Ich zieh‘ an, was ich will
Als North West, 12, die Tochter von Kim Kardashian, 45, kürzlich im Korsett und mit Make-up neben ihrer Mutter auftrat, sorgte dies für Aufregung.
Doch wie sehen das Kinder selbst, wir haben gleichaltrige Mädchen gefragt.
Doch wie sehen das Kinder selbst, wir haben gleichaltrige Mädchen gefragt.
Sie ist gerade einmal zwölf Jahre alt und steht doch regelmäßig im Blitzlichtgewitter. Immerhin ist North West die Tochter der amerikanischen Selbstdarstellerin Kim Kardashian, 45, und des Rappers Kanye West, 48.
Ihre Mutter erlangte durch die „Reality“-Show „Keeping Up with the Kardashians“, in der die Mitglieder des Kardashian-Clans Einblicke in ihren Alltag gaben, Bekanntheit.
Daneben formte sie sich zur milliardenschweren Unternehmerin mit Parfümlinien, Kosmetikprodukten und einem guten Gespür für Eigenvermarktung. Gemeinsam mit Kanye West bildete sie eines der schillerndsten Promi-Paare, auch wenn die Ehe längst Geschichte ist. Allein Kim Kardashians Privatvermögen wird auf etwa 1,6 Milliarden Euro geschätzt.
Mitten in diesem Luxus-Kosmos wächst die Tochter North auf und macht selbst Schlagzeilen. Zuletzt begleitete sie ihre Mutter in ein Restaurant und trug dabei eine Kombination aus schwarzer Korsage, Rüschenrock, Plateau-Stiefeln, auffälligem Make-up und blauen Haarverlängerungen.
Ein Outfit, das Stirnrunzeln auslöste. Zu erwachsen, zu inszeniert und schlicht unangemessen sei das für ein Kind, lautete die Kritik. „Kinder wollen sich ausdrücken und Kleidung ist ein wunderbares Mittel dafür“, sagt der Kinderpsychologe Dr. Nikolai Walter.
„Wichtig ist, dass der Wunsch nach einem bestimmten Outfit von innen kommt und nicht als Reaktion auf äußere Erwartungen gilt. Wenn sich ein Kind ‚verkleidet‘, ist das Teil seiner Entwicklung. Aber es darf nie zum Funktionieren unter dem Blick anderer werden.“
Sollten Kinder den Drang verspüren, sich „verrückt“ oder auffällig kleiden zu wollen, rät Walter den Eltern, darauf neugierig statt kritisch zu reagieren.
„Fragen Sie lieber, ,Warum willst du das tragen? Was gefällt dir daran?‘ Wenn Eltern in den Dialog gehen, können sie begleiten, statt zu kontrollieren.
Kinder brauchen Freiraum, aber auch Orientierung. Ein gemeinsames Reflektieren über Wirkung und Wirkungsmöglichkeiten stärkt nicht nur das Stilgefühl, sondern auch das Selbstbewusstsein.“
Wobei die elterliche Mitbestimmung vor allem im Volksschulalter zentral sei, betont der Psychologe.
„Bis etwa zum zehnten Lebensjahr sollten Eltern stärker mitgestalten – nicht aus Zwang, sondern aus Verantwortung. Danach verändert sich der Fokus. Die Kinder orientieren sich zunehmend an Persönlichkeiten und Vorbildern, die Eltern werden eher zu Beratern.“
Im Fall von North West sei die öffentliche Bühne allerdings ein Sonderfall.
„Hier geht es nicht nur um Mode, sondern um mediale Wirkung.“ Kim Kardashian sieht den Auftritt ihrer Tochter gelassen. North liebe es, kreativ zu sein. „Ich zwinge ihr nichts auf.“ morri
„Ich habe einen eigenen Stil, trotz Vorgaben der Eltern“ Emilia Böhmer, 14
Die Röcke dürfen nur knapp über dem Knie enden, bauchfreie Tops sind tabu und hohe Schuhe darf sie nur tragen, wenn sie mit ihren Eltern unterwegs ist. „Zum Beispiel zum Geburtstag des Opas“, erzählt Emilia Böhmer.
Bei der Mode sind ihr von den Eltern klare Grenzen vorgegeben. Und doch hat die 14jährige ihren eigenen Stil gefunden. Ihr Lieblingsoutfit besteht aus einem rosa Strickkleid, kombiniert mit einer Weste voller Schleifen und weißen Absatzsandalen.
Feminin, verspielt, aber immer mit Stilgefühl. Ihr großes Vorbild ist Taylor Swift. „Ich mag ihren Kleidungsstil, er ist immer schön, aber nie zu auffällig“, erklärt die 14jährige. Ihre Garderobe plant Emilia Böhmer mit Bedacht, oft schon am Vorabend. „Ich will, dass alles zusammenpasst, und dass ich mich darin schön fühle.“
„Oft legt Mama die Kleidung zurecht“
Sophie Skoff, 13
Ein hellblauer Sweater, dazu eine Jogginghose, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen – so fühlt sich Sophie Skoff am wohlsten. Kleider, Spitzenblusen oder enge Jeans gehören nicht zu ihrem Bekleidungsstil. „Ich mag es gemütlich. Ich will mich bewegen können, nicht ständig an mir herumzupfen.“ Ihr Stil ist eher lässig, fast burschikos, sportlich statt schick.
Doch zuhause sorgt das regelmäßig für Diskussionen. „Meine Mama will, dass ich hübsch aussehe, also Kleider und Röcke trage. Sie findet, das gehört sich für Mädchen.“ Selbst entscheiden, was sie trägt, darf die 13jährige nicht immer. Oft legt die Mutter am Vorabend schon die Kleidung zurecht. „Ich ziehe sie meistens an, auch wenn ich sie nicht mag. Am liebsten würde ich jeden Tag in Jogginghose hinausgehen.“
„Mein Tigeroberteil trage ich nur daheim“
Leonie Trippolt, 13
Am liebsten trägt Leonie Trippolt kurzärmelige, bauchfreie Tops und weite Hosen. Auch Trägershirts gehören zu ihren Favoriten, Schmuck ist bei ihr kein Muss, er wird aber sorgfältig ausgewählt.
„Ich trage oft Ketten, manchmal Ohrringe und im Sommer immer eine Fußkette.“ Goldtöne mag die 13jährige dabei am liebsten. Wenn es ums Anziehen geht, hat sie freie Hand. „Ich darf zu 100 Prozent selbst entscheiden.“ Das hat auch mit ihrer reflektierten Haltung zur Kleidung zu tun.
Sie will sich wohlfühlen, aber nicht provozieren. „Ich gehe ordentlich außer Haus, nicht in Jogginghose, und ich ziehe mich nicht freizügig an wie manch andere.“ Eine Einschränkung gibt es. „Ich habe ein Tigeroberteil mit Spitzenausschnitt, das mag mein Papa nicht so. Das darf ich nur zu Hause tragen.“
„Mama vertraut unserer Kleiderwahl“
Lara und Lina Weissegger, beide 11
Ich trage am liebsten Jeansstoff, ein enges Top und darüber einen schlichten Pullover oder eine Strickweste“, erzählt Lara Weissegger.
Ihre Schwester Lina hingegen beschreibt ihren Stil als „frech und spontan“.
Einmal ist es eine blaue Hose, dann wieder eine Latzhose, fast immer kombiniert mit einem gemütlichen Pulli. „Ich entscheide spontan, worauf ich Lust habe.“
Obwohl sie Zwillinge sind, achten die Schwestern bewusst darauf, sich nicht gleich zu kleiden.
Lina verweist auf ihren flauschigen Lieblingspulli,
den sie trägt. „Ich liebe diese Farbe.“
Auch Accessoires spielen eine Rolle.
