Mythen über Alkohol
Alkohol ist neben Nikotin die Substanz mit der größten Krankheitslast. Im Land trinken mehr als eine Million Menschen Alkohol im problematischen Ausmaß, vierhunderttausend sind alkoholkrank. Mythen halten das Image von Alkohol hoch. Die folgenden sind widerlegt.
Alkohol ist nicht nur ein Kulturgut und ein Genussmittel, er gehört für viele zum Feiern und ist Teil des Alltages. Umso wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol. Dazu braucht es vor allem Aufklärung“, betont Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger. Ein Weg ist, mit den gängigsten Mythen rund um das Alkoholtrinken aufzuräumen.
Mit vollem Magen vertragen wir mehr Alkohol
Vorab etwas zu essen, ist eine gute Idee. Denn ein voller Magen bindet den Alkohol und nimmt ihn dadurch verzögert auf. Allerdings vertragen wir trotz einer reichhaltigen Mahlzeit nicht mehr Alkohol.
Wir spüren nur den Effekt später. Manche Menschen unterschätzen dadurch die bereits zu sich genommene Alkoholmenge und wiegen sich in falscher Sicherheit.
Legen Sie deshalb beim Alkoholkonsum Pausen ein. Trinken Sie nicht zu schnell und greifen Sie zwischendurch zu antialkoholischen Getränken.
Durcheinandertrinken macht schneller betrunken
„Wein auf Bier, das rat ich dir. Bier auf Wein, das lasse sein.“ Solche Sprüche lassen vermuten, dass die Reihenfolge der Getränke oder deren Mischung die Alkoholwirkung beeinflusst.
Tatsächlich macht uns das Durcheinandertrinken aber nicht schneller berauscht. Wie schnell und wie stark der Körper die Wirkung spürt, hängt von der getrunkenen Menge an reinem Alkohol ab. Wer durcheinandertrinkt, verliert jedoch schneller den Überblick. Achten Sie daher darauf, wie viele Getränke Sie schon hatten und machen Sie sich vielleicht Notizen.
Der Ursprung von „Bier auf Wein, das lass sein“ geht auf eine abfällige Bezeichnung für den gesellschaftlichen Abstieg vom teuren Wein zum billigeren Bier zurück.
Wer Kaffee trinkt, wird schneller nüchtern
Ist der Alkohol bereits zu Kopf gestiegen, soll laut Volksmund eine Tasse Kaffee beim Ausnüchtern helfen.
Nach dem aufputschenden Koffein fühlt man sich vermeintlich fitter. Fakt ist jedoch, durch Kaffee sinkt der Alkoholspiegel im Blut nicht rascher.
Pro Stunde baut unser Körper je nach Gewicht und Größe etwa 0,1 bis 0,2 Promille ab, auch kalte Duschen oder frische Luft können diesen Prozess nicht beschleunigen. Geben Sie sich daher genügend Zeit zum Abbau des Alkohols.
Alkohol wärmt von innen
Wer friert, kann sich mit Alkohol wieder aufwärmen? Falsch. Wir empfinden zwar kurz einen wärmenden Effekt, doch er hält nicht an. Im Gegenteil, Alkohol erweitert die Blutgefäße. Blut aus dem Inneren des Körpers fließt vermehrt in Arme und Beine. Dort kühlt es ab und die Körperkern-Temperatur sinkt.
Bei einem starken Rausch kann es so unbemerkt zu einer Unterkühlung kommen. Auch alkoholische Heißgetränke wie Punsch wärmen nur kurz. Ziehen Sie sich in der kalten Jahreszeit warm an und halten Sie sich beim Alkoholgenuss eher im Warmen auf. Ein fälschliches Wärmegefühl zeigt die beginnende Unterkühlung an.
Alkohol hilft beim Schlafen
Eine gewisse Menge an Alkohol wirkt beruhigend und kann das Einschlafen erleichtern. Zu viel Alkohol ist aber schlecht für die Schlafqualität.
Wer über den Durst getrunken hat, wacht öfter auf und schläft dann schwerer wieder ein.
Der Grund, der Schlaf in der zweiten Nachthälfte wird unruhiger und leichter, dazu kommen vermehrter Harndrang und Durstgefühl.
Trinken Sie Alkohol vor dem Schlafen in Maßen und nutzen Sie ihn nicht als Einschlafhilfe. Am nächsten Tag sind Sie weniger erholt.
Mit Alkohol kann ich mein Gegenüber „schön“-trinken
Lange Zeit tappten die Wissenschaftler bei dieser Frage im Dunkeln, zu unterschiedlich waren die Studienergebnisse. Ein Forschungsteam der kalifornischen Stanford Universität entwickelte eine neue These. Demnach macht Alkohol andere zwar nicht attraktiver, aber der Trinkende wird mutiger.
Die sogenannte „Bierbrille“ gibt es also vermutlich nicht, aber mit steigendem Blutalkoholwert stieg der Wunsch, mit den als attraktiv wahrgenommenen Menschen in Kontakt zu treten.
Mit Alkohol trauten sich die Studienteilnehmer ein zukünftiges Aufeinandertreffen mit einer der vier am besten bewerteten Menschen um das fast Doppelte eher zu als im nüchternen Zustand. Alkohol steigert das Flirten, die sexuelle Fantasie und das Sexualverhalten.
Schnaps kurbelt die Verdauung an
Ein deftiges Essen bietet immer auch den Anlass für einen Schnaps. Er fördere schließlich die Verdauung, heißt es schnell.
