„Der Beste Film aller Zeiten“ - Freitag, 15.3. 22:50 BR: Ein Spektakel für die Ewigkeit
​Penélope Cruz, Oscar Martinez und Antonio Banderas sollen den „besten Film aller Zeiten“ drehen. Das ist leichter gesagt als getan.
Ein spanischer Milliardär will sich zu seinem 80. Geburts-tag ein Geschenk machen, das sein Ansehen auch über seinen Tod hinaus einzementieren soll. Ein prächtiges Gebäude wäre eine Idee, aber das wurde schon so oft gemacht.

Also beschließt der reiche Mann, ein filmisches Meisterwerk drehen zu lassen, bei dem er ganz prominent als Produzent aufscheint. Dazu sichert er sich erst einmal die Rechte an einem mehrfach ausgezeichneten Roman und heuert dann die ebenso geniale wie eigenwillige Lola (Penélope Cruz, 49, gr. Bild Mi.) als Regisseurin an. Jetzt fehlen nur noch die beiden Hauptdarsteller.

Die Wahl fällt auf Ivan (Oscar Martinez, 74, gr. Bild re.), einen der größten Bühnen-Titanen der Theatergeschichte, sowie auf den Leinwand-„Star“ Felix (Antonio Banderas, 63, li.), der rund um den Erdball von den Kinobesuchern verehrt wird. Schon bei den ersten Proben prallen die großen Egos der zwei Mimen aufeinander.

Ivan hält die Kinoangebote für anspruchslos und Felix für einen Idioten, während dieser just dem Medium Film seinen Weltruhm verdankt. Um die Dreharbeiten nicht zu gefährden, beschließt Lola, den beiden eine Reihe von Prüfungen aufzuerlegen, bei denen sie gegeneinander antreten. Diese Tests nehmen zunehmend verrücktere Ausmaße an …

„Wer immer die Nase auch nur ganz kurz in unsere Branche gesteckt hat, weiß, dass das Zusammentreffen zweier Schauspiel-Legenden entweder in einer Ambulanz endet oder als saukomische Komödie“, meint Penélope Cruz lachend. „Ich werde keine Namen nennen, aber ich habe das in Hollywood einige Male erlebt. Echt – nicht als Filmstoff. Und zwar nicht nur zwischen Männern, sondern auch unter Frauen. Die sind zweifellos sanfter, dafür aber hinterlistiger.“

Für Antonio Banderas ist „Der beste Film aller Zeiten“ nicht nur eine hervorragende Gelegenheit für niveauvolle Unterhaltung. „Diese Geschichte besitzt auch Service-Charakter“, meint er. „Sie erlaubt dem Publikum, hinter die Kulissen zu schauen. Wer nie bei Dreharbeiten dabei war, hat vom Filmemachen vielleicht eine Vorstellung, die absolut nicht der Wirklichkeit entspricht. Viele glauben ja, wenn ein Darsteller über Talent verfügt und den Text gelernt hat, dann geht das alles ohnehin wie von selbst. Ein riesengroßer Irrtum. Einen fremden Charakter zum Leben zu erwecken – das ist harte Arbeit.“