Ob Perlenohrringe, Halsketten oder Armreifen, jedes Detail wird mit Bedacht gewählt. „Wir dürfen selbst entscheiden, was wir anziehen“, sagen sie. „Mama vertraut uns.“ Alles ist erlaubt – solange es zu ihnen passt.
Ihre Mutter erlangte durch die „Reality“-Show „Keeping Up with the Kardashians“, in der die Mitglieder des Kardashian-Clans Einblicke in ihren Alltag gaben, Bekanntheit.
Daneben formte sie sich zur milliardenschweren Unternehmerin mit Parfümlinien, Kosmetikprodukten und einem guten Gespür für Eigenvermarktung. Gemeinsam mit Kanye West bildete sie eines der schillerndsten Promi-Paare, auch wenn die Ehe längst Geschichte ist. Allein Kim Kardashians Privatvermögen wird auf etwa 1,6 Milliarden Euro geschätzt.
Mitten in diesem Luxus-Kosmos wächst die Tochter North auf und macht selbst Schlagzeilen. Zuletzt begleitete sie ihre Mutter in ein Restaurant und trug dabei eine Kombination aus schwarzer Korsage, Rüschenrock, Plateau-Stiefeln, auffälligem Make-up und blauen Haarverlängerungen.
Ein Outfit, das Stirnrunzeln auslöste. Zu erwachsen, zu inszeniert und schlicht unangemessen sei das für ein Kind, lautete die Kritik. „Kinder wollen sich ausdrücken und Kleidung ist ein wunderbares Mittel dafür“, sagt der Kinderpsychologe Dr. Nikolai Walter.
„Wichtig ist, dass der Wunsch nach einem bestimmten Outfit von innen kommt und nicht als Reaktion auf äußere Erwartungen gilt. Wenn sich ein Kind ‚verkleidet‘, ist das Teil seiner Entwicklung. Aber es darf nie zum Funktionieren unter dem Blick anderer werden.“
Sollten Kinder den Drang verspüren, sich „verrückt“ oder auffällig kleiden zu wollen, rät Walter den Eltern, darauf neugierig statt kritisch zu reagieren.
„Fragen Sie lieber, ,Warum willst du das tragen? Was gefällt dir daran?‘ Wenn Eltern in den Dialog gehen, können sie begleiten, statt zu kontrollieren.
Kinder brauchen Freiraum, aber auch Orientierung. Ein gemeinsames Reflektieren über Wirkung und Wirkungsmöglichkeiten stärkt nicht nur das Stilgefühl, sondern auch das Selbstbewusstsein.“
Wobei die elterliche Mitbestimmung vor allem im Volksschulalter zentral sei, betont der Psychologe.
„Bis etwa zum zehnten Lebensjahr sollten Eltern stärker mitgestalten – nicht aus Zwang, sondern aus Verantwortung. Danach verändert sich der Fokus. Die Kinder orientieren sich zunehmend an Persönlichkeiten und Vorbildern, die Eltern werden eher zu Beratern.“
Im Fall von North West sei die öffentliche Bühne allerdings ein Sonderfall.
„Hier geht es nicht nur um Mode, sondern um mediale Wirkung.“ Kim Kardashian sieht den Auftritt ihrer Tochter gelassen. North liebe es, kreativ zu sein. „Ich zwinge ihr nichts auf.“ morri
„Ich habe einen eigenen Stil, trotz Vorgaben der Eltern“ Emilia Böhmer, 14
Die Röcke dürfen nur knapp über dem Knie enden, bauchfreie Tops sind tabu und hohe Schuhe darf sie nur tragen, wenn sie mit ihren Eltern unterwegs ist. „Zum Beispiel zum Geburtstag des Opas“, erzählt Emilia Böhmer.
