Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 15/2017 vom 11.04.2017, Fotos: News5/Pieknik
Ein Schatzsucher spürte den Ring von Monika Forster im Acker auf.
Der Ring tauchte völlig unerwartet wieder auf, gefunden von einem Hobbyschatzsucher mit einem Metalldetektor.
Verlorener Ehering nach 15 Jahren wieder aufgetaucht
Manchmal geschehen Wunder. Wie erst kürzlich in der kleinen Gemeinde Rehling in Bayern.
Dort half im Jahr 2002 die Erntehelferin Monika Forster beim Erdäpfelernten auf dem Acker eines benachbarten Bauern. Doch als sie am Abend erschöpft von der anstrengenden Arbeit nach Hause kam, „bemerkte ich, dass an meinem Ringfinger nur noch ein bleicher Streifen zu erkennen war“.

Wahrscheinlich war ihr das Schmuckstück beim Ausziehen der Handschuhe auf dem Feld vom Finger gerutscht. Am nächsten Tag eilte sie deshalb zum Landwirt, dem sie geholfen hatte. Gemeinsam durchkämmten die beiden den Acker Meter für Meter. In der Hoffnung, einen Goldschimmer zu erspähen. Schließlich hatte ihr Mann Josef ihr den goldenen Ring schon bei der Heirat am 25. Oktober 1969 angesteckt, „und seitdem habe ich ihn auch Tag und Nacht am Ringfinger getragen“, erzählt die 75jährige. Doch alles Suchen brachte nichts, der Ring blieb verschollen. Es dauerte Jahre, bis sich die Unglückliche mit dem Verlust abfinden konnte und sich einen neuen Ehering zulegte. „Ich musste mir eingestehen, dass ich ihn wohl nie mehr sehen würde“, erinnert sich Forster.

Aber fast nichts im Leben ist endgültig. Denn jetzt tauchte der Ring völlig unerwartet wieder auf. Gefunden von einem Hobbyschatzsucher, der mit seinem Metalldetektor den Acker abgegangen war. Ehrlicherweise zeigte er seinen Fund sofort dem ansässigen Landwirt. Und der erinnerte sich auch gleich an die damals unglückliche Monika Forster und deren verlorenen Ring. „Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich das Goldstück wiedersah“, freute sich die Pensionistin, als sie ihren Original-Ehering überreicht bekam.

Im Wohnzimmer hat er nun einen Ehrenplatz bekommen, denn nach dieser langen Zeit passt er nicht mehr auf ihren Ringfinger. Lediglich auf dem kleinen Finger könnte sie ihn tragen, „aber dort sitzt er mir zu unsicher“. Weshalb die 75jährige überlegt, sich den Ring weiten zu lassen, damit er sie wieder jeden Tag daran erinnern kann, welch abenteuerliche Geschichte hinter diesem Ehesymbol steckt.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung