US-Actionheld Chuck Norris († 86) ist tot:
„Ich trete nicht auf Zehen, ich trete ins Genick“
„Ich trete nicht auf Zehen, ich trete ins Genick“
Er war ein Felsen aus Muskeln. Er war eine Kampfmaschine mit Herz. Mit dem Tod von Chuck Norris ging einer der letzten großen Actionhelden der alten Schule.
Der Sensenmann fürchtet sich vor dem Tag, an dem Chuck Norris bei ihm vor der Tür steht“, lautet ein humorvoller Spruch über den bekannten Actionhelden, der am 19. März im Alter von 86 Jahren nach einem medizinischen Notfall auf der hawaiianischen Insel Kauai verstorben ist.
Er sei „von seiner Familie umgeben“ gewesen und ist „in Frieden gegangen“, heißt es. Nähere Details zur Todesursache wurden nicht genannt.
Privat musste Chuck Norris zuletzt selbst mehrere Schicksalsschläge verkraften. Seine Mutter Wilma († 103) starb 2024, seine erste Ehefrau Dianne († 84) im vergangenen Dezember. Er war zwei Mal verheiratet und hinterlässt seine 62jährige Gattin Gena sowie insgesamt fünf Kinder, die nun sein knapp 70 Millionen Euro schweres Vermögen erben werden.
Geboren wurde Chuck Norris am 10. März 1940 im ländlichen Oklahoma (USA) als Carlos Ray Norris. Sein Vater Ray († 53), der als Soldat im Zweiten Weltkrieg diente und alkoholkrank war, gehörte dem Stamm der Cherokee an, seine Mutter kam ursprünglich aus Irland. „Ich war schüchtern, unsportlich und ein schwacher Schüler“, verriet er in seiner 2004 erschienenen Autobiografie „Against All Odds: My Story“ („Gegen alle Widerstände: Meine Geschichte“).
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen („Wir zogen in 15 Jahren 13 Mal um“), diente er nach dem Schulabschluss vier Jahre bei der US-Luftwaffe, wo er, in Südkorea stationiert, seine Liebe zum Kampfsport entdeckte und den Spitznamen „Chuck“ erhielt. Was folgte, waren mehrere schwarze Gürtel und sechs Weltmeister-Titel in Karate, Taekwondo und Judo. Die Stärke des gerade einmal 178 Zentimeter großen und 70 Kilo schweren Kampfsportlers sprach sich bis nach Hollywood herum, wo Norris 1968 mit einer Mini-Rolle als Leibwächter in der Spionagekomödie „Rollkommando“ sein Leinwanddebüt gab. Einem breiten Publikum bekannt machte ihn aber erst sein siebenminütiger Kampf mit Bruce Lee († 32) in „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ im Jahr 1972. Chuck Norris verlor zwar das Duell mit der Kung-Fu-Legende, doch von da an ging es für ihn als Schauspieler bergauf. Im Jahr 1976 wurde ihm für 10.000 Dollar (8.700 Euro) die Hauptrolle im Actionfilm „Breaker! Breaker!“ angeboten, und Norris nahm an, „Ich brauchte das Geld.“ Danach entwickelte sich der wortkarge Einzelkämpfer mit stark behaarter Brust und Vollbart in Filmen wie „Der Bulldozer“, „McQuade, der Wolf“, „Cusack – der Schweigsame“, „Missing in Action“, „Delta Force“ oder „Invasion U.S.A.“ zum festen Bestandteil des Actionkinos der 80er und 90er Jahre.
„Viele Menschen wollen sich mit einem Mann identifizieren, der sich auf sich selbst verlässt und auf seinen eigenen Füßen steht. Und der keine Angst hat.“ Mit einem Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ (1989) und dem Titel eines echten „Texas Rangers“ (2010) schrieb er endgültig Geschichte. Der Mime träumte allerdings nie davon, ein „Star“ zu werden oder gar einen „Oscar“ zu gewinnen, „Ich tue, was ich tue, und spiele meist den Typ, der an der Wand steht und sich freikämpft.“
Auch in der Serie „Walker, Texas Ranger“ trat er von 1993 bis 2001 als kompromissloser Gesetzeshüter den bösen Buben „nicht auf die Zehen, sondern ins Genick“. Dabei zeigte der Kampfkünstler in mehr als 200 Folgen auch immer wieder den sogenannten „Roundhouse“-Kick, der zu seinem Markenzeichen wurde.
