Liebesg‘schichten und Heiratssachen: Amor auf Abruf
„Ein Sommer ohne ,Liebesg‘schichten‘ wär‘ wie ein Himmel ohne Sterne“, meint Nina Horowitz, 47. Das klingt pathetisch, doch da Amor, der Gott der Liebe, dabei oft zuschlägt, kann‘s so falsch nicht sein.
Zu Beginn der 28. Staffel der von Elizabeth T. Spira (1942–2019) erfundenen Kuppelshow kann ein Rückblick nicht schaden. Vor allem dann nicht, wenn er so positiv ausfällt wie bei den „Liebesg‘schichten“.

In den seit 1997 gesendeten 27 Staffeln der „Kuppelei“ ließen sich 1.402 Menschen auf ihrer Partnersuche porträtieren. Mehr als 360 von ihnen fanden ihr Liebesglück, insgesamt 51 Paare gaben einander sogar das Jawort, darunter fünf gleichgeschlechtliche Paare, die ihre Partnerschaft offiziell eintragen ließen.

Die absolute Krönung: Bisher erblickten vier „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“- Babys das Licht der Welt.

„Die Sendereihe ist aber viel mehr als eine Show der einsamen Herzen“, meint Nina Horowitz, 47. „Es ist auch eine Dokumentation über die österreichische Seele und zugleich ein liebevoller Blick auf jene Menschen, die bereit sind, einem großen Publikum ihre Türen zu öffnen, um zu ihrem Liebesglück zu finden.“

Über ihre neuen Sendungen und Kandidaten verrät die „Kupplerin“: „In den 54 Porträts der Liebessuchenden aus allen neun Bundesländern wird wieder viel offenbart, manchmal geweint und sehr, sehr oft gelacht. Humor können wir zur Zeit ja alle gut brauchen.“

Doch was sie tut, nimmt sie ernst. „Schließlich geht‘s ja um alles – um die Liebe. Ein Sommer ohne ,Liebesg‘schichten‘ wär‘ wie ein Himmel ohne Sterne.“

Was Nina Horowitz in ihren fünf bisherigen Staffeln gelernt hat, gibt sie natürlich auch an die Kandidatenschar weiter, „Ich sage ihnen immer, sie sollen sich nicht hunderte Zuschriften erwarten. Darauf kommt‘s ja gar nicht an. Ein Brief genügt, wenn es der richtige ist. Andererseits hat eine große Auswahl natürlich auch Vorteile. Aber – und das höre ich immer wieder von meinen Schützlingen – es kann wirklich in Stress ausarten, wenn jemand etwa 150 Kontaktaufnahmen unter einen Hut bringen will. Egal, wenn sich‘s am Ende dann richtig auszahlt. Mit Liebe.“