Terence Hill feiert am 29. März seinen 85. Geburtstag: „Ich habe mich durchgeboxt“
Als „Prügelknabe“ an der Seite seines Schauspiel-Partners Bud Spencer wurde er weltberühmt. Doch Terence Hills Leben war nicht immer so heiter wie seine Filme.
Als er im Jahr 1965 als Partner von Johanna Matz, 91, in dem österreichischen Heimatfilm „Ruf der Wälder“ mitspielte, hieß er noch Mario Girotti. Nicht mehr lange.

In dem 1967 gedrehten Spaghetti-Western „Blaue Bohnen für ein Halleluja“ hieß er bereits Terence Hill. „Die Produzenten fanden meinen bürgerlichen Namen zu bieder“, erinnert sich der Darsteller. „Sie legten mir eine Liste mit 20 Künstlernamen vor, und ich entschied mich für Terence Hill. Er gefiel mir am besten und hatte außerdem die gleichen Initialen wie der meiner Mama Hildegard Thieme.“
Ja, der Actionheld wurde zwar als Sohn eines italienischen Chemikers am 29. März 1939 in Venedig (I) geboren, aber seine Mutter war eine Deutsche aus Dresden. Dorthin zog die Familie 1941 und überlebte mit viel Glück die Bombenangriffe im Februar 1945. „Es war die Hölle“, sagt er.
Zwei Jahre nach Kriegsende zog die Familie nach Italien. Dort studierte Mario schon als 15jähriger Schauspiel. „Meine Muttersprache ist ja Deutsch, ich musste also erst besser Italienisch lernen, als ich es bis dahin beherrschte. Das war hart, doch ich habe mich durchgeboxt. Und bekam anschließend bald Filmrollen.“ Dass seine faszinierend blauen Augen dafür den Ausschlag gaben, bestreitet er.

Mit Bud Spencer (1929–2016) als Partner brachte er es nach „Vier für ein Ave Maria“ jedenfalls rasch zu Weltruhm. Nach Abflauen der Leinwanderfolge sorgte Terence Hill dann im italienischen Fernsehen für Rekordquoten. Etwa als Pfarrer „Don Matteo“ in der gleichnamigen Serie, in der er in 259 Folgen mitwirkte. Auch als Forstinspektor in „Die Bergpolizei“ brachte er es auf 40 Episoden.

Seit drei Jahren lässt er sich jedoch nicht mehr vor die Kamera locken. „Spät, aber doch will ich mich mehr um meine Familie kümmern“, betont er. Seine aus Bayern (D) stammende Frau Lori, mit der er seit 57 Jahren verheiratet ist, glaubt nicht so recht daran: „Würde ihn eine Rolle wirklich reizen, wäre er schon weg.“ Ähnlich sieht es der gemeinsame Sohn Jess, 54, der in den USA als Produzent arbeitet und den Papa mit dem Enkel Will erfreute.