An diese Erfolge konnte der Waffenliebhaber ab den 2000er Jahren zwar nicht mehr anknüpfen, war aber immer wieder in Serien und Filmen zu sehen – etwa 2012 im Actionkracher „The Expendables 2“. Seit 2019 war er zudem Markenbotschafter des Pistolenherstellers „Glock“. Doch hinter dem knallharten Kerl stand in Wirklichkeit ein sensibler Familienmensch, der seine Filmkarriere 2017 offiziell beendete, um sich ganz der Pflege seiner an einer Blutvergiftung schwer erkrankten Frau Gena O‘Kelley zu widmen. Er gründete auch die Hilfsorganisation „Kickstart“, um Gewalt an Schulen entgegenzuwirken.
„Die richtig guten Kämpfer sind im echten Leben meistens ziemlich ruhig. Wer dauernd den harten Typen raushängen lässt, ist oft einfach unsicher“, erklärte er zu seinem 85. Geburtstag. Dazu passen auch die rührenden Abschiedsworte seiner jüngsten Tochter Danilee Kelly, 24.
„Er mag nach außen hin ein Kämpfer gewesen sein, aber sein Herz war voller Liebe, und ich bin so dankbar, dass er mir diese Eigenschaft vererbt hat.“ Bis kurz vor seinem Tod zeigte sich Chuck Norris noch topfit und veröffentlichte sogar Fotos vom Boxtraining. Gemäß seinem Testament wird eine Beerdigung im engsten Familienkreis gewünscht. Seine Unbesiegbarkeit auf der Leinwand bleibt jedenfalls so legendär, dass es darüber zahlreiche Witze gibt, über die Chuck Norris selbst herzhaft lachen konnte.
Und so wird er von seinen Anhängern nicht nur mit klassischer Trauer, sondern mit eben jenen humorvollen Sprüchen verabschiedet. In einem davon heißt es: „Chuck Norris ist eigentlich schon vor zehn Jahren gestorben. Der Tod hatte bisher nur noch nicht den Mut, es ihm zu sagen.“ Hwie
Witze
Chuck Norris isst keinen Honig, er kaut Bienen.
Chuck Norris braucht nie einen Stuntman – außer in den Szenen, in denen er weinen musste.
Chuck Norris spendet regelmäßig Blut, aber nie sein eigenes.
Chuck Norris rasiert sich nicht.
Er schärft die Klinge an seinem Bart.
Er sei „von seiner Familie umgeben“ gewesen und ist „in Frieden gegangen“, heißt es. Nähere Details zur Todesursache wurden nicht genannt.
Privat musste Chuck Norris zuletzt selbst mehrere Schicksalsschläge verkraften. Seine Mutter Wilma († 103) starb 2024, seine erste Ehefrau Dianne († 84) im vergangenen Dezember. Er war zwei Mal verheiratet und hinterlässt seine 62jährige Gattin Gena sowie insgesamt fünf Kinder, die nun sein knapp 70 Millionen Euro schweres Vermögen erben werden.
Geboren wurde Chuck Norris am 10. März 1940 im ländlichen Oklahoma (USA) als Carlos Ray Norris. Sein Vater Ray († 53), der als Soldat im Zweiten Weltkrieg diente und alkoholkrank war, gehörte dem Stamm der Cherokee an, seine Mutter kam ursprünglich aus Irland. „Ich war schüchtern, unsportlich und ein schwacher Schüler“, verriet er in seiner 2004 erschienenen Autobiografie „Against All Odds: My Story“ („Gegen alle Widerstände: Meine Geschichte“).
