist bei Ausgrabungen gefunden worden“, erzählt der 65jährige, der manchmal täglich bis zu 300 Besucher durch sein 40 Quadratmeter kleines Museum führt. Eine Lieblingspfeife hat der Museumschef allerdings nicht, weil er fast zu jedem Stück einen persönlichen Bezug hat.

Und immer, wenn er Lust und Laune verspürt, „stopfe ich mir eine kleine Pfeife“. Denn Rauchen und Stress sind für den Rauschebartträger so ähnlich wie Öl und Wasser. Das eine schließt das andere aus. „Es heißt nicht umsonst, ein Pfeifenraucher ist ein gelassener Mensch“, philosophiert Ledinger, während er genüsslich vor sich hin pafft.

Museumsbesichtigung nach Voranmeldung unter
Tel.: 02842/52189. Eintritt freiwillige Spende.
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