Ein Vollbad in der Waldluft
Dass ein Wald viel mehr ist als nur ein Haufen Bäume nebeneinander, zeigt Veronika Peherstorfer aus Freistadt (OÖ) ihren Kursteilnehmern. Die diplomierte Waldluftbademeisterin führt zu Plätzen in freier Natur, die Kraft und Energie spenden. Das intensive Erlebnis des Kraftortes Wald aktiviert und harmonisiert die eigenen Lebensenergien.
Vögel trällern vielstimmig ihren Gesang, Bienen summen tanzend von Blüte zu Blüte, der Wind rauscht durch die Zweige, deren Knospen sich dem Frühlingslicht entgegenstrecken. Nicht nur die Natur sprießt, auch in den Menschen erwachen wieder die Lebensgeister. Sie wollen der Natur nahe sein und entspannen. Da tut ein Bad in frischer Waldluft gut.

„Bei sich bleiben, in sich blicken und wahrnehmen. Schauen, riechen, fühlen, hören, bei Möglichkeit auch schmecken, in die Atmosphäre des Waldes eintauchen, die Achtsamkeit schulen und vor allem abschalten“, gibt Veronika Peherstorfer Tipps, wie die Konzentration in der und auf die Natur am besten funktioniert. Die Freistädterin (OÖ) ist diplomierte Waldluftbademeisterin und bietet Kurse zu dieser Entspannungsmethode an. Was in Japan bereits ein fixer Bestandteil der medizinischen primären Prävention ist, findet auch in unserem Land immer mehr Anhänger.

Die Bereitschaft, sich auf die Natur einzulassen
„Waldluftbaden kann jeder“, bekräftigt die 65jährige. „Es braucht dazu nur das Einlassen auf die Natur des Waldes, festes Schuhwerk und die passende Wanderbekleidung.“ Während dieser Worte begleitet sie eine Waldluftbadegruppe zur Pforte des Waldes. „Am Beginn begrüßen wir den Wald. Mit einer QiGong-Übung öffnen wir unsere körperliche Pforte und ersuchen den Wald um Einlass. Diese Übung wirkt speziell auf die Niere. Dieses Organ macht uns durchgängig, damit haben wir den Kanal, den Durchlass geöffnet“, erklärt die Waldkennerin und QiGong-Lehrerin.

Schon bei den ersten Schritten teilt Peherstofer ihr botanisches Wissen. Sie macht auf den Haselnussstrauch aufmerksam, der als Liebesbaum gilt. Vorbei geht es am Lungenkraut, das hervorragend gegen Husten wirkt, dem Giersch, der als Wildgemüse diverse Speisen verfeinert, und dem Wilden Holler, dem vielseitige Heilwirkungen zugesprochen werden.
„Ein Holunderblütentee wirkt nicht nur bei Erkältung oder Verschleimung, er hat auch eine besonders wärmende Wirkung.“

Seit Kindheitstagen fühlt sich die Waldluftbademeisterin der Natur, vor allem dem Wald und der Gesundheit zugewandt. „Bereits als kleines Mädchen ging ich für ein altes Kräuterweiberl Heilpflanzen sammeln. Diese Weisheiten vergesse ich mein ganzes Leben nicht mehr. Ich liebe die Sinnlichkeit und die Mystik des Waldes. Ich kann mich kaum sattsehen an dem Grün der Moose, Nadeln und Blättern.

Der Lebensraum Wald gleicht einer Apotheke
Das Verbinden mit Erdenergie, kosmischer Energie und der Austausch mit den Bäumen sind für mich heilbringend“, ist die Naturliebhaberin nach wie vor begeistert von der Vielfalt des Lebensraumes Wald, der für sie einer Apotheke gleicht.
In der oberösterreichischen Region Mühlviertler Alm gibt es 33 Waldluftbadewege, die durch zwölf Gemeinden führen. Unterschiedliche Thementage können mit Veronika Peherstorfer erlebt werden. So können Kursteilnehmer etwa am „Wege der Sinne“ meditieren, einen Erholungstag beim Waldluftbaden an den Orten der Kraft einlegen oder mit Wyda- (keltische Übungen, die auf bestimmte Ebenen des Körpers wirken) und QiGong-Übungen die Kraftfelder des Körpers erleben.

Ein weiterer Themenbereich befasst sich mit dem Aufspüren von uralten Energiefeldern. „Durch die Baumkronen in den Himmel blicken, über die Füße Erdenergien aufnehmen, aufspüren und darauf verweilen. Die Energie- und Harmoniefelder in den Körper fließen lassen. Ein Waldbaden mit den Duftstoffen, den Terpenen und Harzen der Bäume“, erklärt die Kursleiterin die sensorischen und energetischen Eindrücke. Am Meditationsweg befindet sich die höchste Stelle, ein Energieplatz nahe der Ruine Dornach. Rundherum wachsen mächtige Bäume, aber auch solche, die noch nicht so viele Jahresringe zählen.
„Es kann einem so vorkommen, als ob wir von den Bäumen gerufen würden. Einen Baum zu umarmen, intensiv und mit allen Sinnen in Austausch mit dem Baum zu gehen und sich auf die Eigenschaft und den Charakter des Baumes einzulassen, ist für jeden individuell“, spricht Peherstorfer aus Erfahrung.

„Der eine braucht die Thuja, weil er starke energetische Heilkräfte sucht, ein anderer wählt die Linde, weil sie für Herzensangelegenheiten und innere Schönheit steht. Ein Mann wird sicherlich nicht unter einer Esche zu finden sein und sie umarmen, da dieser Baum viel weibliche Energie hat“, sagt die sympathische Waldflüsterin lachend, greift nach einem Fichtenzweig und erklärt, dass dieses Nadelholz ein Lichtbaum ist, der Lichtenergie schickt.
Aber nicht nur das. „Die Wipferl – also die frischen Austriebe – lassen sich zu einem schmackhaften Aufstrich verarbeiten.“ Wie das geht, verrät sie natürlich auch in ihren Kursen.

Infos im Internet unter www.peherstorfergymnastikzauberei.at/wald-luft-baden oder per E-Mail unter V.Peherstorfer@gmx.at.