Bei der Mode sind ihr von den Eltern klare Grenzen vorgegeben. Und doch hat die 14jährige ihren eigenen Stil gefunden. Ihr Lieblingsoutfit besteht aus einem rosa Strickkleid, kombiniert mit einer Weste voller Schleifen und weißen Absatzsandalen.
Feminin, verspielt, aber immer mit Stilgefühl. Ihr großes Vorbild ist Taylor Swift. „Ich mag ihren Kleidungsstil, er ist immer schön, aber nie zu auffällig“, erklärt die 14jährige. Ihre Garderobe plant Emilia Böhmer mit Bedacht, oft schon am Vorabend. „Ich will, dass alles zusammenpasst, und dass ich mich darin schön fühle.“
„Oft legt Mama die Kleidung zurecht“
Sophie Skoff, 13
Ein hellblauer Sweater, dazu eine Jogginghose, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen – so fühlt sich Sophie Skoff am wohlsten. Kleider, Spitzenblusen oder enge Jeans gehören nicht zu ihrem Bekleidungsstil. „Ich mag es gemütlich. Ich will mich bewegen können, nicht ständig an mir herumzupfen.“ Ihr Stil ist eher lässig, fast burschikos, sportlich statt schick.
Doch zuhause sorgt das regelmäßig für Diskussionen. „Meine Mama will, dass ich hübsch aussehe, also Kleider und Röcke trage. Sie findet, das gehört sich für Mädchen.“ Selbst entscheiden, was sie trägt, darf die 13jährige nicht immer. Oft legt die Mutter am Vorabend schon die Kleidung zurecht. „Ich ziehe sie meistens an, auch wenn ich sie nicht mag. Am liebsten würde ich jeden Tag in Jogginghose hinausgehen.“
„Mein Tigeroberteil trage ich nur daheim“
Leonie Trippolt, 13
Am liebsten trägt Leonie Trippolt kurzärmelige, bauchfreie Tops und weite Hosen. Auch Trägershirts gehören zu ihren Favoriten, Schmuck ist bei ihr kein Muss, er wird aber sorgfältig ausgewählt.
„Ich trage oft Ketten, manchmal Ohrringe und im Sommer immer eine Fußkette.“ Goldtöne mag die 13jährige dabei am liebsten. Wenn es ums Anziehen geht, hat sie freie Hand. „Ich darf zu 100 Prozent selbst entscheiden.“ Das hat auch mit ihrer reflektierten Haltung zur Kleidung zu tun.
Sie will sich wohlfühlen, aber nicht provozieren. „Ich gehe ordentlich außer Haus, nicht in Jogginghose, und ich ziehe mich nicht freizügig an wie manch andere.“ Eine Einschränkung gibt es. „Ich habe ein Tigeroberteil mit Spitzenausschnitt, das mag mein Papa nicht so. Das darf ich nur zu Hause tragen.“
„Mama vertraut unserer Kleiderwahl“
Lara und Lina Weissegger, beide 11
Ich trage am liebsten Jeansstoff, ein enges Top und darüber einen schlichten Pullover oder eine Strickweste“, erzählt Lara Weissegger.
Ihre Schwester Lina hingegen beschreibt ihren Stil als „frech und spontan“.
Einmal ist es eine blaue Hose, dann wieder eine Latzhose, fast immer kombiniert mit einem gemütlichen Pulli. „Ich entscheide spontan, worauf ich Lust habe.“
Obwohl sie Zwillinge sind, achten die Schwestern bewusst darauf, sich nicht gleich zu kleiden.
Lina verweist auf ihren flauschigen Lieblingspulli,
den sie trägt. „Ich liebe diese Farbe.“
Auch Accessoires spielen eine Rolle.
Ob Perlenohrringe, Halsketten oder Armreifen, jedes Detail wird mit Bedacht gewählt. „Wir dürfen selbst entscheiden, was wir anziehen“, sagen sie. „Mama vertraut uns.“ Alles ist erlaubt – solange es zu ihnen passt.








