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Ausgabe Nr. 41/2017 vom 10.10.2017, Fotos: picturedesk.com, Sony Music
Miley Cyrus
„Younger Now“ ist gerade erschienen. Cyrus wandelt darauf zwischen den Welten des Pop-, Folk- und Country-Stiles.
Sie findet das Leben auf dem Land schön
Das Leben von Miley Cyrus ist deutlich ruhiger geworden. Statt mit Nacktaufnahmen zu provozieren, gibt sich die 24jährige Amerikanerin auf ihrem neuen Album „Younger Now“ sogar recht bieder. Im Video zum Lied „Malibu“ etwa tanzt sie im langen Sommerkleid über eine Blumenwiese. Privat hat sie nach vorübergehender Trennung vom Schauspieler Liam Hemsworth, 27, zurück in dessen Arme gefunden. Die beiden leben im kalifornischen Malibu. Überhaupt strahlt Cyrus viel Harmonie aus, was sich im neuen Album widerspiegelt. Der WOCHE-Reporter Steffen Rüth hat mit der Sängerin darüber gesprochen.
Ihr neues Lied „Malibu“ handelt von einem Ort der Sehnsucht, an dem alles perfekt ist. Sie leben im kalifornischen Malibu. Handelt das Lied davon?
Ja. Ich fühle mich in Malibu mittlerweile zu Hause. Ich habe dort viel Natur um mich und viel Platz. Ich werde dort geliebt, das ist das Allerwichtigste. Der Song ist unglaublich persönlich, und doch ist es mein Wunsch, dass jeder Mensch sein eigenes Malibu hat.

Heißt das, Sie sind sesshaft geworden?
Ja und auch wieder nein. Ich bin nach wie vor oft in Nashville, wo ich herkomme und auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Meine Familie und die meisten meiner Freunde sind in Nashville. Am liebsten würde ich wieder hinziehen. Das bin ich (lacht). Dauernd verändere ich mich und stelle alles auf den Kopf. Und mache ein Lied namens „Malibu“ in Kalifornien, aber träume von Nashville in Tennessee.

In welcher Stimmung haben Sie „Malibu“ geschrieben?
Ich fuhr die Küstenstraße entlang, von daheim in Richtung Fernseh-Studio, um das Video zu „The Voice“ zu drehen. Ich sah einen Regenbogen, die Kinder spielten am Strand, die Vögel flogen, idyllischer geht‘s gar nicht. Ich erkannte, wie gut es mir doch geht. Die meiste Zeit meines Lebens war ich sicher, ich würde einmal auf einem Bauernhof leben, der Strand war für mich immer nur ein Ort für den Urlaub. Jetzt kann ich dableiben, solange ich will. Das ist verrückt und schön zugleich.

Sind Sie ein Strandmensch?
Ich bin gern am Strand, aber nicht häufig. Wenn ich Zeit habe, bleibe ich meistens bei meinen Tieren. Wir haben zwei Schweine, sieben Hunde und drei Katzen. In unserem Haus in den Hügeln von Malibu haben wir viel Platz für Tiere, es ist fast wieder wie daheim in Nashville.

Sie haben aber viele Tiere …
Und ich will noch mehr, aber Liam sagt „nein“. Weil er meistens derjenige ist, der daheim bleibt und die Tiere betreuen muss. Liam ist der Hundesitter, deshalb hat er eine Obergrenze für Hunde erlassen. Mehr als sieben gibt es nicht. Mit einer Ausnahme: Falls ich einen Hund finde, darf ich ihn behalten.

Sie waren seit 2009 mit Liam Hemsworth liiert und sogar verlobt, trennten sich vor einigen Jahren und sind heute wieder zusammen. Warum dieses Hin und Her?
Es ist leicht, sich in einer Beziehung zu verlieren, vor allem in noch relativ jungen Jahren und ohne viel Erfahrung. Wir waren immer ein Paar, doch ich wollte wissen, welches Individuum ich bin. Wir mussten einander loslassen, um uns selbst besser kennenzulernen.

Waren Sie sich sicher, wieder zueinanderzufinden?
Das kann ich nicht behaupten. Mit mir und der Zukunft ist es ohnedies schwierig. Ich bin nicht gut im Planen. Ich wusste allerdings, dass in meinem Herzen noch ein Platz freigeblieben war für Liam. Es war noch nicht vorbei.

Sie „schockieren“ damit, plötzlich ganz normal und natürlich zu wirken. Vermissen Sie nicht Ihre ausgeflippten Auftritte?
Alles, was ich gemacht habe, hat einen Platz in meinem Leben und ist wichtig für mich. Ich bin glücklich, den Menschen gezeigt zu haben, dass es auch erlaubt ist, auszuflippen. Sich nicht unterwerfen zu müssen. Jetzt ziehe ich eben gerade gerne an, was alle anziehen, einfache Kleidung. Das heißt aber nicht, dass ich plötzlich nicht mehr weiß, wer ich bin (lacht).

Immerhin haben Sie aufgehört zu kiffen. Wegen Ihrer Vorbildfunktion?
Ich bin weiterhin eine Aktivistin, was den Einsatz von Marihuana im medizinischen Bereich angeht. Aber für mich als Entertainerin war es oft ganz schön hinderlich, „berauscht“ zu sein.
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