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Ausgabe Nr. 02/2017 vom 10.01.2017, Fotos: Luxe
Es hat lange gebraucht, bis sich Elena Uhlig in ihrer eigenen Haut wohlfühlte. Heute steht sie zu ihren weiblichen Rundungen, die sie mit der passenden Haltung auch gut zur Geltung bringt.
Nie wieder Probleme mit dem Winterspeck
Weihnachtsbraten, Kekse, Punsch. Über die Feiertage langt doch jeder ausgiebig zu. Doch danach plagt das schlechte Gewissen. Das muss nicht sein, sagte sich die deutsche Schauspielerin Elena Uhlig und schrieb sogleich ein Buch darüber. Darin verrät sie etwa, wie wir mit geeigneter Kleidung oder der richtigen Pose unsere Rundungen lieben lernen.
Alles fing in der Pubertät mit dem Drang an, dazugehören zu wollen. Der Wahnsinn begann dann aber erst mit der Schauspielausbildung. Fünfeinhalb Jahre wurde dort versucht, mich zu brechen und meine Person immer wieder in Frage zu stellen. Dieser Umstand war auch meiner Figur nicht zuträglich“, schildert die deutsche Schauspielerin Elena Uhlig in ihrem Buch „Mein Gewicht und ich. Eine Liebesgeschichte in großen Portionen“ (Knaur-Verlag).

Von solchen Erfahrungen können die meisten Menschen
ein Lied singen. Für viele findet die Unzufrieden-heit mit der eigenen Figur auch nach der Pubertät kein Ende. So gestaltete es sich ebenfalls bei Uhlig, die Lehrjahre gaben für sie erst den Startschuss zu ihrem Gewichts-Martyrium. Immer wieder musste die heute 41jährige aufgrund ihrer Rollen stark ab- und manchmal auch zunehmen. So hungerte die Darstellerin für den Film „Swimming Pool – Der Tod feiert mit“ 15 Kilo herunter, nur um dann ein Jahr später im Streifen „Problemzone Mann“ eine pummelige Frau zu verkörpern. Aber nicht nur Uhligs Leben beziehungsweise ihr Körpergewicht durchlief unterschiedlichste Perioden. Viele Menschen kämpfen mit dem Auf und Ab des Gewichtes.

Vor allem nach den delikaten Weihnachtsfeiertagen oder anderen gesellschaftlichen Anlässen wie Fasching, die meist von Völlerei begleitet werden, bereut mancher Schlemmer im Nachhinein, reichlich zugelangt zu haben.
Diese Gewissensbisse hatte Uhlig ihr Leben lang. Als sie nach der Geburt ihrer drei Kinder wieder ins Filmgeschäft einsteigen wollte, hörte sie von Produzenten wie Regisseuren, sie müsse Diät halten und Sport treiben.

„Nach ein paar Einheiten habe ich mir gesagt, jetzt reicht‘s. Nie wieder hungern oder ins Fitnessstudio“, erzählt die 41jährige. „Ich hasse diese Studios, die wie Pilze aus dem Boden schießen, sie sind quasi die Pickel der modernen Zeit. Schon das Licht dort ist nicht etwa angenehm und weich zeichnend, sondern künstlich Problemzonen-hervorbringend-hell.“

Auch diverse Ernährungstrends werden in Uhligs Buch durch den Kakao gezogen, den sie viel lieber genießt als „die grünen Giftcocktails namens Smoothies. Damit meine ich diese grüne Algen-Sauerkraut-Ampfer-Sellerie-Paste, die durch den Mixer gejagt und im Plastikbecher serviert wird. Diese Gesundheitsfanatiker. Im Plastikbecher. Mhm. Da haben wir für die Umwelt ja richtig was getan.“

Während einige also dazu tendieren, ihren Winterspeck wegzutrainieren, greift die 41jährige doch lieber zu Pasta, „Nudeln sind eines meiner Grundnahrungsmittel. Ohne sie kann ich schwerlich existieren“, und zu gefinkelten Tricks, die helfen, ihre paar Kilos zu viel zu kaschieren.

„Ich kaufe etwa ein- und dasselbe Kleidungsstück in zwei Größen.“ Auf diese Weise würde eine kleinere Gewichtszunahme weniger auffallen. „Außerdem kommt es oft nicht auf die Größe, sondern auf den Schnitt und die Passform an.“ Als Beispiel nennt Uhlig die Pluderhose. „Wichtig ist, dass sie im Schritt nicht zu weit nach unten geht, denn sonst haben Sie keine Figur mehr und bekommen ganz kurze Stummelbeine. Die Hose sollte so weit nach unten reichen, dass sie die Oberschenkelproblemzonen gut vertuscht und fließend ausläuft.“

Eine weitere Option biete ihrer Ansicht nach die „Bauchweghose. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie, wenn es eine gute ist, Ihren Bauch so kaschiert, dass es aussieht, als sei er einfach nicht vorhanden. Aber steuern Sie beim Kauf immer eine Angestellte an, die mindestens vierzig Jahre alt ist. Ich hasse nichts mehr als spindeldürre Verkäuferinnen, die im Lager nachfragen müssen, ob das Bekleidungsstück möglicherweise auch in XL da wäre, was nach unserer Maßtabelle sowieso ein knappes M ist.“ Und schließlich käme es auch darauf an, die Rundungen zum eigenen Vorteil auszulegen. „Ein Push-BH ist manchmal einfach wunderbar. Bei Fotos verdecken Sie dann mit den Händen Ihre Problemzonen, etwa an den Hüften“, empfiehlt Elena Uhlig. 
DHru
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