Doch höhere Mengen an Alkohol verlangsamen die Verdauung eher, anstatt sie zu fördern. Möglicherweise verschafft Schnaps kurzzeitig ein angenehmes Gefühl, da er das Völlegefühl betäubt.
Der Magen entleert sich durch Alkohol aber langsamer.
Mit vollem Magen vertragen wir mehr Alkohol
Vorab etwas zu essen, ist eine gute Idee. Denn ein voller Magen bindet den Alkohol und nimmt ihn dadurch verzögert auf. Allerdings vertragen wir trotz einer reichhaltigen Mahlzeit nicht mehr Alkohol.
Wir spüren nur den Effekt später. Manche Menschen unterschätzen dadurch die bereits zu sich genommene Alkoholmenge und wiegen sich in falscher Sicherheit.
Legen Sie deshalb beim Alkoholkonsum Pausen ein. Trinken Sie nicht zu schnell und greifen Sie zwischendurch zu antialkoholischen Getränken.
Durcheinandertrinken macht schneller betrunken
„Wein auf Bier, das rat ich dir. Bier auf Wein, das lasse sein.“ Solche Sprüche lassen vermuten, dass die Reihenfolge der Getränke oder deren Mischung die Alkoholwirkung beeinflusst.
Tatsächlich macht uns das Durcheinandertrinken aber nicht schneller berauscht. Wie schnell und wie stark der Körper die Wirkung spürt, hängt von der getrunkenen Menge an reinem Alkohol ab. Wer durcheinandertrinkt, verliert jedoch schneller den Überblick. Achten Sie daher darauf, wie viele Getränke Sie schon hatten und machen Sie sich vielleicht Notizen.
Der Ursprung von „Bier auf Wein, das lass sein“ geht auf eine abfällige Bezeichnung für den gesellschaftlichen Abstieg vom teuren Wein zum billigeren Bier zurück.
Wer Kaffee trinkt, wird schneller nüchtern
Ist der Alkohol bereits zu Kopf gestiegen, soll laut Volksmund eine Tasse Kaffee beim Ausnüchtern helfen.
Nach dem aufputschenden Koffein fühlt man sich vermeintlich fitter. Fakt ist jedoch, durch Kaffee sinkt der Alkoholspiegel im Blut nicht rascher.
Pro Stunde baut unser Körper je nach Gewicht und Größe etwa 0,1 bis 0,2 Promille ab, auch kalte Duschen oder frische Luft können diesen Prozess nicht beschleunigen. Geben Sie sich daher genügend Zeit zum Abbau des Alkohols.
Alkohol wärmt von innen
Wer friert, kann sich mit Alkohol wieder aufwärmen? Falsch. Wir empfinden zwar kurz einen wärmenden Effekt, doch er hält nicht an. Im Gegenteil, Alkohol erweitert die Blutgefäße. Blut aus dem Inneren des Körpers fließt vermehrt in Arme und Beine. Dort kühlt es ab und die Körperkern-Temperatur sinkt.
Bei einem starken Rausch kann es so unbemerkt zu einer Unterkühlung kommen. Auch alkoholische Heißgetränke wie Punsch wärmen nur kurz. Ziehen Sie sich in der kalten Jahreszeit warm an und halten Sie sich beim Alkoholgenuss eher im Warmen auf. Ein fälschliches Wärmegefühl zeigt die beginnende Unterkühlung an.
Alkohol hilft beim Schlafen
Eine gewisse Menge an Alkohol wirkt beruhigend und kann das Einschlafen erleichtern. Zu viel Alkohol ist aber schlecht für die Schlafqualität.
Wer über den Durst getrunken hat, wacht öfter auf und schläft dann schwerer wieder ein.
Der Grund, der Schlaf in der zweiten Nachthälfte wird unruhiger und leichter, dazu kommen vermehrter Harndrang und Durstgefühl.
Trinken Sie Alkohol vor dem Schlafen in Maßen und nutzen Sie ihn nicht als Einschlafhilfe. Am nächsten Tag sind Sie weniger erholt.
Mit Alkohol kann ich mein Gegenüber „schön“-trinken
Lange Zeit tappten die Wissenschaftler bei dieser Frage im Dunkeln, zu unterschiedlich waren die Studienergebnisse. Ein Forschungsteam der kalifornischen Stanford Universität entwickelte eine neue These. Demnach macht Alkohol andere zwar nicht attraktiver, aber der Trinkende wird mutiger.
Die sogenannte „Bierbrille“ gibt es also vermutlich nicht, aber mit steigendem Blutalkoholwert stieg der Wunsch, mit den als attraktiv wahrgenommenen Menschen in Kontakt zu treten.
Mit Alkohol trauten sich die Studienteilnehmer ein zukünftiges Aufeinandertreffen mit einer der vier am besten bewerteten Menschen um das fast Doppelte eher zu als im nüchternen Zustand. Alkohol steigert das Flirten, die sexuelle Fantasie und das Sexualverhalten.
Schnaps kurbelt die Verdauung an
Ein deftiges Essen bietet immer auch den Anlass für einen Schnaps. Er fördere schließlich die Verdauung, heißt es schnell.
Doch höhere Mengen an Alkohol verlangsamen die Verdauung eher, anstatt sie zu fördern. Möglicherweise verschafft Schnaps kurzzeitig ein angenehmes Gefühl, da er das Völlegefühl betäubt.
Der Magen entleert sich durch Alkohol aber langsamer.








