Die Kickergiganten bitten zum WM-Abschiedstanz
Mit Lionel Messi, 35, und Cristiano Ronaldo, 37, streicheln in Katar die beiden dominantesten Fußballer der vergangenen 14 Jahre ein letztes Mal den WM-Ball. Ihnen fehlt nur noch der WM-Titel zur makellosen Fußballkarriere. Daneben bitten auch die Asse Neymar, 30, Luka Modric, 37, und Robert Lewandowski, 34, zum Abschiedstanz.
Allein Lionel Messi, 35, wurde sechs Mal in den vergangenen 14 Jahren zum Weltfußballer gekürt, Cristiano Ronaldo, 37, fünf Mal. „Eine WM ohne Messi und Ronaldo ist für mich fast kein Fußballfest“, trauert die Fußball-Altlegende Pelé, 82, schon jetzt um deren Abschied.

Fix ist nach eigener Aussage, dass Messi bei der nächsten Endrunde 2026 bereits als Fußballpensionist statt den Ball seine riesige Bordeaux-Dogge „Hulk“ ausführen wird und der dann 41jährige Ronaldo statt auf dem Feld zu dribbeln, stundenlang seinem Lieblingsspiel Bingo frönen kann. „Der Titel mit Argentinien wäre jetzt der krönende Abschluss meiner Karriere“, gibt der Argentinier Messi zu. „Das würde mich auf die gleiche Stufe mit Diego Maradona heben und mir viel bedeuten.“ Abseits dessen schockt Messi, der 2021 wegen eines Steuerdeliktes zu 390 Millionen Euro Strafe verdonnert worden war, seine Anhänger zuletzt sogar mit ersten Rücktrittsgedanken. „Es ist unwahrscheinlich, dass ich nach der Endrunde noch lange spielen werde“, erklärt er. Seine Frau Antonella und die Kinder Thiago, 9, Mateo, 6, und Ciro, 3, würden dies vorantreiben, bei einem Vermögen von rund 500 Millionen Euro hat er finanziell längst ausgesorgt. Aber noch stehen bei Messi eine Rückkehr zum FC Barcelona, eventuell als Sportdirektor, aber auch ein letzter Wechsel in die US-Profiliga im Raum. „Nach der aktiven Karriere möchte ich als Geschäftsmann tätig werden“, sagt er. „Ich besitze ja auch eine Sportinvestmentfirma und mehrere Immobilien.“

Ronaldo hingegen will trotz eines kaum minderen Vermögens von 450 Millionen Euro von der Pension nichts hören. „Ich sehe keinen Grund aufzuhören und will noch lange weiterspielen“, betont er. Im Ruhestand könnte er allerdings die Zeit nützen, neben seinen fünf Nachkommen Ronaldo Jr., 12, Alana, 5, Eva, 5, Mateo, 5, und der sechs Monate alten Bella Esmeralda an den Kindern Nummer sechs und sieben zu arbeiten. So viele plant er nämlich, exakt entsprechend seiner Rückennummer.

Sportlich scheint Ronaldos Stern auch im Vereinsfußball bereits im Sinken begriffen zu sein. War er schon bei Juventus in Italien nicht mehr ganz der Alte, so steht er derzeit bei Manchester United in England sozusagen vor einem Scherbenhaufen. Jüngste beinharte Interview-Aussagen über den Verein ließen einen schwelenden Streit eskalieren und zeigen, dass der jahrelang teuerste Kicker des Planeten mit dem Alter und schwindenden Kräften nicht gut umgehen kann.

„Manchester betrog mich, als ich um mein verstorbenes Kind trauerte, ich habe keinen Respekt vor dem Trainer und sehe auch nur drei echte Spitzenspieler in der Mannschaft“, kritisierte er zuletzt in Bausch und Bogen. Für die WM freilich errechnete eine FIFA-Fußballsimulation, die bereits die vorigen drei WM-Sieger richtig vorhersagte, als Finalpaarung am 18. Dezember das Duell Argentinien gegen Portugal. „Ich gegen Ronaldo im Finale, das wäre ein Traum“, meint Messi.

Bei der Weltmeisterschaft in Katar wird der Abgang des „außerirdischen Duos“ aber nicht der einzige bleiben, mit dem Polen Robert Lewandowski, 34, und dem Kroaten Luka Modric, 37, bitten auch die beiden einzigen Akteure, die in den vergangenen 14 Jahren neben Messi und Ronaldo zu Weltfußballern gewählt wurden, zum Abschiedstanz. Gemeinsam mit Brasiliens Tricksler Neymar, 30, der ebenfalls angibt, vor seiner letzten WM zu stehen. Genauso wie der französische Champions-League-Held Karim Benzema. Doch für den 34jährigen kam der Abschied unverhofft. Er verletzte sich in Katar beim Training und musste die Heimreise antreten.

Während die „alten Haudegen“ zumindest noch ihr Abschiedsfest genießen, durften andere Spitzenspieler erst gar nicht nach Katar reisen, allen voran die Spieler von Europameister Italien rund um den Welttorhüter Gianluigi Donnarumma, 23, und Stürmerheld Ciro Immobile, 32. „Das Aus für diese WM war die größte Enttäuschung meines gesamten Lebens“, verrät Trainer Roberto Mancini, 57. Ebenfalls nicht dabei sind die in England tätigen Top-Spieler Erling Haaland, 22, und Mohamed Salah, 30, die sich mit Norwegen und Ägypten nicht qualifizieren konnten.

Die Höhepunkte der WM-Woche
  • Mi., 23. November, 14 Uhr
    • Deutschland – Japan, Khalifa-Stadion
  • Do., 24. November, 20 Uhr
    • Brasilien – Serbien, Lusail-Stadion
  • Sa., 26. November, 17 Uhr
    • Frankreich – Dänemark, Stadium 974
  • Sa., 26. November, 20 Uhr
    • Argentinien – Mexiko,Lusail-Stadion
  • So., 27. November, 20 Uhr
    • Spanien – Deutschland,Al-Bayt-Stadion
  • Mo., 28. November, 17 Uhr
    • Brasilien – Schweiz, Stadium 974
  • Mo., 28. November, 20 Uhr
    • Portugal – Uruguay, Lusail-Stadion
  • Di., 29. November, 20 Uhr
    • Wales – England, Ahmed bin Ali Stadion