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen („Wir zogen in 15 Jahren 13 Mal um“), diente er nach dem Schulabschluss vier Jahre bei der US-Luftwaffe, wo er, in Südkorea stationiert, seine Liebe zum Kampfsport entdeckte und den Spitznamen „Chuck“ erhielt. Was folgte, waren mehrere schwarze Gürtel und sechs Weltmeister-Titel in Karate, Taekwondo und Judo. Die Stärke des gerade einmal 178 Zentimeter großen und 70 Kilo schweren Kampfsportlers sprach sich bis nach Hollywood herum, wo Norris 1968 mit einer Mini-Rolle als Leibwächter in der Spionagekomödie „Rollkommando“ sein Leinwanddebüt gab. Einem breiten Publikum bekannt machte ihn aber erst sein siebenminütiger Kampf mit Bruce Lee († 32) in „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ im Jahr 1972. Chuck Norris verlor zwar das Duell mit der Kung-Fu-Legende, doch von da an ging es für ihn als Schauspieler bergauf. Im Jahr 1976 wurde ihm für 10.000 Dollar (8.700 Euro) die Hauptrolle im Actionfilm „Breaker! Breaker!“ angeboten, und Norris nahm an, „Ich brauchte das Geld.“ Danach entwickelte sich der wortkarge Einzelkämpfer mit stark behaarter Brust und Vollbart in Filmen wie „Der Bulldozer“, „McQuade, der Wolf“, „Cusack – der Schweigsame“, „Missing in Action“, „Delta Force“ oder „Invasion U.S.A.“ zum festen Bestandteil des Actionkinos der 80er und 90er Jahre.
„Viele Menschen wollen sich mit einem Mann identifizieren, der sich auf sich selbst verlässt und auf seinen eigenen Füßen steht. Und der keine Angst hat.“ Mit einem Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ (1989) und dem Titel eines echten „Texas Rangers“ (2010) schrieb er endgültig Geschichte. Der Mime träumte allerdings nie davon, ein „Star“ zu werden oder gar einen „Oscar“ zu gewinnen, „Ich tue, was ich tue, und spiele meist den Typ, der an der Wand steht und sich freikämpft.“
Auch in der Serie „Walker, Texas Ranger“ trat er von 1993 bis 2001 als kompromissloser Gesetzeshüter den bösen Buben „nicht auf die Zehen, sondern ins Genick“. Dabei zeigte der Kampfkünstler in mehr als 200 Folgen auch immer wieder den sogenannten „Roundhouse“-Kick, der zu seinem Markenzeichen wurde.
An diese Erfolge konnte der Waffenliebhaber ab den 2000er Jahren zwar nicht mehr anknüpfen, war aber immer wieder in Serien und Filmen zu sehen – etwa 2012 im Actionkracher „The Expendables 2“. Seit 2019 war er zudem Markenbotschafter des Pistolenherstellers „Glock“. Doch hinter dem knallharten Kerl stand in Wirklichkeit ein sensibler Familienmensch, der seine Filmkarriere 2017 offiziell beendete, um sich ganz der Pflege seiner an einer Blutvergiftung schwer erkrankten Frau Gena O‘Kelley zu widmen. Er gründete auch die Hilfsorganisation „Kickstart“, um Gewalt an Schulen entgegenzuwirken.
„Die richtig guten Kämpfer sind im echten Leben meistens ziemlich ruhig. Wer dauernd den harten Typen raushängen lässt, ist oft einfach unsicher“, erklärte er zu seinem 85. Geburtstag. Dazu passen auch die rührenden Abschiedsworte seiner jüngsten Tochter Danilee Kelly, 24.
„Er mag nach außen hin ein Kämpfer gewesen sein, aber sein Herz war voller Liebe, und ich bin so dankbar, dass er mir diese Eigenschaft vererbt hat.“ Bis kurz vor seinem Tod zeigte sich Chuck Norris noch topfit und veröffentlichte sogar Fotos vom Boxtraining. Gemäß seinem Testament wird eine Beerdigung im engsten Familienkreis gewünscht. Seine Unbesiegbarkeit auf der Leinwand bleibt jedenfalls so legendär, dass es darüber zahlreiche Witze gibt, über die Chuck Norris selbst herzhaft lachen konnte.
Und so wird er von seinen Anhängern nicht nur mit klassischer Trauer, sondern mit eben jenen humorvollen Sprüchen verabschiedet. In einem davon heißt es: „Chuck Norris ist eigentlich schon vor zehn Jahren gestorben. Der Tod hatte bisher nur noch nicht den Mut, es ihm zu sagen.“ Hwie
Witze
Chuck Norris isst keinen Honig, er kaut Bienen.
Chuck Norris braucht nie einen Stuntman – außer in den Szenen, in denen er weinen musste.
Chuck Norris spendet regelmäßig Blut, aber nie sein eigenes.
Chuck Norris rasiert sich nicht.
Er schärft die Klinge an seinem Bart.








